Ankunft in der Dom-Rep

Von Frankfurt ging es am frühen Vormittag nach Punta Cana. Naja, so hätte es zumindest sein sollen, denn wir waren ja extra um 3 Uhr früh aufgestanden, um früh genug am Flughafen zu sein, damit wir ja nicht unseren Flieger verpassen. Tja, hätten wir das man vorher gewusst, schon beim Check-in erfuhren wir, dass das Flugzeug knapp 1 1/2 Stunden Verspätung haben würde.

Was macht man da? Man lässt sich den Einstand in den Urlaub nicht vermiesen, denn man hat ja Zeit und geht erst einmal frühstücken. Immerhin hatten wir ja den Flug über AIDA gebucht und der geübte Pauschal-Kreuzfahrer weiß, das Schiff wartet. Dass dem nicht immer so ist, sollten wir noch lernen aber – Gott sei Dank – nicht am eigenen Leibe.

Also gefrühstückt, nochmal das Internetdatenvolumen in deutschen Gefilden ausgenutzt und ab zum Gate. Dort noch etwas warten, und warten, und noch etwas warten. Dann warten im Bus auf dem Rollfeld, dann warten im Flieger. Warten können wir gut, fast wie gelernt aber letztlich ging es dann mit insgesamt 2 Stunden Verspätung doch noch los.

9 1/2 Stunden in einer sichtlich in die Jahre gekommenen Thomas Cook Maschine, die den Anschein machte, als sei sie für den Einsatz Frankfurt – Malle bestimmt und nicht etwa für transatlantische Distanzen, stand vor uns. Die Herren der Schöpfung – zumindest diejenigen von stattlicherer Größe – mussten gleich zu Beginn mit den sichtlichen Schwierigkeiten kämpfen, die Beine und soweit vorhanden auch den Bauch unterzubringen. Aber auch der Unterhaltungsfaktor war trotz der langen Flugdauer überschaubar. Der Luxus von im Vorsitz eingebauten Bildschirmen war in diesem Flugzeug -altersbedingt- leider nicht vorhanden. Auf mehreren Röhrenbildschirmen wurden während des Fluges zumindest ein paar Filme und Folgen älterer Serien gezeigt.

Durchaus unterhaltsam war aber unser Chief Steward, der gleich zur Begrüßung in Anbetracht der wohl zahlreichen Beschwerden wegen Verspätung und enttäuschender Maschine dafür warb, den Flug zusammen mit der von Condor gestellte Crew durchzuhalten. Innovativ war der Hinweis, zunächst einmal aufzuhören zu schreien, wenn die Sauerstoffmasken aus der Decke fallen und erst danach Maske auf Nase und Mund zu drücken und dann Kindern zu helfen. Macht Sinn. Auch der an die Passagiere gerichtete Dank am Ende des Fluges, bis zum Ende dabeigeblieben zu sein, führte zumindest stellenweise zu etwas Erheiterung. Kompliment, bei so einer Ausgangslage nicht den Humor zu verlieren!

Wir waren dann nun also 2 Stunden später in Punta Cana als erwartet und konnten uns geehrt fühlen, im letzten Bus nach Einbruch der Dämmerung am Schiff einzutreffen. Der Check-in – seit neustem via Smartphone durchgeführt – ging zumindest schnell und die Kabine war logischerweise auch bereits bezugsfertig. Fix frisch machen und ab zum Essen.

Da wir schon einmal auf der AIDAsol waren, kam uns die AIDAluna nicht fremd vor, obwohl doch einiges etwas anders ist. Am ersten Abend haben wir uns daher für das Buffet-Restaurant „Weite Welt“ auf Deck 10 entschieden, das wir noch nicht kannten. Wo auf den neueren Sphinx-Class-Schiffen wie der AIDAsol das Brauhaus ist, befindet sich auf der AIDAluna sozusagen die „Weite Welt“ Teil 2. Das dürfte erläuterungsbedürftig sein:

Die Buffetrestaurants auf den Sphinx-Class-Schiffen der AIDA befinden sich grundsätzlich am Heck auf den Decks 9 – 11. Das „Heck“ reicht in diesem Fall vom tatsächlichen Ende des Schiffs bis zum hinteren von 2 Treppenhäusern.  Im Fall der „Weiten Welt“ wird das Restaurant aber, unterbrochen durch das Treppenhaus, Richtung Theatrium fortgesetzt. In diesem Bereich gibt es andere Speisen (wie die „Tim Mälzer-Ecke“ und die „Fisk-Theke“) was dazu führt, dass nicht wenige Gäste durch das offene Treppenhaus immer wieder zwischen den Restaurantbereichen hin und her rennen. Wir nehmen uns davon nicht aus, fanden das planerisch aber schon irgendwie suboptimal gestaltet. Wie gesagt, wurde dies auf den neueren Schiffen der Baureihe geändert und dieser Restaurantteil durch das Brauhaus ersetzt.

Wer AIDA schon kennt, der weiß, dass man zu den Essenszeiten grundsätzlich Wasser auf den Tischen vorfindet und aufmerksame Kellner einen auch wahlweise mit Weißwein oder Rotwein versorgen. Hier muss man hinnehmen, dass es nur den Hauswein inklusive gibt. Für andere Weine darf man gern Geld ausgeben, was aber sehr wenige Gäste tun. Verwundert waren wir von der Praxis, dass Weißwein-Karaffen auf den Tischen belassen wurden, während Rotwein nur gläserweise eingeschenkt und nachgeschenkt wurde. Und wir dachten, der Weißwein würde Kühlung bedürfen…Um die Biertrinker nicht abzuschrecken, das gibt es auch zum Selbstzapfen. Auch hier gibt es aber nur das klassische Pils. Softdrinks können ebenfalls – zu den Essenszeiten – kostenlos gezapft werden.

Nach dem Essen ging es an den Schiffsvergleich. Was ist hier wo? Und was sieht anders aus als auf der AIDAsol? Die Eingewöhnung und die Orientierung ging schnell aber das musste es ja auch, denn um 21 Uhr fanden wir uns zur obligatorischen Seenot-Rettungsübung ein. Dieses Erlebnis darf man auf dieser Reise sogar 2x erleben, da sowohl in La Romana wie auch in Montego Bay Gäste zu- und absteigen. Da man sich bei AIDA  auch an der praktischen Anlegung der Rettungsweste üben darf, macht die Veranstaltung nochmal so viel Spaß. Besonders wenn dann noch Gäste fehlen. Klasse.

Von Stunden und Aberstunden der Anreise total erschlagen und jetzt schon Jetlag-geschädigt, versammelten wir uns dann noch mit den anderen neuen und alten Gästen um 22 Uhr auf dem Pooldeck zum Sail-Away und dem ebenfalls obligatorischen und immer wieder zu hektischen Tumulten führenden Sektbuffet. Wenn es was umsonst gibt… Aber dann erst einmal ab ins Bett.

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