Auf den Spuren der Maya in Belize

An unserem 6. Tag war morgens noch kurz Zeit für einen Alibi-Besuch im Fitnessstudio und ein schnelles Frühstück bevor wir uns am Treffpunkt im Theatrium einfinden mussten. Wir hatten den Ausflug „Maya-Stätte Altun Ha & Flussfahrt“ gebucht und mussten nun erst einmal zum Land hinübertendern. Vor Belize befindet sich nämlich ein großes Riff und das Meer ist sehr seicht. Das Schiff lag daher zusammen mit der Carnival Breeze und der Norwegian Dawn etwa 5 Meilen vor der Küste.

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Tender-Taxis

Zum Tendern wurden heute Motorboote vom Festland geordert, da diese schneller sind als die sonst verwendeten Rettungsboote der AIDA. Wir waren daher in etwa einer viertel Stunde am Anleger, wurden aber leider auf dem Weg eingermaßen nass, da wir an der falschen Stelle des Motorboots saßen und die Gischt abbekamen.

Am Anleger „Belize Tourism Village“ finden sich zahlreiche Bars und wiederum jede Menge Andenkenläden. Diese waren bereits gut gefüllt mit den amerikanischen Kreuzfahrtgästen der anderen beiden Schiffe. Man kann sich auch in diesem Hafen damit begnügen, auf überaus touristische Art und Weise nichts aber auch garnichts vom eigentlichen Anlegeort zu sehen. Aber immerhin hat man mal das Schiff verlassen! 😉 Darauf Belize auf eigene Faust zu erkunden, sollte man ohnehin verzichten. Die Hauptstadt Belize City hat touristisch nicht allzu viel zu bieten und gilt nicht unbedingt als ungefährlich. Auf dem Schiff hat man von eigenen Ausflügen abgeraten.

Wir wechselten hier am Anleger lediglich von einem großen Motorboot in ein kleines Motorboot und starteten zu unserer Flussfahrt. Vor der Küste der Stadt fuhren wir Richtung Einmündung des Old Belize River und unser Fahrer zeigte uns gleich wie schnell man mit einem Motorboot so unterwegs sein kann. Man konnte sich gleich einmal im Ordentlich-Festhalten üben, man würde das während unserer knapp  2-stündigen Bootsfahrt noch öfter brauchen.

Das Konzept dieses Trips war einfach: Wir fuhren recht fix etwa 20 km den Old Belize River bis zum Restaurant „The Iguana Stop“ und machten stets eine Vollbremsung wenn der Fahrer oder einer seiner zwei Begleiter etwas Interessantes erspäht hatte. Das konnte sein ein großes Krokodil, ein kleines Krokodil, ein Leguan oder etwa ein Brüllaffe (der dicke schwarze Fleck in den Bäumen! 🙂 )

 

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Leguan

 

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Maxi-Kroko

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Brüllaffe

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Mini-Kroko

Die Bootsfahrt war insgesamt total interessant und wirklich empfehlenswert. Wir waren beeindruckt, was unsere Guides so alles in den dichten Bäumen erkennen konnten. Mit der Kamera war aber vieles leider nicht einzufangen.

Am Restaurant angekommen, gab es das einfache aber sehr leckere Nationalgericht Belize’s „Rice and Beans“ mit würzigem Hühnchen und Salat. Nach einer kurzen Erholungspause ging es von hier aus in Bussen weiter zur Maja-Tempelanlage „Altun Ha“.

Wie uns dort unser Guide erzählte, ist Altun Ha im Vergleich keine sehr große Stätte, sondern wird flächenmäßig eher zu den kleineren Anlagen gezählt. Was Altun Ha aber dennoch besonders macht, ist der Fund eines etwa 4,50 kg schweren Jadekopfes des Sonnengottes K’inich Ajaw. Wir fanden aber dennoch, dass es genug zu sehen gab. Die Ruinen sind für sich genommen schon außerordentlich beeindruckend. Seht selbst:

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Tempel

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noch ein Tempel

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viele Tempel

Wir hatten etwa 1 1/2 Stunden Aufenthalt an der Tempelanlage. Nach Erläuterungen zur Geschichte der Anlage und zum Aufbau der Tempel bekamen wir noch etwas Zeit uns selbst umzusehen und die Tempel zu erklettern.

Die Stätte, welche erstmals um etwa 900 v.Chr. entstanden sein soll, war über Jahrhunderte wohl ein Handelszentrum zwischen den verschiedenen umliegenden Mayastätten. In einem auf dem Maya-Glauben basierenden Zyklus von 52 Jahren wurden diese Tempel immer wieder vergrößert. Die Tempel selbst sind dabei massiv, d.h. es finden sich keine Tunnel oder Gräber wie in den ägyptischen Pyramiden.

Das Erklettern erfordert dann schon einiges an Vorsicht. Der große Tempel des Sonnengottes kann nur von der Seite bzw. Rückseite erklommen werden. Dort sind Treppenstufen in den Stein gehauen, die aber dennoch recht steil und etwas glatt sind. Man muss schon etwas aufpassen.

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Treppenstufen

 

Wir hatten insgesamt Glück, dass wir erst am Nachmittag an der Tempelanlage ankamen. Es waren nur noch wenige andere Touristen dort und wir konnten uns ungestört umsehen. Gegen späten Nachmittag traten wir per Bus den Rückweg nach Belize City an.

Etwa eine Stunde fuhren wir durch das Hinterland von Belize. Man sieht dort deutlich, dass sich die Lebensbedingungen in diesem kleinen Land stark unterscheiden. Neben notdürftig zusammengebastelten Hütten aus Spanplatten und Wellblech standen hübsche gemauerte und bunt bemalte Häuschen. Dazwischen kilometerweit nichts als Palmen und Dschungel. Wir fuhren auf aufgerissenen Straßen, bei denen die Sanierung scheinbar auf unbestimmte Zeit verschoben wurde und erreichten letztlich die Stadt, welche ebenso aus dem Gegensatz von heruntergekommenen Bruchbuden und eingezäunten, mit Alarmanlage versehenen Luxusvillen besteht.

Als wir den Anleger erreichten, dämmerte es bereits. Die Läden und Bars waren bereits geschlossen und wir beeilten uns, ein Tenderboot zurück zum Schiff zu kriegen.

An diesem Abend sahen wir uns nach dem Abendessen im „Marktrestaurant“ mit dem Motto „Alpen“ die Show „I Want It All“ mit den besten Songs der 70er und 80er Jahre an. Danach fand um 22 Uhr auf dem Pooldeck die Poolparty „Alpenglühen“ statt. Die heutigen Mottos taten jetzt zwar so mitten in der Karibikreise wenig für uns, die Weißbiercocktails waren aber gut und zur Abwechslung auch einmal recht erschwinglich mit 4,90 EUR das Stück.

Cocktails sind auf der AIDAluna nämlich leider keine Schnäppchen. Mit Preisen zwischen 6,50 und 7,90 EUR muss man sich schon gut zureden, im Urlaub zu sein und nicht auf das Geld zu achten. Leider hat die AIDA auch kürzlich die happy hour Aktionen gestrichen (es gab jeden Abend zu einer bestimmten Zeit in einer anderen Bar 2 für 1 Cocktail), weshalb wir uns nur selten einen Cocktail genehmigten. Auch das neu eingeführte „Comfort“ Getränkepaket hilft da nicht weiter. Für 19,90 EUR am Tag erhält man an alkoholischen Getränken nämlich lediglich Hauswein, Haussekt, Radeberger vom Fass und Schöfferhofer Weizen sowie 2 (leppische) Cocktailgutscheine. Wer außerhalb der Essenszeiten diesen Tagespreis tatsächlich noch „rausgetrunken“ bekommt, der kann sich gern einmal mit seinen Leberwerten bei uns melden!

Das Preis-Leistungsverhältnis der Getränke auf der AIDA können wir daher nicht als sonderlich gut bewerten. Mit der Erkenntnis zumindest an diesem Abend etwas wirklich Gutes zu einem angemessenen Preis erhalten zu haben, gingen wir dann auch bald auf unsere Kabine.

2 Gedanken zu “Auf den Spuren der Maya in Belize

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