Was man in George Town, Grand Cayman machen kann, wenn man kein Millionär ist!

Heute war der Tag, an dem wir die Gelegenheit bekommen würden, endlich unserer Millionen vor dem deutschen Staat in Sicherheit zu bringen. Tja, nur welche Millionen?! 😉 Als Nicht-Millionäre planten wir, unseren Tag auf Grand Cayman, der größten der Cayman Islands, mit Rochen und Meer zu verbringen und lieber das Inselparadies anstelle des Steuerparadies zu erkunden.

Unser Ausflug „Rochen & Meer“ begann schon am frühen Morgen, also war heute leider * 😉 * kein Sport drin. Mit den AIDA-eigenen Rettungsbooten wurde zum Anleger getendert und in Busse umgestiegen. Von dort ging es einmal quer über die kleine Insel während unser unterhaltsamer Guide etwas über die Cayman Islands erzählte. Hängen geblieben ist bei uns, dass die Cayman Islands ursprünglich von Christoph Columbus „Las Tortugas“ genannt wurden wegen der vielen Schildkröten dort. Der Name wurde später wegen den ebenfalls dort vorkommenden Wasserkrokodilen in „Cayman Islands“ geändert. Schildkröten würden dort aber immernoch hoch im Kurs stehen, so gebe es hier nicht nur Kentucky Fried Chicken (KFC), sondern auch KFT – Kentucky Fried Turtle. Ein Scherz natürlich – oder doch nicht?

Von den Bussen ging es auf ein Boot und wir setzten Kurs auf „Stingray City“, eine Sandbank vor Grand Cayman, welche regelmäßig von einer Vielzahl von Rochen besucht wird. In gemächlichem Tempo ließen wir die mit hübschen Villen gesäumte Küste der Insel hinter uns.

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Boote

… und näherten uns unserer Destination, die wir allerdings mit einigen weiteren Touristen teilen mussten.

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Stingray City

 

„Stingray City“ war einst ein Fischgrund der lokalen Fischer, welche mit ihren Fischabfällen die Rochen aus dem Meer anlockten. Gefischt wird hier heute nicht mehr aber die Rochen kommen noch immer aus dem offenen Meer, heute angelockt vom Tintenfisch, welchen die vielen Touri-Boote mitbringen. Dennoch war ein großer Pluspunkt dieser Aktion für uns, dass die Rochen freiwillig kommen und nicht in Gefangenschaft gehalten werden.

Wir entledigten uns also unserer Oberbekleidung, stiegen vom Boot hinab in das lauwarme, klare Karibikmeer und fanden uns sofort inmitten von mehreren wirklich großen Rochen wieder. Unserer Versuche, diese mit der Billig-Unterwasserkamera einzufangen waren allerdings von mäßigem Erfolg. Einige Bilder sind aber dann doch etwas geworden:

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Unterwasser-Rochen

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Unterwasser-Rochen

Es gab auch die Möglichkeit, professionelle Fotos mit den Rochen zu machen. Zu diesem Zweck war eine Fotografin dabei und die Guides waren bemühmt, den willigen Touristen Rochen in die Arme zu lenken. Sodann waren verschiedene Posen einzunehmen, Rochen auf dem Arm und lächeln, Rochen auf dem Arm und den Partner küssen, Rochen auf dem Arm und den Rochen küssen und Rochen auf dem Rücken und wiederum lächeln – der Rochen bleibt dabei stets weitgehend unter Wasser, nur um die Tierschutz-Bedenken zu nehmen. Ein Foto kostete 15 Dollar, ein kleines Paket 30 Dollar, das große Paket 40 Dollar. Wir haben keine Fotos gekauft aber zumindest das Prozede mitgemacht, denn angeblich bringt es 7 Jahre Glück, einen Rochen zu küssen. Wir werden sehen, ob es sich gelohnt hat, die leicht glitschigen, gefühlt schwammartigen Tiere mit den Lippen zu berühren. Es hat zumindest Spaß gemacht und war eine lustige Erfahrung! Vll. ja auch für den Rochen…

Anmerken wollen wir noch, dass man entgegen dem Promo-Video der AIDA zu diesem Ausflug, nicht selbst versuchen darf, einen Rochen auf den Arm zu nehmen. Dies übernehmen ausschließlich die Guides da man aufpassen muss, nicht vom Stachel getroffen zu werden. Dieses angeblich sehr schmerzhafte Erlebnis blieb in unserem Fall allen Mitausflüglern erspart.

Eigentlich hätten wir auch noch einen Schnorchel-Stop einlegen sollen, dieser wurde aber wegen zu starker Strömung abgesagt und wir erhielten im Nachhinein 10 EUR der Ausflugskosten erstattet. Für uns ging es daher nach der Schwimmeinheit mit den Rochen wieder zurück zum Bootsanleger und von dort mit den Bussen zum bekannten Seven Mile Beach an der Westküste der Insel.

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Seven Mile Beach

 

Am „Tiki Beach“ erhielten wir ein Mittagessen (Burger oder Hotdog, spicy Chicken und verschiedene Salate), einen Rum- oder Fruchtpunsch und eine Liege nach Wahl. Geplant waren hier knapp 3 Stunden Aufenthalt.

Zunächst begaben wir uns zum Mittagessen und bekamen dort schnell tierische Gesellschaft. Schon in Belize hatten wir riesige Leguane kennen gelernt aber auch hier auf Grand Cayman streunen die Mini-Drachen herum wie bei uns freilaufende Katzen und lassen sich auch per Hand mit Salat füttern. Nach dem Essen legen sie sich anscheinend auch gern zum Relaxen in die zahlreichen Bäume.

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Leguan Weibchen

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Leguan Männchen

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Leguan im Baum

Auch wir legten uns nach dem Essen mit unserem Rumpunsch erst einmal auf die bereitstehenden Liegen unterhalb der kletterfreudigen Tiere und hofften, dass die Tierchen nicht auf uns herabfallen würden. Das ist glücklicherweise auch nicht passiert.

Nach ein wenig Mittagsruhe wollten wir uns den Seven Mile Beach – welcher tatsächlich lediglich 5,5 Meilen lang ist – näher ansehen und auch ein bisschen planschen. Der Strand fällt unten am Wasser flach ab. Etwa auf Hüfthöhe finden sich dann aber sehr viele scharfkantige Steine, fast wie ein Riff. Man braucht ein geringes Schmerzempfinden oder Wasserschuhe, um ins tiefere Wasser zu gelangen.

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Türkises Meer

 

Wir ließen das Baden daher bleiben und gingen am Wasserrand in Richtung des fernen Schiffanlegers, ein bisschen rumgucken. Alles ist sehr hübsch und hochwertig aber augenscheinlich auch alles andere als billig.

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Strandhotel

 

Dies trifft auch auf die Getränkepreise zu. Wir hatten uns die Preise bereits am Tiki Beach angesehen und wollten einmal schauen, ob es nicht billiger geht – es wurde aber nur noch teurer… Die Cayman Islands richten sich preislich wohl an ihren gut betuchten Besuchern aus, denn im Durchschnitt sollte ein Bier 8 Dollar, ein Cocktail 16 Dollar kosten. US-Dollar, nicht Cayman Dollar. Wir verzichteten also auf einen weiteren Drink und traten nach weiteren Relax-Einheiten auf unseren idyllischen Strandliegen den Rückweg zum Schiff an.

Auf dem Schiff kamen wir passenderweise pünktlich zum Offiziers-Shaken an. Auch bei dieser Bar-Aktion gab es Cocktails zu verbilligten Preisen, leider hatten wir aber auch in diesem Fall das Gefühl, dass am Preis-Leistungsverhältnis geschraubt wurde. Statt Cocktailgläser wurden lediglich große Sektgläser verwandt und der Alkoholanteil war Glückssache. Nicht, dass wir jetzt immer total die Dröhnung suchen, uns störten aber die merklichen Qualitätsunterschiede zu den Standardcocktails. Wenn man für weniger Geld weniger Leistung/Alkohol erhält, ist es halt kein Sonderangebot, sondern im Wesentlichen Saft.

Auch beim Abendessen sollte heute bei uns Ernüchterung herrschen. Wir hatten den ersten Stop unserer „Feinschmecker-Tournee – Entdecken à la carte“ im Sushi-Restaurant gebucht. Am Anfang wurde uns eine Karte vorlegt, welche beschrieb, was wir nun erhalten würden. Daraus ergab sich, dass wir vorab zwischen zwei Salaten wählen konnten (Wakamesalat oder gemischter Salat mit Erdnussdressing). Danach sollten wir Sushirollen aus einer verkleinerten Karte wählen können, die Karte offerierte dabei 2 Nigiris nach Wahl (Tunfisch, Shrimps, Tintenfisch, Lachs, Surimi oder Lachsrogen) und 2 Sushirollen nach Wahl (2 davon mit Surimi, eine mit Tunfisch oder mit Aal). Als Getränkeempfehlung waren 0,05 ml Sake und 0,05 ml Ingwer-Wein angegeben. Irgendwie kam es leider dann alles etwas anders.

Die Salate erhielten wir noch entsprechend unserer Wahl und diese waren auch sehr gut. Dazu wurden uns die angegebenen Getränkeempfehlungen als Inklusivgetränke angedient. Weitere Getränke mussten gesondert gezahlt werden.

Das Sushi hingegen dürften wir nicht wählen, die Kellnerin teilte uns dazu lediglich mit, dass für uns etwas zusammengestellt werden würde. Was wir erhielten hätten wir aber sicher nicht bestellt. Die Nigiris waren okay, aber die Sushirollen, von welchen jeder von uns 2 – natürlich in aufgeschnittener Form, also 12 Stücke – erhielt, bestanden bei Basti ausschließlich aus Surimi und Avocado, bei mir ausschließlich aus Surimi und Mango. Beides stand in dieser Kombi nicht in der Karte und es erübrigt sich wohl zu sagen, dass es einigermaßen monoton war. Wir riefen daraufhin die Kellnerin zurück und wiesen auf den augenscheinlichen Fehler hin. Diese winkte aber ab und teilte uns mit, dass wir noch was erhalten würden, das wäre nur der erste Teller. Mäßig begeistert aßen wir also daraufhin fast ausschließlich Surimi. Tatsächlich lieferte sie uns dann noch etwas nach, aber oh Wunder, wieder im Wesentlichen Surimi. Auf einem kleineren weiteren Teller fand sich ein einzelnes Sushistück mit Tunfisch, ein vegetarisches und nochmal 6 Stücke mit Surimi. 😦

Ohne Ankündigung erhielten wir dann einen nicht vorgesehenen Nachtisch, ein süßes Sushistück, das uns zwar sehr gut schmeckte aber nun auch nicht besonders befriedete. Wir hatten frischen Fisch erwartet und nicht Pressware und Mango mit Schokolade.

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Sushi

 

Beim Bezahlen – wir mussten ja den gesondert bestellten Wein und das Wasser bezahlen – wiesen wir die Kellnerin darauf hin, doch enttäuscht zu sein von der Auswahl. Die Reaktion machte unseren Unmut nicht besser. Wir hätten ja noch was nachbestellen können, außerdem wäre Surimi nicht etwa ein gepresstes Ersatzprodukt (meine Worte) sondern bestes Krebsfleisch und total gängig und im Übrigen würde die Entscheidung, was auf unserem Teller landet, der Sushi-Meister treffen. Ja, damit war Sushi auf der AIDAluna für uns erledigt.

Mit dem unguten Gefühl bei der Feinschmecker-Tournee wiederum ein schlechtes Geschäft gemacht zu haben zogen wir ab. Wir sollten in den anderen Restaurants aber positiv überrascht werden. Dazu in den nächsten Tagen mehr.

Ein Gedanke zu “Was man in George Town, Grand Cayman machen kann, wenn man kein Millionär ist!

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