Türkises Meer und Palmen in Montego Bay, Jamaika

Der 9. Tag stand wieder im Zeichen von Sonne, Strand und jamaikanischem Lebensgefühl. Ya man, respect!

Der Kreuzfahrthafen in Montego Bay liegt in einer Bucht südlich des eigentlichen Ortes. Auch hier wurde morgens gegen 8 Uhr rückwärts eingeparkt und das Schiff zum Passagierwechsel vorbereitet. Denn wie bereits gesagt, auf unserer Reise kann man an 2 Orten zu- und absteigen, in La Romana und heute in Montego Bay. Mitkriegen tut man von diesem Wechsel nicht viel, nur die erneute Seenot-Rettungsübung soll uns noch nerven.

Der morgentliche Ablauf war wie folgt: Aufstehen, Sport, frühstücken. Dann fertigmachen, um von Bord zu gehen. Wir hatten keinen Ausflug gebucht, da wir gelesen hatten, dass man hier mit einem Hop-on/Hop-off Bus zwischen Anleger, Innenstadt und Strand für angeblich 19 Dollar hin- und herfahren kann. Tja, zumindest nicht an diesem Sonntag, wie uns die Dame im Terminal mitteilte.

Was aber bereit stand war ein Minibus der JUTA (Jamaica Union of Travelers Association). Der Fahrer machte uns das folgende Angebot: Vom Kreuzfahrtanleger fährt er Richtung Innenstadt, von dort weiter Richtung Doctor’s Cave Beach. Die einfache Fahrt kostet 7 Dollar p.P., man kann entweder in der Innenstadt oder am Strand aussteigen. Wer schon jetzt weiß, dass er auch wieder mit dem Minibus zurückfahren möchte, kann gleich weitere 7 Dollar zahlen und erhält die Karte des Fahrer, damit man diesen aus der Innenstadt vom National Museum oder vom Eingang des Doctor’s Cave Beach anrufen lassen kann, um abgeholt zu werden. Wer in der Innenstadt aussteigt, muss nochmals 7 Dollar bezahlen, wenn er von dort weiter zum Strand gefahren werden möchte. Alles verstanden? 😉

Wir entschieden uns dafür, gleich 14 Dollar für Hin- und Rückfahrt zu bezahlen und hofften, dass der gute Mann dann auch wieder auftauchen würde, wenn wir es denn wollten. Aussteigen wollten wir eigentlich ursprünglich in der Innenstadt, um von dort zu Fuß zum Strand zu gehen. Davon nahmen wir aber Abstand, nachdem der Fahrer eindrücklich davor gewarnt hatte, sich vom Sharpe Square, einem Kreisel im Zentrum des Ortes zu entfernen. Man solle als Tourist nicht in die Seitenstraßen gehen und sich im Wesentlichen nur an diesem Platz aufhalten. Man könne dort eine knappe Stunde verbringen, länger wenn man das National Museum angucken möchte. Wer dort wieder wegmöchte, solle ihn anrufen, da Touristen sehr oft überfallen werden würden, wenn sie sich frei bewegten.

Ob dies nun kluges Marketing war oder ein ernst gemeinter Rat eines Einheimischen, der es letztlich tatsächlich wissen müsste, können wir nicht sicher sagen. Nachdem wir aber die Innenstadt aus dem Bus gesehen hatten, entschieden wir uns dafür, sitzen zu bleiben. Der Sharpe Square sah ja noch ganz nett aus…

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Innenstadt Montego Bay

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Innenstadt Montego Bay

… aber das sind die festgehaltenen Eindrücke der Seitenstraßen:

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Seitenstraßen Montego Bay

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Seitenstraßen Montego Bay

Wir ließen uns also zum Doctor’s Cave Beach fahren und stellten fest, dass es sich dabei um eine Art Beach-Club handelt, in welchen man Eintritt zahlen muss. Der Entritt beträgt dabei 6 Dollar p.P., eine Liege oder ein Sonnenschirm kosten jeweils weitere 6 Dollar. Wir verzichteten in geübter Art und Weise auf Liege und Sonnenschirm um suchten uns ein nettes Bäumchen an dem etwa 500 m langen Strandabschnitt und aklimatisierten erst einmal.

 

 

Der Sand ist hier zwar nicht ganz so weiß wie auf den Cayman Islands, das macht aber das karibische Meer wett. Wer hier schwimmen gehen will, findet keine Steine vor, sondern kann problemlos und ohne Schmerzen ins Wasser waten und in der Bucht seine Bahnen ziehen. Das Schwimmen war hier mit Abstand am schönsten und wir gingen in den knapp 4 Stunden, die wir hier waren sogar mehrmals ins Wasser.

Ein Wermutstropfen war hier, dass man leider auf diesen recht kurzen Strandabschnitt beschränkt ist. Links und rechts schließen sich andere bzw. private Abschnitte an und ein Flanieren am Wasser kommt damit nicht in Betracht. Auch die Getränkepreise waren mit 6 Dollar für ein Bier wieder recht hoch, sind jedoch dem Tourismus geschuldet. Auch von Ocho Rios kannten wir schon die zahlreichen Händler, die hier vorbeikamen, um selbst geknüpfte Freundschaftsarmbänder, Marihuana oder Getränke zu verkaufen. Es galt wiederum, wer sich nett und freundlich bedankt, wird schnell in Frieden gelassen.

Insgesamt war es aber dennoch der schönste Strand unserer Reise. Sowohl der Doctor’s Cave…

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Krebs

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Doctor’s Cave Beach

Doctor's Cave Beach

Doctor’s Cave Beach

 

… wie auch die daneben liegenden Strände sind zu empfehlen. Die Postkarten-Optik spricht für sich.

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Boot

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Strand

 

Gegen Nachmittag verließen wir den Strand und sahen uns noch ein wenig auf der dahinterliegenden Gloucester Avenue um, in welcher sich einige Andenkenläden befinden. Auch hier fanden wir aber wiederum nicht was wir suchten, was uns zu einem Zwischen-Fazit für Jamaika führte: Strände sehr schön und empfehlenswert, Sightseeing und Shopping Fehlanzeige. In Erwägung ziehen sollte man stattdessen, Ausflüge in das grüne Hinterland zu machen oder sich die Zeit mit Schnorcheln oder Segeln zu vertreiben. Hierzu werden viele Ausflüge angeboten und wir nahmen uns vor, etwas in dieser Richtung bei einem nächsten Besuch auszuprobieren.

Nun entschieden wir uns jedenfalls dafür, den Fahrer anrufen zu lassen. Wir baten eine der Damen am Eingang zum Doctor’s Cave für uns anzurufen und nach etwas herumtelefonieren und warten, erreichte sie einen Kollegen, der gerade auf dem Weg zum Strand war. Dieser nahm uns tatsächlich ohne Murren und auch ohne Vorlage unserer Karte mit. Das weitere Paar, das den Minibus zurück zur AIDA nahm, hatte sogar nur die Hinfahrt bezahlt und wurde nicht erneut zur Kasse gebeten.

Zurück auf der AIDAluna setzten wir uns hinten auf Deck 12 an die Oceanbar und genossen den Ausblick auf den Yachthafen von Montego Bay. An der Ocean Bar, welche faktisch der Außenbereich der Anytime Bar ist, ist es den Tag über sehr ruhig, da sich die meisten Leute auf dem Pooldeck aufhalten. Auch findet man hier eigentlich immer ein lauschiges Plätzchen im Schatten zum Lesen oder Karten spielen oder schlicht um ein Kaltgetränk zu genießen.

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Yachthafen

 

Wir machten uns an diesem Abend früh auf zum Essen, um danach den Super Bowl im Theatrium zu sehen, den die AIDA tatsächlich übertragen hat. Das Angebot wurde zwar nicht von vielen Gästen wahrgenommen, diejenigen, die es taten, waren aber sehr glücklich darüber (#Ehemann)!

Daher gab es zuerst Footballkuchen und dann das Spiel.

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Footballkuchen

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Football

Leider musste die Übertragung zur Seenot-Rettungsübung unterbrochen werden und sollte danach an derselben Stelle fortgesetzt werden. Dies ging aber aus technischen Gründen nicht, womit wir die gesamte Halbzeitshow verpassten. Dies fanden einige nicht gut (#Ehefrau). Klasse war aber natürlich, dass die Lieblingsmannschaft die spannende Aufholjagd tatsächlich mit einem Sieg krönte!

Nach einem Mitternachtsbesuch in der Pizzeria legten wir uns nach einem ereignisreichen Tag schlafen.

2 Gedanken zu “Türkises Meer und Palmen in Montego Bay, Jamaika

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