Fine Dining auf der AIDAluna am 4. Seetag

Nach den letzten beiden ereignisreichen Tagen, genossen wir heute den vierten Tag auf See und taten was? Genau, nix, niente, nada!

Ich wünschte, ich könnte was Ereignisreiches über diesen Seetag schreiben aber zumindest der Tag war tatsächlich nur von Gammeln und Essen geprägt und das habe ich ja nun beileibe oft genug geschildert. Der Tag wird daher direkt übersprungen und wir kommen zu unserem Abend.

Heute Abend fand unser zweiter Stop der „Feinschmecker-Tournee – Entdecken à la carte“ statt, dieses Mal im Rossini. Unser erster Besuch im Sushi-Restaurant war einigermaßen enttäuschend verlaufen und so erwarteten wir nicht allzu viel. Schon bei der Wahl des Datums waren wir nicht frei gewesen und hatten wir uns an dem Menü zu orientieren gehabt. An anderen Tagen hätten wir Aufpreis zahlen müssen und daher war unsere Wahl auf den heutigen Seetag gefallen.

Auf der Karte im Rossini stand für heute eigentlich ein 6-Gänge Menü mit dem Motto Karibik. Unsere Feinschmeckervariante beinhaltet aber nur ein 3-Gänge Menü. Nachdem wir also an unseren wirklich sehr schönen Tisch geführt wurden, mussten wir uns zunächst für 3 der 6 Gänge entscheiden. Unsere Wahl fiel auf die Tunfischvariation bzw. die Kürbissuppe als Vorspeise, das Barbecue vom Rind mit Kalbsbäckchen als Hauptgericht sowie die Käseauswahl zum Nachtisch.

In der Erwartung, dass die Portionen gourmetmäßig klein ausfallen würden, schlugen wir erst einmal beim Brotkorb ordentlich zu. Für das Rossini werden spezielle Mini-Brötchen gebacken und davon eine ganze Auswahl. Man muss schon sagen, dass das für Brotliebhaber ein echtes Highlight ist. Dazu wurden Pesto, Butter und Vulkansalz gereicht.

Direkt zu Beginn wurden wir nach einem Aperitif gefragt und uns wurde ein Hugo vorgeschlagen, den wir gern nahmen, allerdings davon ausgingen, dass wir diesen zusätzlich würden bezahlen müssen. Auch wurde uns eine Flasche Wasser offeriert, bei welcher wir gleichmaßen erwarteten, auch hier extra blechen zu dürfen. Vorab hatten wir nämlich gelesen, dass lediglich ein 0,2 ml Glas Rotwein und ein Kaffee inklusive sein sollen.

Bevor die Vorspeise gereicht wurde, erhielten wir einen Gruß aus der Küche, eine leckere Kleinigkeit auf einem Löffel und waren schon einmal erfreut, dass auch wir Budget-Gäste vom Koch begrüßt werden.

Die Vorspeisen kamen sodann zügig und waren wirklich sehr gut. Die Tunfischvariation war außerdem eine Fotoschönheit und angerichtet wie in gängigen Sternerestaurants. Die Kürbissuppe kam in einem stylischen Tellerchen und war ebenfalls richtig lecker. Wie erwartet waren die Portionen aber alles andere als groß.

Zwischen Vorspreise und Hauptgericht leerten wir unser Brotkörbchen und erhielten sogleich ein neues. Auch wurde uns nun der Rotwein gereicht und wir erhielten als unplanmäßigen Zwischengang ein Bellini-Sorbet.

Auch die Hauptgerichte kamen fix und die Qualität des Fleisches war kein Vergleich gegenüber den Buffetrestaurants. Der Unterschied ist so merklich, dass man ins Überlegen kommt, ob man tatsächlich noch einmal wieder ins Buffetrestaurant gehen möchte. Zum Rindfleisch gab es knackiges Gemüse und Selleriepürree, auch etwas das man im Buffetresraurant eher nicht vorfindet. Und die Portion war entgegen unserer Erwartung ordentlich! In Kombination mit dem verzehrten Brot, waren wir nach dem Hauptgang schon gut gesättigt.

Es kam aber noch die Käseauswahl, welche auch ausgefallener war als in den Buffetrestaurants. Irritiert waren wir allerdings, dass man unseren noch halbvollen Brotkorb vorher abräumte, um uns nun anderes Brot zu servieren. Wir hätten das wohl noch aufgegessen, bevor es weggeworfen wird.

Zum Abschluss konnten wir dann eine Kaffeevariation wählen und entschieden uns jeweils für einen Espresso. Dazu wurde eine Etagere mit verschiedenen Trüffel Pralinen gereicht. Zögerlich suchten wir uns beide eine aus, unsicher, ob man ev. hier etwas zuzahlen muss. Man kann doch nicht die ganze Etagere aufessen, oder? Doch, hätten wir wohl gedürft, wenn auch nicht mehr gekonnt. Denn nein, als wir letztendlich nach der Rechnung fragten, lächelte unsere freundliche Bedienung und teilte uns mit, dass alles inklusive war. Wow, da waren wir sprachlos und begeistert. Hier war das Preis-Leistungsverhältnis tatsächlich so gut, dass man sich fragen musste, ob die AIDA da nicht Miese macht. Bei unserem Brotkonsum war das bei uns mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit der Fall.

Satt und postiv gestimmt, schauten wir uns die Abba-Show „Dancing Queen“ an, die bei den Gästen zu Standing Ovations führte. Danach suchten wir uns einen schönen Tisch in der Beach Bar, denn dort sollte heute die Classic Cocktail Lounge stattfinden. Auf diese Veranstaltung hatte uns der Bar-Manager bei der Tour de Bar aufmerksam gemacht. Besonderheit waren hier heute ausgefallene Cocktails mit ungewöhlichen Zutaten wie Whiskey Sour mit Rosmarin und Räucheraroma oder Dayquiri mit Gewürzrum und Schokoladennote.

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Classic Cocktail Night

Die Cocktails waren wirklich gut und mal ab vom Mainstream. Schön war auch, dass man bei diesem Highlight nicht draufzahlen musste, sondern die Preise eher eine Spur günstiger gestaltet worden waren trotz des Zusatzaufwandes den die Barmitarbeiter bei der Vorbereitung der Zutaten gehabt hatten. Der Aufwand hat sich jedenfalls gelohnt!

Später an diesem Abend gingen wir mit dem guten Gefühl auf die Kabine, dass heute alles gestimmt hat!

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