Holland in der Karibik! Philipsburg, St. Maarten

Nachdem unser gestriger Strandbesuch wortwörtlich ins Wasser gefallen war, verzichteten wir heute auf einen neuen Anlauf was das Sonnenbaden anbetraf und schauten uns lieber Philipsburg, die Hauptstadt von St. Maarten an. Hübsche Promenade, viele kleine und große Lädchen und ein Restaurant neben dem anderen. Bei strahlendem Sonnenschein hatten wir einen der besten Tage unserer gesamten Reise!

Eigentlich hatten wir einen Segel- und Schnorchelausflug gebucht, den wir allerdings schon zu Beginn unserer Reise wieder stornierten, nachdem wir in einem AIDA-Ausflugswerbeclip ein wenig von Philipsburg gesehen hatten. Das sah für uns vielversprechend aus; mal nicht nur Strand und Palme. Statt die Insel nur vom Segelboot aus zu betrachten, wollten wir uns daher lieber selbst ein Bild von dieser niederländischen Hälfte des geteilten Eilands machen. Der Kreuzfahrthafen der Insel befindet sich nämlich im Süden der Insel und damit im Hoheitsgebiet des Niederländischen Königreichs. Im Norden hingegen liegt Saint-Martin, das ein französisches Überseegebiet ist.

Den Hafen erreichten wir erst gegen Mittag und er war bereits gut besucht. Neben uns lag die Britannia, ein neues Schiff der P&O Cruises. Vor uns lag die TUI Discovery, vormals Splendour of the Seas. Das ehemalige Royal Caribbean Schiff wurde im letzten Jahr an die TUI Cruises verkauft und fährt nun für die Tochter Thomson Cruises im Überseegebiet, womöglich um Verwirrung im Hinblick auf die einheitliche Mein Schiff Linie der TUI im europäischen Raum zu vermeiden. Auch Royal Caribbean selbst war vertreten, doppelt sogar und in beeindruckender Art und Weise. So ist die Freedom of the Seas bereits ein Riesenschiff. Die ebenfalls vor Anker liegende Harmony of the Seas, ihres Zeichens das größte Kreuzfahrtschiff der Welt, topt das aber noch.

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Harmony of the Seas

 

Dagegen kam uns das auch im Hafen liegende Kreuzfahrtschiff Berlin – das ehemalige Traumschiff! – vor wie ein Spielzeug. Aus Kreuzfahrtliebhabersicht war der Hafen von St. Maarten also schon einmal ein Highlight.

Philipsburg kann man bequem zu Fuß vom Anleger aus erreichen. Wenn man erstmal den Ausgang vom Hafengelände gefunden hat, muss man lediglich knappe 10 Minuten an der Straße entlang Richtung Ort (also links rum) gehen und erreicht den Beginn der Promenade. Hier begrüßen einen schon die ersten Länden und Bars. Da wir wie gesagt erst gegen Mittag ankamen, war bereits die Hölle los.

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Promenade

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Promenade

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Polizei

Die Bars und Restaurants haben zumeist lustige Namen, gute Angebote und einen eigenen Strandabschnitt auf der gegenüberliegenden Seite der Promenade. Vielfach werden daher Pakete angeboten: 2 Liegen, ein Schirm, free Wifi, 5 Bier und Toilettenbenutzung für 25 Dollar. Kein schlechtes Geschäft.

Der Strand macht einen guten Eindruck, er wirkt aber etwas karger als etwa auf Jamaika oder in der Dom-Rep. Hier findet man keinen Baum vor, unter den man sich legen kann. Es heißt also, entweder Schirm mieten oder braten. Wir waren heute aber ohnehin nicht in der Stimmung für stumpfes Sonnenbaden, wir wollten endlich ein paar brauchbare Mitbringsel schießen.

Die Promenade ist knapp 1,5 km lang. Parallel dazu verläuft die sog. „Vorstraat“ auf der sich viele Länden befinden. Es bietet sich also an, erst einmal die Promenade bis zum Ende zu gehen um dann über die Vorstraat zurück Richtung Anleger zu gehen. So kann man sich zumindest erst einmal einen Überblick verschaffen.

Im Wesentlich sieht alles sehr gepflegt aus. Zwar ist auch einmal die ein oder andere Hütte dazwischen, die zuletzt nicht sonderlich gepflegt wurde, im Großen und Ganzen fällt aber auf, dass man sich hier kümmert. Es gibt daher viele Ecken die einen netten Eindruck machen und zum Verweilen einladen.

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Promenade

 

Mittendrin findet man auch das ein oder andere architektonisch besondere Gebäude vor. Nicht gerade karibisch muten die Methodist Church und das Courthouse an.

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Courthouse

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Methodist Church

Dies dürfte aber dem niederländischen Einfluss geschuldet sein.

Wir schauten uns also erst die Promenade an und machten einen WLan Stop mitsamt Probe des lokalen Biers, hier das Carib (das um genau zu sein aber von der Insel des morgigen Stops, St. Kitts & Nevis, stammt). Danach begaben wir uns auf Shoppingtour, wir wollten ja immer noch karibischen Rum und Kaffee. Spirituosenläden gab es mehr als genug aber die Hoffnung, nun doch noch jamaikanischen Kaffee zu finden, mussten wir auch hier abschreiben. Wir trösteten uns mit einer guten Flasche Rum zu einem guten Preis und schauten weiter durch diverse Klamotten- und Andenkenläden. Es gibt zwar auch hier viel Ramsch, es finden sich aber auch hochwertigere Läden, wie Tommy Hilfiger oder Michael Kors. Wer Lokalkolorit sucht anstatt Mainstream, wird ebenfalls fündig werden.

Sehr hübsch anzusehen und zumindest für ein fixes Stöbern geeignet, ist auch die „Old Street“, die von der Vorstraat abgeht. Auch hier kommt einem ein wenig Historie und niederländisches Flair entgegen.

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Old Street

 

Nach der ausgiebigen Shoppingtour kehrten wir zurück auf die Promenade um noch ein weiteres Kaltgetränk zu genießen und dem bunten Treiben zuzusehen. Wer mag, wird hier auch etwas zu essen finden,  aufgrund des späten Stops war uns aber nicht danach. Lieber schauten wir ein wenig Land und Leute/Touris. Trotz der Massen an Menschen ist der Ausblick auf die Bucht idyllisch.

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Bucht

 

Gegen späten Nachmittag machten wir uns auf zurück zum Schiff, entspannt und ausgeshoppt.

Zurück auf unserer AIDAluna suchten wir uns einen Tisch bei der Anytime Bar, da wir das Auslaufen der Harmony of the Seas sehen wollten. Zur Feier des Ereignisses gönnten wir uns einen Cocktail, beobachteten die AIDA-eigene Drohne beim Filmen und zählten die Flugzeuge, die vom nahen Maho-Beach in den Himmel stiegen. Besonderheit des Maho-Beach ist nämlich, dass er genau neben der Landebahn des lokalen Flughafens liegt und die Flugzeuge nur wenige Meter über den Strandbesuchers hinwegsausen. Das soll ein Erlebnis sein, das wir wohl beim nächsten Mal ausprobieren werden.

Im nahenden Sonnenuntergang sahen wir dann erst einem Piratenschiff beim Auslaufen zu…

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Piratenschiff

 

… und dann der Harmony – aber da hatte die Kamera schon Feierabend gemacht, sodass ich nur schildern kann, wie hübsch und typisch amerikanisch beleuchtet das größte Kreuzfahrtschiff der Welt an uns vorbei in den Sonnenuntergang fuhr.

Ein wirklich schönes Ende eines schönen Tages.

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