Was sich nicht zu sehen lohnt in Basseterre, St. Kitts

Unser letzter Stop war auf St. Kitts und um ehrlich zu sein, herrschte bei uns an diesem Tage schon Endzeitstimmung. Der Ort gab leider auch nicht allzu viel her, um unserer Stimmungslage noch einmal wesentlich zu pushen. Reflektierend hätten wir hier wohl einen Ausflug buchen sollen aber nun ja. Hätte, hätte, Fahrradkette.

Auf St. Kitts legten wir nicht am Hauptanleger an, sondern im kleinen Containerhafen. Um diesen Mangel abzumildern, bot die AIDA einen kostenfreien Shuttleservice zum Hauptanleger an. Dieser ist, wie auf unserer Reise nicht unüblich, umlagert von Andenkenläden und Bars. Im Gegensatz zu St. Maarten gab es hier allerdings fast ausschließlich Ramsch, Alkohol und Zigaretten. Wir drehten nur eine kurze Runde und wandten uns dann dem kleinen Ort Basseterre zu, um einen kleinen Stadtrundgang zu machen.

St. Kitts, ursprünglich Saint Christopher, ist in Zügen noch britisch geprägt. Augenfällig wird dies am Thomas Berkeley Memorial auf dem Hauptplatz „The Circus“.

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The Circus

 

Wer sich rechts hält, gelangt zum Independent Square, einst der größte Sklavenmarkt der Karibik. Heute findet man dort eine hübsche Parkanlage vor.

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Park

 

Direkt am Park findet man die im gotischen Stil gebaute katholische Kathedrale…

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Kathredrale

 

… und weitere hübsche oder auch weniger hübsche Häuschen.

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schönere Häuser

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weniger schönes Haus

Viel mehr Ort gab es dann leider auch nicht zu sehen und wir fanden leider auch keine ansprechende Lokalität außerhalb des Touristenareals. Wie gesagt, hätte man hier wohl eher einen Ausflug machen sollen, da das Highlight auf St. Kitts das Hinterland oder auch das Meer sind. Eine Rundfahrt mit dem. sog. Sugartrain soll sehr schön sein, auch soll sich das Schnorcheln lohnen.

Da das Wetter heute sehr bedeckt war, sahen wir auch davon ab, uns ein Taxi zu einem der Strände zu nehmen. Auch diese sind nicht fußläufig zu erreichen. Schön soll der Strand am Frigate Bay sein aber das können wir nur aus zweiter Hand berichten. Wir machten uns jedenfalls am frühen Nachmittag schon wieder auf zum Schiff um dort noch ein paar ruhige und entspannte Stunden auf dem sonst überlaufenen Pooldeck zu verbringen bevor es ab zum Abendessen ging.

Zum Abendessen waren wir heute im Buffalo Steakhouse zu unserem dritten Stop der „Feinschmecker-Tournee – Entdecken à la carte“. Hier gab es ein vorgegebenes 3-Gänge Menü ohne weitere Auswahlmöglichkeit. Wir nehmen aber an, dass man bei Unverträglichkeiten oder bei Vegetariern oder Veganern da eine Ausnahme macht. Ob Vegetarier und Veganer allerdings unbedingt ins Steakhouse gehen wollen, dürfte eine andere Frage sein…

Das Menü bestand jedenfalls aus einem Ceasars Salad, danach Rinderfiletsteak mit Bohnen im Speckmantel und Ofenkartoffel und zum Nachtisch eine Crème Brûlée. Auch hier gab es einen Brotkorb mit speziell für das Steakhouse gebackenen Schinken-Zwiebelbrötchen, dazu wurde Butter gereicht. Wie auch schon im Rossini bekamen wir einen weiteren Brotkorb, nachdem der erste nach der Vorspeise das Zeitliche gesegnet hatte. Zum Hauptgang wurde zum Fleisch eine Auswahl an verschiedenen Steaksoßen gereicht die alle sehr gut und vor allem interessant unterschiedlich waren.

Insgesamt war auch hier das Essen ohne wenn und aber sehr gut. Insbesondere das Rindfleisch war wie gewünscht medium und wirklich zart.

Inklusiv war an Getränken hier nur ein 0,2 ml Glas Craft Beer, soz. zum Probieren. Wir bestellten daher noch etwas anderes, was natürlich bezahlt werden musste. Auch ein Espresso danach musste hier gezahlt werden aber das war zu verwinden, denn nach dem guten Essen bezahlten wir gern noch einen guten Kaffee extra.

Nachdem wir nun also alle 3 Stationen unserer Feinschmecker-Tournee erfolgreich absolviert hatten, war es nun Zeit für ein Fazit (Trommelwirbel!):

Wir werden es wieder machen!

Trotz unserer enttäuschenden Erfahrung im Sushirestaurant haben sich die Besuche aus kulinarischer Sicht durchaus gelohnt. Wir waren (meist) sehr satt und zufrieden und konnten auch uns auch einmal drei Abende bedienen lassen. Auch finanziell macht man aber reflektierend wohl ein recht gutes Geschäft. Zusammenfassend haben wir für die 89 EUR 3x ein Dreigänge-Menü erhalten (Wenn man den nicht planmäßigen Nachtisch im Sushi hinzu- und den Gruß aus der Küche, den Zwischengang und die Süßigkeiten zum Kaffee im Rossini hinwegdenkt), dazu mehrere Getränke (im Wert von schätzungsweise knapp 30 EUR) bekommen und entspannte Abende verlebt. Klar, man hat im Grunde die Vollpension ja eigentlich schon einmal bezahlt, aber der Preis ist im Ergebnis so human, dass die Extra-Leistung zu verschmerzen ist und man bekommt ja auch ganz schlicht ein wenig Abwechselung zur Buffetmonotonie.

Alternative für die Feinschmecker-Tournee ist das „Menü-Erlebnispaket 3×3“, das derzeit 64,90 EUR kostet. Hier darf man die üblicherweise auf den Sphinx-Class Schiffen vorhandenen 3 Bezahlrestaurants in beliebiger Kombination besuchen, der Beschreibung zufolge müsste damit auch 3x Rossini gehen, wir haben das aber nicht selbst ausprobiert. Verzichten muss man hier auf die Inklusiv-Getränke, heißt, es ist ein kleines Rechenspiel und die Erwägung, ob man alle drei Restaurants besuchen möchte oder halt das ein oder andere mehrfach.

Alles in allem waren wir ganz zufrieden mit unserer Entscheidung, ein bisschen was drauf zu zahlen und auch mal bedient zu werden und damit die Schlacht am Buffet zu vermeiden. Aus unserer Sicht stellt das ausschließliche Buffetkonzept der AIDA anderen Kreuzfahrtanbietern ggü. nämlich durchaus einen qualitativen Abstrich dar. Nur gegen Aufpreis erhält man hier die Möglichkeit à la carte zu essen, während auf anderen Schiffen oftmals mindestens auch ein À la carte-Restaurant inklusive ist. Die Nachteile des Buffetkonzeptes hatten wir ja auch bereits geschildert, man kann es aber nur noch einmal betonen, dass man sich vorher überlegen sollte, was man sich von seinem Urlaub erwartet. Unsere Variante, die drei Besuche dazu zu buchen hat uns jedenfalls gefallen und das werden wir bei unserer nächsten AIDA-Reise wohl wieder genauso machen.

Wir verließen das Restaurant pünktlich, um uns eine Platz für die Signature-Show der AIDAluna „Nayeli“ zu sichern. Diese Tanz-, Akrobatik- und Gesangsshow ist speziell für die AIDAluna gemacht und kann daher auch auf keinem der anderen Schiffe geschaut werden. Inhaltlich geht es um eine Art Märchen im Regenwald-Style, das in 45 Minuten sehr eindrucksvoll die großen Themen Glaube, Liebe, Angst und Hoffnung abhandelt um in einem fulminaten Finale dem Zuschauer den Atem zu rauben. Das hat auch ganz gut geklappt. Die Kostüme sind wirklich beeindruckend und sowohl gesanglich wie tänzerisch fühlt man sich wie in einer kurzweiligen Broadway-Aufführung. Die Handlung ist nachvollziehbar dünn aber die Bilder und Klänge trösten gut darüber hinweg. Wir fanden, es war eine sehr sehr sehenswerte Show.

Eine kleiner Absacker und wir starteten unsere Vorbereitung auf den letzten Seetag unserer Reise.

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