Ab nach Venedig und raus aufs Meer!

Unsere Pauschal-Kreuzfahrt begann mit dem Zug-zum-Flug nach Hamburg um von dort nach Venedig zu fliegen. Entgegen unserer Befürchtungen verlief alles weitgehend problemlos und wir erreichten die Hauptstadt Venetiens gegen Mittag. Der Anflug war schon einigermaßen beeindruckend, da man von oben einen guten Überblick über die vielen kleinen Inseln und deren enge Bebauung bekommt, welche Venedig auszeichnen. Fast macht es den Eindruck, dass nicht die Kanäle das Land unterbrechen, sondern das bisschen Festland das Wasser.

Der Transfer vom Flughafen zum Anleger war in unserem e-hoi-Paket nicht inklusive gewesen. Wir hatten aber die Möglichkeit wahrgenommen, den Transfer gesondert bei NCL zu buchen. Auch das ging problemlos, wenngleich der Flughafen in Venedig nicht ausgelegt zu sein scheint, für die Massen an Touristen, die täglich dort ankommen. Wir fanden aber nach kurzem Suchen unseren Bus und gelangten fix zum Schiff. Im Internet hatten wir auch von anderen, etwas preiswerteren Transfervarianten gelesen. Beispielsweise ein Bus zu einem zentralen Platz und dort umsteigen oder etwa per Wassertaxi. Uns kostete der Transfer hin und zurück aber auch lediglich 40 EUR pro Person und wir hatten keinen Stress. Das war es uns schon wert, denn die NCL-Schiffe legen idR früher ab als die deutschen. Unsere Ablegezeit war heute 18 Uhr und die wollten wir auch nicht versäumen.

Auf dem Schiff angekommen, bezogen wir erst einmal unsere Balkonkabine, welche uns sehr gut gefiel. Das Badezimmer hatte eine angemessene Größe und sogar eine gesonderte Toilette (deren Tür großgewachsene Männer aber nicht schließen können, wenn sie sich setzen) und auch das Bett war gut groß. Auch auf dem Balkon hatten zwei Stühle und ein Tisch bequem Platz. Wir waren zufrieden mit dieser uns zugewiesenen „Garantiekabine“.

Kurz frischgemacht, ging es erstmal etwas essen, bzw. suchen, wo man etwas zu essen bekommt. Zunächst einmal empfanden wir es etwas verwirrend, uns zurecht zu finden. Die Jade ist nämlich nicht immer symmetrisch aufgebaut. Man muss sich erst einmal einen Weg suchen, mal geht es Backbord lang, mal Steuerbord und wann anders muss man auch erst mal ein Deck hoch oder runter, um dorthin zu kommen, wo man hinwill. Mit der Zeit kann man sich aber schon orientieren, es dauert aber vll. ein bisschen länger als auf anderen Schiffen.

Insgesamt gab es 7 Restaurants und Grill’s, die inklusive waren. 6 weitere Restaurants waren zuzahlungspflichtig, dazu gehört das Cagney’s Steakhouse, die Sushi Bar, das Teppanyaki-Restaurant, das französische Le Bistro, die brasilianische Moderno Churrascaria und das Papa’s Italian Kitchen. Da uns die Inklusiv-Restaurants qualitativ und vom Angebot her völlig ausgereicht haben, besuchten wir aber keines der zuzahlungspflichtigen Restaurants und können daher dazu nichts sagen. Mittlerweile wurde im Rahmen der letzten Renovierung ein Irish-Pub hinzugefügt, den wir daher leider nicht kennen – aber gern beim nächsten Besuch kennenlernen!

Geöffnet hatte an diesem Nachmittag das inklusive Buffetrestaurant „Garden Café“ auf Deck 12, das nach hinten hin in einen Außenbereich mit Bar, genannt „The Great Outdoors“, übergeht. Das Buffetrestaurant haben wir ausschließlich zum Frühstücken und ggf. zum Mittagessen aufgesucht. Das Essen war soweit in Ordnung aber halt doch sehr amerikanisch oder eher von der einfachen Natur. Auch vom Design her glaubte man sich in einem American Diner wiederzufinden. Auf den einfachen Tischen standen Ketchup und Senf bereits und die Teller und Gläser waren aus Plastik. Wie gesagt, wissen wir nicht, welche Bereiche nun bei dem großen make over der Jade in diesem Frühjahr erneuert worden sind. Hier wäre es unserer Einschätzung nach aber dringend nötig gewesen, denn das Ambiente insgesamt war auch eher als Plastik-Chic zu bezeichnen. Es war alles grell bunt und leicht abwischbar. Das musste es aber auch sein, denn die hier verkehrenden Gäste sind nicht gerade von der rücksichtsvollen Sorte. An manchen Tagen konnte man schon etwas fassungslos ob der Unordnung sein, die so mancher am Buffet oder auf dem Tisch hinterließ. Kurz gesagt, für ein fixes Frühstück und ein schnelles Mittagessen reichte es aus. Wer beim Frühstück allerdings ein Salatblatt für den Bagel sucht (deutsches Brot sollte man von vorneherein abschreiben), der sollte in den meisten Fällen damit rechnen, nicht fündig zu werden.

Der Bereich des „Garden Café“ war bereits geschlossen als wir ankamen aber im „Great Outdoors“ gibt es ebenfalls einen Buffetbereich. Hier gab es um diese Zeit Sandwiches sowie selbst zusammenstellbare Burger und Hotdogs sowie die obligatorischen Pommes. An der zugehörigen Bar erhielten wir ein Bier und richteten uns erst einmal auf sehr amerikanische Tage auf der Adria ein.

Unsere Schiffserkundung setzten wir auf dem Deck fort. Dort spielte gerade eine Live-Band und danach stellten sich die Animateure vor. Bei bestem Sonnenschein und einem Cocktail schauten wir dem unterhaltsamen Treiben zu. Das alles kam uns schon einmal sehr lebendig und alles andere als steif oder verschnarcht vor. Ein Pluspunkt!

Als dann das Auslaufen anstand, suchten wir uns einen Platz an der Reling und nahmen die Gelegenheit wahr, viele schöne Fotos von Venedig zu machen, da wir ja schon keine Gelegenheit bekamen, die Stadt aus nächster Nähe zu erkunden. Im Gegensatz zu den AIDA-Schiffen (bspw.) wird bei den NCL-Schiffen nämlich kein Tag für Venedig eingeplant – schade. Hier aber ein paar Eindrücke unserer flüchtige Bekanntschaft:

P1010138

Kanal

P1010114

Kanal

P1010127

Venedig

P1010133

kleiner Kanal

P1010126

kleiner Kanal

P1010142

Markusplatz

Als langsam die Sonne unterging, ließen wir die italienische Hafenstadt hinter uns und überlegten uns, wo wir an diesem Abend unser erstes Abendessen einnehmen wollten. Wir machten zu diesem Zweck erst einmal eine Tour vorbei an den vorhandenen à la carte-Restaurants. Dort kann man die Tagesgerichte einsehen, welche man sich im jeweiligen Restaurant nach Belieben zu einem Menü zusammenstellen kann. Zudem gibt es Standardgerichte, die man die ganze Reise über wählen kann.

Wir wählten an diesem Abend das „Jasmine Garden“, das asiatische Inklusiv-Restaurant. Das Essen war wirklich sehr gut. Die Portionen waren dabei etwas klein, waren aber wohl insgesamt darauf angelegt, mehrere Gerichte zu wählen. Das taten wir auch und waren am Ende gut gesättigt. Die Getränkebestellungen liefen auch problemlos. Wir bestellten, gaben unsere Zimmerkarte ab und die nervigen Bons, welche man beispielsweise auf der AIDA jedes Mal unterschreiben muss, werden einfach weggeworfen. Man erhält also kommentarlos die Karte zurück mitsamt der georderten Getränke.

Vom Restaurant begaben wir uns zur Welcome Show in das Stardust Theater, welches sich auf der Norwegian Jade vorne im Bug von Deck 5 bis Deck 7 erstreckt, sprich: Das Theater ist riesig! Heute wurde eine Einführung in die Entertainment-Bandbreite der Jade präsentiert, die ein bisschen von Allem bat und der Entertainment Manger stellte die für unsere Kreuzfahrt maßgeblichen Schiffsakteure inklusive Kapitän vor. Auch schön ist, dass hier im Theater bis kurz vor Beginn der Vorstellung, Kellner herumlaufen, welche Getränke von der nächstgelegenen Bar holen. Und das genauso unproblematisch wie überall anders. Wir waren davon ganz angetan, da wir von der Mein Schiff 4 schon ein absolutes Getränkeverbot für das Theater kennen (Das gilt auf der Mein Schiff 1 übrigens nicht – wie wird es wohl auf der Neuen Mein Schiff 1 sein???)

Nach Ende der Show gings nach diesem ereignisreichen Einstieg erst einmal auf unsere schöne Kabine. Uns erwartete der erste Reisestopp mit Game of Thrones-Remniszenz: Dubrovnik aka King’s Landing.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s