FAQ: Kreuzfahrthafen Ocho Rios, Jamaika

Jamaika ist Teil der großen Antillen und damit eine Standarddestination auf Kreuzfahrtten in der westlichen Karibik. Ein typischer Anlaufhafen bei diesen Reisen ist Ocho Rios auf Jamaika und das obwohl das Städtchen verhältnismäßig überschaubar ist. Was den Ort dennoch attraktiv macht, sind eine Reihe schöner Karibikstrände und die Nähe zu touristischen Highlights wie etwa den Dunn’s River Falls.


FAQ:

  • Land: Jamaika
  • Sprache: Englisch
  • Währung: Jamaika Dollar (US Dollar werden genommen)
  • Einwohnerzahl: knapp 10.000
  • Klima:
    • Sommer: 24 bis 33 Grad
    • Winter: 21 bis 30 Grad
  • Kreuzfahrtreisezeit:
    • Winterreisen in der Karibik
    • ganzjährig mit amerikanischen Reedereien

Der Kreuzfahrthafen von Ocho Rios verfügt über einen großen Anleger (der Turtle Bay Cruise Terminal) in der Mitte der Bucht, sowie einen weiteren „Ausweich“-Anleger etwa 500m entfernt. Bei unserer Karibikkreuzfahrt mit der AIDAluna 2017 (Wie war’s in Ocho Rios, Jamaika?) lagen wir an diesem Ausweichanleger. Dieser versprüht zumindest insoweit Hollywood-Flair als das dieser Teil des Sets für „James Bond – 007 jagd Dr. No“ war. Dennoch hat die MSC Divina offensichtlich vorrangige Rechte und lag damit strategisch etwas besser als wir.

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Bucht von Ocho Rios

Der „Ausweichanleger“ liegt sichtlich etwas weniger idyllisch. Verlässt man das Schiff, findet man sich erst einmal auf einem kleinen Hafengelände, auf welchem bereits eine Vielzahl von Taxifahrern ihre Dienste anbieten. Wer aber nur in Richtung des Zentrums will, benötigt dafür kein Taxi. Vielmehr als 10 Minuten dauert der Fußmarsch entlang der Straße nicht, um diesen zu erreichen. Das Hafengelände verlässt man dazu durch den rückwärtigen Ausgang.


Vor Ort

Wer zu Fuß geht, muss ein dickes Fell mitbringen. Wir wurden tatsächlich von gleich mehreren Einheimischen begleitet, die einem auf recht eindringliche Art und Weise ihr Portfolio zeigen, zumeist bestehend aus laminierten Fotos von den umliegende Sehenswürdigkeiten verbunden mit dem Angebot einen mit dem eigenen Auto herumzufahren. Private Taxis also. Wir lehnten immer wieder sehr freundlich ab und wurden dann nicht weiter behelligt. Freundlich bleiben sollte man hier aber auf alle Fälle.

Nach den erwähnten 10 Minuten erreicht man linker Hand den Eingang zum „Island Village“, einer Art Shopping Mall mit Bars und Restaurants, die sich am Hauptanleger erstreckt. Richtiges Jamaika wird man hier nicht finden, aber durchaus ein paar (Massen-)Souveniers und einen oder mehrere schein-jamaikanische (eher amerikanische) Cocktails, etwa beim örtlichen Margeritaville.

Wer an der Mall vorbeigeht, findet sich auf der Hauptstraße des Ortes wieder. Diese ist sehr stark befahren und wird von weniger ansehnlichen Läden und Bars gesäumt. Wer hier etwas zum „Nett Sitzen“ sucht, wird enttäuscht werden. Nur eine Bar sah nett gestaltet aus, war aber menschenleer und die Karte enthielt keine Preise – ein Ausschlusskriterium für uns. Die Suche war daher vergeblich. Dennoch lohnt es sich hier ein bisschen zu schlendern, denn man sieht etwas mehr vom „tatsächlichen“ Jamaika. Die Hauptstraße zieht sich nach etwas 1,5 km nach rechts, weg von der Bucht. Hier wird es zunehmend lokaler, Touristen sieht man dann auch kaum noch. Wer sich hier bewegt, sollte zumindest die Augen offen halten und wissen wonach er sucht. Der hintere Teil des Ortes ist sehr eindeutig kein Ort für die Touristen mehr.

Bleibt man in der Bucht, kann man den sehr schönen Strand, den Turtle Bay Beach besuchen. Gegen einen geringen Eintritt (3 Dollar) findet man einen etwa 1 km langen Strandabschnitt mit türkisem Wasser vor. Für Familien mit Kindern dürfte interessant sein, dass ein Rettungsschwimmer vor Ort ist, der für einen besonders ausgewiesenen Bereich des Strandes zuständig ist. Ebenfalls für Familien könnte interessant sein, dass hier einige Einheimische unterwegs sind und zum Teil etwas fragwürdige Leistungen anbieten („Gras“). Auch hier reicht es aber aus, dankend abzulehnen. An einer Bar kann man selbst Getränke kaufen, allerdings nicht gerade allzu billig (Rumpunsch 6 Dollar, Bier 4 Dollar).

Fazit: Wer im Ort bleibt, wird nicht die große kulturelle Erfahrung machen, kann sich aber touristisch verköstigen und hat einen wirklich sehr schönen Strand direkt vor der Kabinentür.


Sehenswertes um Ocho Rios

Um Ocho Rios herum gibt es sehr nette Destinationen im Inland und zu Wasser. Eine der beliebtesten sind die Dunn’s River Falls, ein Wasserfall, der sich treppenartig nach unten schlängelt und daher sehr gut zu Fuß erklommen werden kann. Auch der nahe Magic Mountain Freizeitpark bietet eine Vielzahl an Aktivitäten, hauptsächlich aus dem Aktivbereich. Man kann mit der Seilbahn auf die Spitze des Magic Mountain fahren und dort einen hübschen Garten besichtigen, hat aber auch die Möglichkeit aktiv zur Sache zu gehen und sich beim Canopy, Tubing oder sogar Bobbahnfahren verausgaben. Wer es hingegen ruhiger angehen will, kann auch einen Ausflug zum Coyaba River Garden machen oder einen der Strände in der Umgebung besuchen.


Ausflüge der Reederei

Die AIDA bot auf unserer Reise verschiedene Aktivitäten an, wie verschiedene Fahrten zu den Dunn’s River Falls oder auch in Kombination mit einem Abstecher zur Seilbahn auf den Magic Mountain. Auch möglich sind Bootstouren, Schnorcheltouren oder auch Aktivausflüge. Wer etwas Kultur sehen will, kann auch lokal orientierte Angebote wahrnehmen und sich etwa auf den Spuren Bob Marley bewegen oder eine Rumverkostung machen. Diese Touren haben aber sehr leicht Kaffeefahrt-Charakter, da nicht selten Verkaufsstopps eingeplant werden. Die Angebote anderer Reedereien dürften sich kaum unterscheiden, da diese zumeist mit in Kooperation mit lokalen Anbietern ausgerichtet werden. Faustregel aber wie immer: die Deutschen Reedereien sind etwas preiswerter.


Ausflüge auf eigene Faust

Auch gibt es Anbieter, bei denen man bereits von Deutschland aus Ausflüge buchen kann. Dazu reicht es aus, einfach mal zu recherchieren. Vom Preis her sollten diese etwas billiger sein und die Gruppen sind natürlich kleiner. Aus den Bewertungen sollte man gut ableiten können, wie verlässlich der Anbieter ist – gerade was die Notwendigkeit anbetrifft wieder rechtzeitig am Schiff zu sein. Wir haben uns diese Variante für unseren nächsten Besuch vorgenommen. Wer schon jetzt einen Tipp hat, bitte gern!

Letztlich können ganz Mutige natürlich auch einen Fahrer vor Ort auswählen – da muss man sich dann wohl oder übel überraschen lassen, was die Qualität und die Verlässlichkeit angeht. Damit beim Preis keine Überraschungen geschehen, sollte man hier von vorneherein klare Absprachen treffen und sich idealerweise schon ein wenig auskennen.

Viel Spaß in Ocho Rios!

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