Familientreffen in weiter Ferne – Split, Kroatien

Unser letzter Stop war gleichzeitig ein besonderer. Wie der Zufall es so wollte, war mein Papa gerade im alljährlichen Kroatienurlaub auf einer Insel unweit von Split. Das passte sich natürlich gut, denn eine Führung von einem Lokalkundigen ist immer ein Highlight und wenn es der eigene Vater ist, dann macht das umso mehr Spaß! Hier ist also unser Familienvorschlag für einen abwechslungsreichen Tag im schönen Split! 🙂

Da wir heute nur bis zum frühen Nachmittag im Hafen liegen würden, gingen wir gleich nach dem Anlegen um kurz nach 8 von Bord. Unser Willkommenkomitee war bereits mit der Fähre angekommen und wartete am Hafenterminal auf uns. Vorn dort ging es erst einmal zum Stadtrundgang.

Zuerst ging es am Hafen entlang in Richtung der historischen Altstadt. Man geht im Prinzip frontal auf den lokalen Markt, den „Gradska tržnica Stari pazar“ zu und das war auch unser erste Stop. Hier gibt es eigentlich alles zu kaufen, aber vor allem viel frisches Obst und Gemüse. Wenn man länger hier bleibt, womöglich als Selbstversorger in einer Ferienwohnung, ist dieser Markt sicherlich ein guter Ort um einzukaufen. Für uns als Kreuzfahrttouristen galt aber eh eher nur gucken, nicht anfassen. Es ist aber auf alle Fälle ein hübsch anzusehender Markt.

Durch das „Srebrena vrata“, das silberne Tor gelangt man in die Altstadt, die ursprünglich im Wesentlichen aus dem Diokletianpalast bestand, welcher um das Jahr 300 n.Chr. erbaut wurde. Vorbei an der Kathedrale von Split mit dem prägnanten Glockenturm („Zvonik svetog Duje“) kann man die alten aber gepflegten Gassen erkunden. Wer mag kann die Kathedrale und Teile des Palastes wie etwa den Jupiter-Tempel auch von Innen besichtigen. Da wir aber nicht viel Zeit hatten, verzichteten wir auf intensivere Kulturexzesse.

Über den Platz am Rathaus („Stara gradska vijećnica“) hinweg, gelangt man in einen moderneren Teil der Stadt. Hier gibt es viele Cafés und schicke Geschäfte. Vorbei am Fischmarkt (aufgrund des typischen Geruchs nicht zu verfehlen) kamen wir zum zentralen Platz „Trg Republike“ und ließen wir uns erst einmal zu einem unerwartet preiswerten Kaffee nieder.

Frisch gestärkt machten wir uns auf, den anstrengenden Teil unseres Tages in Angriff zu nehmen: Wir wollten zur Aussichtsplattform auf der Spitze des Marjan, dem Hausberg von Split und das natürlich zu Fuß. Nach Santorini würde das aber auch kein Problem sein, wir waren ja geübt! 😉

Vom unserem Kaffeestop aus ging es in Richtung Berg, welcher sich zur linken der Bucht von Split erstreckt. Die Straße senjska ulica führt erst einmal hinauf bis zum Aussichtscafé „Vidilica“, welcher wir später noch besuchen sollten. Erst einmal wollten wir aber rauf auf den Hügel. Also weiter ging’s, den Füßweg entlang bis zu einer hübschen alten Kapelle, wo wir eine kleine Atempause einlegten und die Aussicht genossen.

Ein knapper Kilometer bergauf lag nun noch vor uns und endlich ganz oben angekommen, bot sich ein traumhafter Rundum-Blick über die Küste um Split.

Wie man sieht, entschädigt der Ausblick durchaus!

Der Rückweg war sodann um einiges entspannter und im Nu waren wieder zurück am Aussichtscafé und nahmen erst einmal ein verdientes Kaltgetränk, das uns bereits bekannte Karlovacko zu uns. Vom Ausblick konnte wir allerdings auch hier noch nicht genug kriegen, diese Wanderung gefiel uns sehr viel besser als die Holzhammerversion in Santorini!

Gegen Mittag traten wir den Rückweg an und schlenderten die beschaulichen Gassen wieder hinab gen Stadt, um dort noch etwas zu Essen suchen. Im Restaurant „Skalinada“ kann man ganz toll draußen sitzen auf einer überdachten Terasse. Auch das Essen schmeckte uns sehr gut – wir hatten uns beide für eine Art Reispfanne mit Meeresfrüchten entschieden, die in einer Art Pfännchen gereicht wurde. Eine definitive Empfehlung!

Nach dem Essen ging es dann leider schon zurück zum Schiff, da wir ja früh ablegen würden. Wir schlenderten noch die Promenade von Split entlang, welche zugleich die Südseite des Diokletianpalastes darstellt. Dann hieß es aber schon wieder Abschied nehmen. Von unserem Balkon konnten wir noch winken und letzte Fotos vom schönen Split machen.

Für den Nachmittag suchten wir uns dann ein lauschiges Plätzchen auf Deck zum Gammeln. Wir hatten uns immerhin genug bewegt. Endlich kam ich mal dazu in mein Buch zu schauen – bisher hatten wir uns immer gut anders beschäftigen können aber nun war ein Punkt der Erschöpfung erreicht, an dem es mir reichte auf einer Liege nichts als meine Augen von links nach rechts zu bewegen. Das war anstrengend genug! 😉

Der Nachmittag plätscherte dahin während sich unser Schiffchen wieder Richtung Venedig zurückbewegte. Der nächste Landgang würde das Ende unserer Kreuzfahrt bedeuten aber noch lag ja ein Seetag vor uns, den wir entspannt zu verbringen gedachten. Urlaub hat ja auch ein bisschen was mit Erholung zu tun und davon gab es bisher nicht allzu viel. Den heutigen Tag schlossen wir aber möglichst bewegungslos ab.

Wir schlappten irgendwann zu einem ausgedehnten Abendessen, dann in die Show, welche zum zweiten Mal von dem Comedy-Streichquartett bestritten wurde – nicht minder unterhaltsam – und schließlich in die Cocktailbar, wo wir zur Musik des Sologitaristen noch ein paar Karten schmissen. Voll entspannt versteht sich! 🙂

 

 

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