FAQ: Kreuzfahrthafen Porto

Streng genommen gibt es keinen Kreuzfahrthafen Porto – das muss man aber auch erst einmal wissen. Was man sehr viel eher in den Routenplänen der Schiffe lesen wird ist „Leixeos“, der Hafen der zweitgrößten portugiesischen Stadt, welcher etwa 1/2 Stunde außerhalb der Innenstadt gelegen ist. Dort legt man also an mit seinem Schiffchen und kann von dort aus die Umgebung oder die nahe Stadt Porto erkunden, wie wir es auf unserer Atlantikkreuzfahrt getan haben (Sightseeing und Portwein-tasting in Porto).


FAQ:

  • Land: Portugal
  • Sprache: Portugiesisch
  • Währung: EUR
  • Einwohnerzahl: knapp 240.000
  • Klima:
    • Sommer: 15 bis 25 Grad
    • Winter: 5 bis 13 Grad
  • Kreuzfahrtreisezeit:
    • Transreisen im Frühjahr und Herbst
    • Sommerreisen im Mittelmeer

Der Hafen ist am Stadtteil Matosinhos gelegen. Dieser ist in weiten Teilen Wohngebiet aber es finden sich auch einige Restaurants und auch ein schöner Strand. Wer also keine Lust auf einen großen Ausflug hat, kann auch das Schiff verlassen und zumindest ein bisschen spazieren gehen und einkehren. Ein Blick in den lokalen Mercado könnte sich auch lohnen, ansonsten geht es in Schiffsnähe ehern beschaulich zu.

Wem das nicht genug ist, der hat auch eine Reihe anderer Optionen:


Transfer nach Porto

Viele Reedereien bieten einen einfachen Transfer nach Porto an, damit man dort die Stadt auf eigene Faust erkunden kann. In unserem Fall sorgte die TUI für das Mein Schiff 1 für einen Shuttlebus-Service zum Preis von 9 EUR pP hin und zurück (Kinder 6 EUR). Das ist definitiv preiswerter als ein Taxi.

In Porto selbst gibt es dann so einige Sehenswürdigkeiten zu erkunden. Das geht problemlos zu Fuß und stellt tatsächlich den besten Weg dar, diese Stadt kennenzulernen. Grund dafür sind die vielen engen Gassen und die steilen Hänge, die man zu erklimmen hat. Es ist also ein recht bewegungsintensives Programm, dennoch aber in jedem Fall ein lohnenswertes.

Porto liegt direkt an der Mündung des Flusses Douro in den Atlantik. Die historische Altstadt „Ribeira“ ist Teil des UNESCO-Kulturerbes. Das Stadtbild wird geprägt von einer Vielzahl an bunten kleinen Häuschen in den schmalen steilen Gassen, die dem Örtchen einen urigen Anstrich geben. Vom Ufer des Douro schlängeln sich diese Gassen hinauf bis hin zur Kathedrale „Sé de Porto“ aus dem 12. Jahrhundert.

Bisweilen bekommt man in der Altstadt Portos den Eindruck, dass die Zeit stehengeblieben ist. Ein Großteil der Gebäude steht unter Denkmalschutz und das nicht ohne Grund. Portos Innenstadt ist gepflastert mit historischen Gebäuden, die sogar bis in die Zeit der Gotik zurückreichen, wie man anschaulich an der Kathedrale sieht. Ein Stadtrundgang fühlt sich daher ein wenig wie eine Reise in die Vergangenheit an, vor allem, da wenig in Portos Altstadt an die Neuzeit erinnert. Die Stadt bewahrt den Zeitgeist vergangener Jahrhunderte wie kaum eine andere. Die Mischung aus hübsch gepflegten Häuschen – darunter eine große Anzahl an Kirchen – und nahezu verfallenen Bauten trägt ohne Zweifel zu diesen Eindruck bei.

Den Douro kann man über die obere oder untere Ebene der Ponte Luís I überqueren. Auf diese Weise gelangt man in das Örtchen Vila Nova de Gaia, das eigentliche Zentrum des Portweins. An den Hängen haben sich zahlreiche Portweinhäuser mit ihren Lodges, ihren Lagerhallen, niedergelassen. Hierhin wird der im Douro-Tal hergestellte Portwein gebracht, um erst gelagert und dann in alle Welt verschifft zu werden.

Vila Nova de Gaia präsentiert sich etwas moderner als die Altstadt Portos. In den Läden entlang der neuen Promenade kann man sich gemütlich zu einem oder mehreren Gläsern des namensgebenden Getränks niederlassen. Alternativ kann man auch die Lodges besichtigen, wie wir es beim Portweinhaus Taylor’s getan haben. Ein Rundgang mit Portweinprobe kostet dort 12 EUR p.P. und lohnt sich aus geschichtlicher wie auch aus kulinarischer Sicht.


Sehenswertes um Porto

Auch um Porto herum gibt es einige Sehenswürdigkeiten, deren Besuch sich anbietet. So kann man seinen Bewegungsdrang im Peneda-Gerês-Nationalpark befriedigen oder im Geopark Arouca sportlichen Aktivitäten wie etwa Kanutouren nachgehen. Ebenfalls unter historischen Gesichtspunkten sehenswert sind die Städtchen Vila Real, Braga und Guimarães, die erste Hauptstadt Portugals und daher „Wiege der Nation“.


Ausflüge der Reedereien

Die meisten Ausflüge führen in diesem Hafen natürlich in die Innenstadt von Porto. Wer nicht gut zu Fuß ist, kann sich also auf eine solche Bus- oder Tuk Tuk-Tour verlegen. Leider bekommt man so die schmalen Gassen nicht optimal zu sehen und ist zeitlich etwas beschränkt. Auch Führungen zu Fuß werden angeboten, lohnen sich preislich aber nur für diejenigen, die die zusätzlichen Infos haben möchten. Für alle anderen dürfte der reine Transfer der bessere Deal sein. Wer Porto schon zur Genüge kennt, für den gibt es noch den ein oder anderen Ausflug aufs Land oder in die umliegenden Städte, je nach Reedereiangebot.

Es sollte in diesem Hafen für jeden etwas dabei sein. Wir wünschen viel Spaß und Saudé! (Prost) 🙂

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