The big finale auf der Norwegian Jade!

Letzter Tag und wir holten noch einmal alles raus! Also erholungstechnisch, denn das war ja bis jetzt ein klein wenig zu kurz gekommen. Aber wir ließen uns nicht lumpen und gaben uns größte Mühe das Defizit wieder aufzuholen. Am Ende des Tages waren wir dabei auch sehr erfolgreich, dank dem guten Angebot auf der Norwegian Jade! 😉

Los ging’s natürlich mit lange schlafen. Also so richtig lange, Frühstück-können-wir-knicken-lange. Punkt 1 der To-do-Liste: Check.

Trotz Magenknurren (geweitete Mägen wirken öfter leer, so unser Eindruck) machte ich dann einen kurzen Abstecher ins Gym (Betonung liegt auf ich). Essenstechnisch hatten wir ja einiges vor, also wollte ich mein Gewissen vorab noch etwas streicheln. Da dieser Punkt aber nicht auf der gemeinsamen To-do-Liste stand, war hier nichts abzuhaken.

Punkt 2 nahm dann aber mehr Raum in Anspruch: Das All-inclusive Angebot wollte in fester und flüssiger Form noch einmal abschließend genutzt werden. Dieser Punkt war daher natürlich auch nicht mal eben abgehakt, sondern vielmehr eine Tagesaufgabe, welche mehrfache Restaurant- und/oder Barbesuche erfordern und uns mental wie körperlich alles abverlangen würde. Aber auch da bissen wir uns natürlich durch – wortwörtlich. Ein letzter Tag der Völlerei würde nun auch nicht mehr großen Schaden auf der Waage anrichten…

Parallel zu Punkt 2 begannen wir dann auch bereits mit dem Punkt 3 der To-do-Liste, der nicht so völlig unserer Kontrolle unterlag: Sich gut unterhalten lassen. Mit der Entertainmentriege der Norwegian Jade hatten wir hier aber einen brauchbaren Sparingspartner, der sich alle Mühe gab. Und das nicht im Arbeitszeugnis-Sinne von „er bemühte sich“, sondern man war dabei durchaus erfolgreich. Aber man kriegt uns halt auch allzu leicht: Mit einer guten Liveband sind wir in der Regel schon befriedet und für die Zeit der Spieldauer auch gut beschäftigt und unterhalten. So traf es sich gut, dass das Tagesentertainment die vorhandene und auch durchaus hörbare Liveband mit einband – auf anderen Kreuzfahrten sieht man die Band erst nach Einbruch der Dunkelheit. Bei Sonnenschein auf einer Liege mit einem Kaltgetränk ließ es sich so aber echt aushalten – zeitweise ließ sich so auch der Punkt 1 der To-do-Liste noch einmal auffrischen.

Klar hätten wir das auch aktiver angehen können, es gibt auch allerlei sportliche Angebote wie Basketball oder Tischtennis oder etwas weniger körperliche Veranstaltungen wie Bingo oder Spielshow-Aktionen (bei dem Amis sehr beliebt). Wir wollten ja aber entspannen und dafür reichte uns schon eine akzeptable akkustische Untermalung aus.

Am Abend arbeiteten wir weiter an unserer To-Do-Liste, für Punkt 2 ein letztes Mal im Alizar, für Punkt 3 zunächst im Stardust Theater. Hier war heute die Signature-Show von NCL zu sehen, die „Elements“-Show. Diese verbindet Akkrobatik und Tanz in Cirque du Soleil-Mannier und arbeitet sich thematisch – wer hätte es erwartet – an den 4 Elementen ab. Ebenso wenig überaschend war, dass die Aushängeschild-Aufführung tatsächlich sehenswert war. Das wunderte uns am letzten Tag nun wirklich nicht mehr. Die Norwegian Jade hatte schließlich bewiesen, dass eine ihrer wesentlichen Stärken im Entertainment lag. Diese Show stellte damit einen würdigen Abschluss dar für eine Reise, die alles andere als langweilig war.

Nach der Show verabschiedete sich dann die Crew in bekannter Manier. Ein Highlight und ein großer Lacher war dabei das washy-washy girl, das zu allerletzt noch mit der Sprühflasche auf die Bühne kam und tanzte. Das sollte ich wohl erläutern oder? Eine bereits erwähnte Schwachstelle der Norwegian Jade war die stellenweise etwas wilde Hygienesituation, die unserem Eindruck nach maßgeblich von dem ein oder anderen Gast verursacht wurde. Will heißen, es benahmen sich auf diesem Schiff exponentiell mehr Leute wie die Wildsau als es auf einem deutschen Schiff nach unserer bisherigen Erfahrung der Fall ist. Vielleicht ist es auch diesem Umstand geschuldet, dass an den Eingängen zu den Restaurants auf der Norwegian Jade neben den Handdesinfektionsgeräten meist weibliche Angestellte mit Sprühflaschen positioniert werden, die einem mit einem freundlichen „washy, washy!“ auf den Lippen die Hände mehr oder weniger zwangsdesinfizieren. So soll die Verbreitung von Infektionskrankheiten wie etwa des Norovirus vermieden werden. Offensichtlich hat man hier etwas weniger Vertrauen in die Eigeninitiative der Gäste als anderswo!

Unseren Abend beendeten wir mit einem Abschlusscocktail in der Mixers Martini & Cocktail Bar bevor wir wie allgemein üblich die Koffer vor die Kabine stellten und schlafen gingen.

Eben diesen nahmen wir am folgenden Morgen nach dem letzten Frühstück im Terminal wieder in Empfang. Unser zugebuchter Flughafentransfer lief problemlos, ebenso wie der Rückflug und unser Zug-vom-Flug nach Hause. VIelen Dank dafür an e-hoi! Und dort angekommen setzte wieder einmal fast umgehend das Kreuzfahrtfernweg ein! 😉

Das war sie also, unsere Reise mit der Norwegian Jade. Für uns nahezu eine Traumreise, da einige der Punkte, die uns an AIDA und Mein Schiff zuweilen etwas aufstoßen hier zu unserer Zufriedenheit gelöst werden. Dazu gehört die Möglichkeit des Service am Tisch – an einem Tisch, den wir nicht mit anderen teilen müssen, wenn uns nicht danach ist, das breite Unterhaltungsprogramm, das auch und gerade auf ein jüngeres Klientel zugeschnitten ist, der Luxus, nicht ständig alles gesondert bezahlen zu müssen. Weniger gut hat uns bisweilen die Ordnung an Bord gefallen und auch die Tatsache, dass sehr viel Plastikgeschirr und Kunststoffbecher verwendet werden und auch recht viel Verpackungskram über die Theke geht – seien es Getränkedosen oder Chipstüten. Hier ist die Norwegian Jade noch sehr nahe an der Erwartungshaltung ihrer meist amerikanischen Gäste und sollte erwägen, sich davon zu emanzipieren.

Unsere nächste Reise mit einem Schiff der Norwegian-Flotte steht für den Winter an. Wir werden dann mal schauen, wie die Norwegian Spirit sich schlägt. Ansonsten gilt für uns weiterhin, eine Festlegung auf eine Reederei haben wir nicht. Dafür gibt es noch zu viel, das wir nicht gesehen haben.

Wie sieht das bei euch aus? Hat euch unsere Kreuzfahrt mit der Norwegian Jade Lust auf mehr gemacht oder seid ihr schon festgelegt?

Schreibt uns gern, was ihr von unserem Bericht haltet und folgt uns hier oder auf Facebook, wenn ihr mehr erfahren wollt! Und bleibt dran, bevor wir zu unserer Spirit-Reise antreten folgt noch der nächste Altbericht zu unserer Kanarenkreuzfahrt mit der Mein Schiff 4 im letzten Jahr!

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