Alles auf Anfang auf Gran Canaria

Am Valetinstag ging es früh morgens mit dem Flieger auf nach Gran Canaria. Wir hatten pauschal über die Mein Schiff Homepage gebucht, ein wirklich gutes Last Minute Angebot mit Balkonkabine und Flug. Wir hatten uns also in Sachen Anreise um nichts zu kümmern. Am Flughafen im Las Palmas angekommen, mussten wir nur schön brav den Mädels und Jungs in hellblauen Shirts folgen und schon saßen wir im Bus Richtung Hafen. Auf ging’s als zur Kreuzfahrt No. 2 für uns!

Dort angekommen, trafen wir auf unser temporäres Zuhause, die Mein Schiff 4 und auf eine alte Bekannte, die AIDAsol, welche uns bereits durch Südostasien geschippert hatte. Die Mein Schiff 4 sah allerdings wortwörtlich auf das AIDA-Flottenmitglied herab, die merklich etwas kleiner ist als das TUI-Produkt.

Wir bestiegen also unsere Mein Schiff und erfuhren, dass wir hier für die nächsten Stunden noch nicht auf unsere Kabine würden gehen können. In vielen Hotels wie auch bei anderen Reedereien ist das anders: Sobald das Zimmer fertig ist, kann man rein. Die Kabinen auf den TUI-Schiffen werden hingegen geschlossen erst um 15 Uhr zur Verfügung gestellt. Das heißt also, mit dem Handgepäck die Zeit bis dahin überbrücken. Da dies aber sowohl die Gäste, die noch auf dem Schiff sind, wie auch diejenigen, die schon da sind tun, kann es an Wechseltagen etwas eng werden.

Da wir schon früh auf dem Schiff waren, suchten wir uns erst einmal einen Platz für das Frühstück im Buffetrestaurant „Ankelmannsplatz“. Mit Überraschung stellten wir fest, dass wir um diese Zeit hier bereits einen Sekt zum Frühstück unter die Nase gehalten bekamen. Als Einstand in den Urlaub nahmen wir diesen aber gern entgegen und machten uns über das Buffet her. Das Frühstücksbuffet im Ankelmannsplatz ist riesig. Es gibt Aufschnitt, Eier, Speck, Würstchen, Fischplatte, Käseauswahl, Pancakes, Waffeln, French Toast, Cerealien, Obst und und und. Es werden im Prinzip keine Wünsche offen gelassen. Für uns war dieses erste Frühstück jedenfalls mehr als genügend und ein guter Einstand.

So richtig viele Außensitzplätze hat die Mein Schiff 4 nicht. Da es auch gegen Mittag noch etwas schwierig war, einen Platz auf dem Deck zu finden, entschieden wir uns dazu, das Schiff erst einmal wieder zu verlassen. Da Sonntag war, beschränkte sich unser Trip in die fußläufig zu erreichende Stadt von Las Palmas aber auf einen Schaufensterbummel, die meisten Läden waren hier geschlossen. Was allerdings zumindest teilweise geöffnet war, war die Shopping-Mall am Kreuzfahrtanleger. Auch diese ist zwar überschaubar, in der „Fundgrube“ kriegt man aber Parfüms, Markenhandtaschen und Schmuck zu Budgetpreisen, was daran liegt, dass die Kanaren Duty-Free Gebiet sind.

Zurück auf dem Schiff war es immer noch nicht Kabinenzeit, wir fanden aber nun einen Platz in der Außenalster, der Bar oben am Heck des Schiffs und probierten zum ersten Mal aus, wie das hier mit dem „Premium Alles Inklusive“ läuft. Und das geht so: Man bestellt, man kriegt sein Getränk, wer nett ist, sagt noch Danke und das war’s. So einfach und kein einziger Zettel, keine einzige Unterschrift. Im Alles Inklusive inbegriffen ist dabei recht viel, lediglich besondere Markenspirituosen, spezielle Softdrinks und Champagner sind extra zu bezahlen. Ansonsten hat man eine großen Auswahl an alkoholfreien Getränken, Cocktails, Weinen, Bieren und sonstige harten Sachen. Auch Tee und Kaffeespezialitäten sind enthalten, man muss dabei aber aufpassen, da dies nicht für die Café Lounge gilt.

Um Punkt 15 Uhr informierte uns der Kapitän, dass wir nun auf die Kabine konnten. Er nutzte die Gelegenheit allerdings, um uns noch was anderes mitzuteilen: Wir würden auf dieser Reise Marokko nicht anlaufen, die See war zu unruhig. Stattdessen würde das Schiff zu allererst Richtigung Madeira fahren. Oh, dachten wir, wie nett! Agadir wäre sicherlich auch interessant gewesen, unsere Routenwahl war aber vom Preis beeinflusst gewesen. Madeira für weniger Geld? Na sicher! 😉

Am Abend, frisch geduscht und umgezogen, machten wir uns zeitig zum Essen auf, da wir das Mittagessen ausgelassen hatten. Am Atlantik-Klassik herrschte bereits recht großer Andrang. Nicht nur wir waren gespannt auf die à la carte-Restaurants des Schiffs – von der AIDA kannten wir bisher nur Buffetrestaurants und die waren uns nach zwei Wochen recht monoton aufgestoßen. So überpünktlich, wie wir heute hier waren, bekamen wir sogar noch einen 2er-Tisch – echte Mangelware, wie wir noch feststellen sollten und eine Art Tischnachbar-Roulette. Das war aber heute kein Problem und wir konnten den Valentinstag bei einem romantischen 5-Gänge Menü gebührend feiern. Die Essensauswahl zwischen den 2 Menüs (Schlemmer und Ganz-schön-gesund) mit flexiblen Kombinationsmöglichkeiten war für uns auch ausreichend, vor allem da man ja schon zuvor schauen kann, in welchem der drei Atlantik-Restaurants die Menüs am meisten zusagt. Zudem gab es auch einige Gerichte, die immer verfügbar sind wie etwas Pasta im Atlantik-Mediterran. Auch hier muss man sich um Getränkepreise nicht kümmern.

Nach dem ausgedehnten Abendessen wollten wir die Begrüßungsshow anschauen. Auf der Mein Schiff 4 findet die Show – es gibt nur eine pro Abend – um 21:30 Uhr statt und auch hier war schon richtig was los, wer hätte es gedacht. Fehlanzeige herrschte allerdings in Sachen Flüssigkeitsversorgung. Es war nicht gestattet, Getränke mit in das Theater zu nehmen. Die Show war tja, so lala um ehrlich zu sein. Unser erster Eindruck war, dass man hier qualitativ an die Shows der AIDA, die wir bisher kannten, nicht heranreichen konnte. Insbesondere der Gesang war leider kein Vergleich. Interessant war aber die Vorstellung der Crew und des Kapitäns und so blieben wir trotz leichter Ernüchterung bis zum Ende.

Als wir uns dann nach der Show mit der Masse der Showbesucher auf die Suche nach einem Platz in einer Bar begaben, waren wir erneut ernüchtert. Im Wesentlich befinden sich auf den Decks 4 und 5 die TUI Bar, die Schaubar und die Waterkant Bar&Lounge. Auf den oberen Decks sind weitere Bars aber wegen des mäßigen Wetter befanden sich die meisten Gäste unten im Schiff und dort ist schlicht nicht genug Platz. Nach erfolgloser Suche entschieden wir uns schließlich für die Koje, da wir ohnehin früh aufgestanden waren. Morgen war ja auch noch ein Tag…

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