Check-up der Mein Schiff 4 bei stürmische Überfahrt nach Madeira

Die Nacht war etwas unruhig gewesen – nicht weil der Seegang uns etwa auf den Magen geschlagen wäre, nein. Irgendwas hat geklappert und das die ganze Nacht. Unsere Jagd nach der Ursache war aber erfolglos verlaufen. Es waren nicht die Kleiderbügel und auch nicht die Lampenschirme, die üblicherweise unter Generalverdacht stehen. Nun ja, zumindest nicht unsere. Wir fanden die Ursache jedenfalls nicht und holten stattdessen die Ohrstöpsel raus. Kein so richtig optimaler Start in diesen Seetag…

Statt Frühstück ging ich erst einmal zum Sport. Das Fitnessstudio ist von angemessener Größe, wenngleich im Gegensatz zu den AIDA-Tempeln etwas steril gestaltet. Die Geräte erfüllen aber ihren Sinn. Etwas irritiert war ich, dass man an den Kursen nicht einfach spontan teilnehmen konnte, sondern das einen Tag vorher per Anmeldung im Fitnessbereich entscheiden musste. Bei unserer gestrigen Express-Schiffserkundung hatte ich das für heute aber bereits erledigt und mich für den Schnupperkurs angemeldet, welcher letztendlich aus 3 verschiedenen Kurseinheiten bestand, u.a. Zumba (nichts für mich als Bewegungslegastheniker) und Kräftigungsübungen mit einem Band. Das war so schon ganz nett, sollte aber dennoch mein einziger Kurs bleiben. Die beschränkte Dauer von gerade einmal 30 Minuten pro Kurs sowie die für mich unpassenden Zeiten, idR morgens bis 9 oder allenfalls 10 Uhr und wieder ab dem späten Nachmittag hielten mich davon ab. Leider wurden auch an einem Seetag nur wenige Kurse über den Tag verteilt angeboten, welche entweder Zusatzkosten beinhalteten oder schlicht nichts für mich waren (siehe Bewegungslegastheniker).

Das Mittagessen fand für uns heute im Ankelmannsplatz statt. Der ist, wie gesagt, sehr groß und umfasst auch eine Backstube mit umfangreichem Sortiment an Backwaren und eine Theke von GOSCH. Auffällig war, dass auch sehr viele gesunde Sachen angeboten waren, insbesondere eine wirklich vielfältige Salattheke. Dieser Umfang ist dem Ganz-schön-gesund-Programm der Mein Schiff geschuldet. Eine gute Idee! Bei GOSCH kann man sich an der Theke zudem Garnelen, gebratenen Fisch, Kartoffelsalat, usw. nehmen. Alternativ kann man dort aber auch à-la-carte Essen und sich bedienen lassen. Zum Nachtisch gibt es dann neben den üblichen Kleinigkeiten auch die große Eisbar. Wer dann noch immer Hunger hat, kann an der Backstube auch außerhalb der Essenszeiten Paninis und zur Kaffeezeit leckeren Kuchen kriegen. Bedient wird im Ankelmannsplatz nicht, die Getränke holt man sich von den Zapftstationen. Diese gibt es hier auch für Weißwein und Rotwein, letzterer kommt dadurch etwas kühl daher.

Nach einem ausgedehnten Essen machten wir einen Spaziergang über das Deck. Das war aber wortwörtlich leergefegt. Immer wieder regnete es und es war ausgesprochen windig. Im Schiffsinneren sahen wir uns daher wieder mit der gestrigen Problematik konfrontiert: Es war überall total voll. Da niemand so recht was mit sich anzufangen wusste und die Planung der meisten Gäste wahrscheinlich etwas sonnenlastiger gewesen war, wurde das Alles Inklusive-Angebot heute recht gut umgesetzt. Wir mussten etwas suchen, fanden aber schließlich einen Kartenspiel-geeigneten Tisch, den wir erst einmal in Beschlag nahmen und so schnell nicht wieder freigaben.

Gegen Nachmittag entschlossen wir uns dazu, uns wieder ein wenig die Beine zu vertreten und die Höhen und Tiefen des Schiffs noch einmal näher zu erkunden. Was die Aufteilung des Schiffs anbetrifft, ergibt sich das folgende Bild: Auf den Decks 3 bis 5 findet man das Abendentertainment vor, wie das Theater, die drei Atlantik-Inklusivrestaurants, die drei Bezahlrestaurants, sowie das Casino, diverse Bars, die Disco und die Shops, genannt Neuer Wall. Auch kann man hier seine Ausflüge buchen, Fotos abholen oder sich aktiv oder passiv kreativ im Atelier oder Klanghaus unterhalten lassen. Die Decks 6 bis 10 beherbergen dann die Kabinen, während man sich auf den Decks 11 bis 15 tendentiell eher tagsüber aufhält. Hier sind der Außenpool, der Innenpool, einige Bars, die Sport- und Wellnessbereiche sowie das Buffetrestaurant mitsamt GOSCH-Theke.

Nach eingehender Durchsicht des etwas übersichtlichen Sortiments im Neuen Wall, zogen wir uns auf unsere Kabine zurück, auf deren Balkon man geschützt und eingemummelt recht gut sitzen konnte. Dort hatten wir kein Problem, einen Platz zu finden und wir konnten auch die Nespresso-Maschine auf der Kabine etwas ausgiebiger ausprobieren! 😉

Zum Abendessen gingen wir heute in das Atlantik-Mediterran. Auf die Show im Anschluss verzichteten wir, da wir recht schnell mit dem Essen durch waren und Glück hatten, einen Platz in der TUI Bar zu ergattern. Hier konnten wir etwas Karten spielen und der digitalen Band, einer modernen Version von Video Music Clips auf 4 Flatcreens, zusehen und zuhören. Zu einer echten Band reichte es auf unserer Reise nur in der Schaubar auf Deck 5. Hier bekamen wir aber nicht ein einziges Mal einen Platz. Die digitale Version war aber zumindest ein recht netter Ersatz und wir freuten uns nun auch erst einmal auf unseren ersten Landgang am morgigen Tage. 🙂

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