Das hat die Blumeninsel Madeira, Portugal zu bieten!

Der dritte Tag unserer Kreuzfahrt führte uns auf die portugiesische Insel Madeira. Hier locken ganzjährig recht konstante Temperaturen und damit eine bunte Vielfalt an Vegetation, weshalb Madeira auch als Blumeninsel – eine der vielen – bezeichnet wird. Das ganze Jahr über ist die Insel gut für einen Urlaub geeignet, auch im Winter, wo die Temperaturen nur selten unter 15 Grad fallen. Es ist in der Winterzeit allerdings etwas feuchter, was uns an diesem Tag aber nur am frühen Morgen treffen sollte.

Wir hatten hier einen Ausflug gebucht, obwohl das reflektierend wahrscheinlich nicht nötig gewesen wäre, für das was uns gezeigt wurde. Enthalten sein sollte, eine Busrundfahrt in Funchal und Umgebung, eine Besichtung eines Gartens, ein Spaziergang durch die Altstadt und letztlich die Seilbahnfahrt hoch zum Monte.

Es ging direkt nach dem Frühstück mit der Busrundfahrt los, die sich allerdings nur auf die Hotelkomplexe Funchals beschränkte. Für einen kommenden Urlaub war dies ganz nett aber nicht unbedingt von großem Interesse. Der Bus hielt dann am Santa Catarina Park, einer schönen Parkanlage, die allerdings gerade einmal 300m weit vom Anleger weg liegt. Das hätte man daher wohl auch allein gefunden. Nett war natürlich, dass uns unsere lokale Führerin etwas mehr über die Flora der Insel zu berichten wusste.

Weiter ging es mit dem Bus und zwar sagenhafte 1,5 km bis in die Nähe der Markthalle. Von dort aus gingen wir die Rua de Santa Maria entlang, eine Straßen in der die Türen der Häuser sehr außergewöhnlich gestaltet sind.

Dieser Teil der Stadt mit seinen kleinen Gassen ist zudem Heimat zahlreicher Bars und Restaurants, welche aber erst am Abend so richtig belebt werden. Die Einheimischen essen standardmäßig zudem recht spät, so etwa ab 21 Uhr. Man sollte sich daher nicht wundern, wenn so manches Restaurant erst zu fortgeschrittener Stunde die Tore öffnet.

Vorbei an einer weiteren Kapelle, der „Capelo de Corpo Santo“, erreichten wir die Seilbahn, welche uns auf 700m hinaufbeförderte. Da es etwas windig war, eine etwas wackelige Angelegenheit, der Ausblick war aber schier der Hammer.

Oben angekommen merkten wir zunächst, dass es einige Grad kühler war als im Tal. Zum Glück hatten wir Bekleidungstechnisch vorgesorgt. Wir gingen in Richtung der Kirche „Nossa Senhora de Monte“, von welcher man eine umwerfende Sicht in das Tal hat. Alternativ kann man hier oben auch den Botanischen Garten von Monte besichtigen oder die andere Seilbahn in Richtung des großen Botanischen Gartens von Madeira nehmen.

Vor der Kirche ist dann auch der Startpunkt für die typischen Korbschlittenfahrten. Unsere Führerin stellte uns anheim, dass wir entweder den Korbschlitten bis zur Endstation nehmen oder mit dem Bus dorthin fahren. Der Preis war jedenfalls nicht in unseren Ausflug inkludiert und schlug damals mit 25 EUR für 2 Personen zu Buche (heute 30 EUR). Wir nahmen den Korbschlitten aber trotzdem und hatten eine wirklich richtig lustige Fahrt. Gut, dass die netten Herren sehr genau wissen wie man lenkt und bremst, auch wenn mal unverhofft ein Auto in die Straße biegt. Uns gefiel es sogar so gut, dass wir das von uns geschossene Foto für 10 EUR noch extra kauften – etwas, das für uns total ungewöhnlich ist.

An der Endstation angekommen, mussten wir natürlich auf den Rest der Ausflugsgruppe warten. Das gab uns aber die Gelegenheit an der kleine Bar den Hausschnaps Madeiras zu probieren: Poncho, ein Zuckerrohrschnaps mit Honig und Zitrone. Dazu noch einen Cappuccino und unser Trip nach Monte hatte uns 50 EUR gekostet – neben den Kosten für den Ausflug an sich. Kein Schnapper aber man hat es nun halt mal gemacht. Übrigens, reist man ohne Ausflugsgruppe nach Monte und macht die Korbschlittenfahrt, muss man zusehen, wie man von dort wieder ins Tal kommt. Das sind etwa 3 km steil bergab, die man zu Fuß gehen kann oder sich ein Taxi nimmt. Nicht die Welt aber zu bedenken.

Zurück per Bus im Ort, war unser Halbtagsausflug beendet und wir erkundeten die Innenstadt Funchals auf eigene Faust. Das Schiff ist immer in Sichtweite und zu Fuß in guten 20 Minuten problemlos erreichbar. Man kann sich also nicht verlaufen.

Shoppen kann man zum einen im Einkaufszentrum La Vie Funchal sowie im Umfeld der Av. Arriaga. Das große Shoppingerlebnis ist es nicht, gucken kostet ja aber nichts. Die Av. Arriaga gingen wir dann auch hinunter in Richtung der Kathedrale, der „Episcopal Sé Cethedral“ und überquerten ein Stück weiter den Bachlauf des „ribeira de Santa Luzia“, der hübsch mit bunten Blumen überwuchert ist.

Was wir leider idiotischerweise vergeblich suchten, war die Markthalle von Funchal, angeblich ein echtes Highlight. Wir standen sogar davon, hielten den eher unscheinbaren Eingang aber für den Zugang zu einem Supermarkt. Weit gefehlt und so verpassten wir diese Sehenswürdigkeit. Damit es euch nicht so geht: Die Markthalle liegt an der Rua Brigadeiro Oudinot, unweit der kleinen Straße mit den bunten Türen. Wir wissen auf jeden Fall, was wir demnächst anschauen, wenn wir mit der Norwegian Spirit erneut auf Madeira festmachen! 😉

Den Nachmittag brachten wir aber auch so herum. Am Abend ging es dann den Tag bei einem ausgedehnten Abendessen im Atlantik-Klassik rekapitulieren. An diesen Tag hatten wir einen zweier Tisch ergattert und unterhielten uns nett mit dem Ehepaar neben uns. Diese zeigten sich allerdings sehr verwundert, was wir mit unseren gerade einmal 30 Jahren auf dem Schiff zu suchen hatten. Das war nicht etwa unfreundlich gemeint, mehr eine Art Erstaunen, das uns hier auf der Mein Schiff öfter entgegenschlug. Tatsächlich war das Publikum im Schnitt eine Ecke älter – ob dies dem Schiff oder der Route geschuldet war, das wussten wir nun nicht. Die Mein Schiff scheint mit ihrem Konzept aber recht offensichtlich eher Gäste anzuziehen, die die wohlfühlmäßige Ruhe schätzen, was sich auch im Durchschnittsalter der Gäste niederzuschlagen scheint.

Ruhig und entspannt beendeten aber auch wir später den Abend in der Waterkant Lounge, da weder die Show noch das Angebot im Klanghaus unseren Geschmack trafen.

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