Wellenreiten und britischer Abend auf Lanzarote

Der 4. Tag startete wieder recht seicht – wir waren am Morgen auf See und glitten eher langsam vom Schlaf in den Wachzustand hinüber. Alles andere als seicht war allerdings die See und unser Kahn war auch weit entfernt davon, sanft auf den Wogen zu gleiten. Zu dem Wind gesellte sich am Vormittag stellenweise noch sanfter Sprühregen – Urlaubsfeeling pur. Wenigstens der Nachmittag und Abend auf Lanzerote waren dann aber trocken…

Am Morgen kam erstmal wieder das Fitnessstudio, dann ein Vortrag im Theater zu möglichen Ausflügen bei den kommenden Stops. Wir hatten das alles bereits gebucht, es war aber interessant zu sehen, was es noch so gegeben hätte. Auf dieser Kreuzfahrt hatten wir uns flächendeckend für Halbtagsausflüge entschieden, da es auf den Inseln mitunter etwas schwierig ist, diese auf eigene Faust zu erkunden. Wir kannten die Kanaren bisher noch gar nicht und wollten uns über die einzelnen Inseln einen möglichst umfangreichen Überblick verschaffen, der sich nach Möglichkeit nicht auf das Hafengebiet beschränken sollte.

Wir gönnten uns zum Mittagessen heute ein 3-Gänge Menü in Atlantik-Klassik, da wir für den Abend Pläne an Land hatten. Das war lecker und entspannt und wir bekamen auch die Mittagszeit ohne Langeweile rum. Danach suchten wir uns einen Platz zum Gammeln und fanden die Himmel&Meer Lounge vorn auf Deck 12. Man muss das Fitnessstudio und das Spa passieren, weshalb das Örtchen etwas versteckt gelegen ist. Dafür ist die Lounge aber auch nicht so überlaufen und wir bekamen eine der begehrten Liegen mit Blick auf den Horizont. Dazu gibt es ein paar besondere Getränke – wegen des nahen Sport und Spa-Bereichs stehen hier gesunde Smoothies und Lassis auf der Karte. Mit unschlagbarem Ausblick taten wir unserem Körper also was Gutes und verbrachten einen entspannten Nachmittag.

Um 19 Uhr legten wir auf Lanzarote an. Man liegt hier in der Hauptstadt Arrecife, allerdings etwa 5 km vom Zentrum entfernt. Arrecife ist touristisch allerdings eher uninteressant. Ausflüge werden i.d.R. in andere Teile der Insel angeboten. Wir hatten für den Abend jedenfalls einen Ausflug nach Puerto del Carmen, die Touristenhochburg der Insel, gebucht. Wir wollten uns einmal anschauen, wie Urlaub hier aussehen könnte und kamen dort angekommen sehr schnell zu einem Fazit: very british. Das äußerte sich durch zahlreiche Pubs und insgesamt viele Engländer. Außerdem gab es zahlreiche asiatische All-you-can-eat Buffets – wir vermuteten, beliebt bei den britischen Touristen. Es war auf alle Fälle einiges los. Wer so etwas sucht, ist hier richtig. Wer was typisch Spanisches sucht, wird enttäuscht werden. Der Strand war aber auch im Dunkeln sehr schön und wir machten einen ausgedehnten Spaziergang bei dem uns außerordentlich viele Katzen über den Weg liefen.

Die Läden waren noch bis 20 Uhr geöffnet und wir stöberten ein wenig, u.a. auch hier in der örtlichen Fundgrube. Weiter hinten im Ort findet man das Shoppingcenter „Biosfera Plaza“, mit zahlreichen Shop. Nach Ladenschluss suchten wir uns eine Bar an der Promenade – vorzugsweise ohne Karaoke – bevor wir gegen 22 Uhr wieder abgeholt wurde. Ein netter Abend aber sicherlich keine urlaubsparadiesische Offenbarung.

Da das Abendessen ausgefallen war und wir in Puerto del Carmen leider keine lauschige spanische Tapasbar gefunden hatten, führte uns unser Weg am späteren Abend noch ins Tag & Nacht – Bistro auf Deck 5. Hier gibt’s fast food und das 24/7. An der Theke kann man sich mit Pommes, Currywurst, Schnitzel, Pizza, Pasta und Kartoffelgratin eindecken oder man bestellt sich einen der ausgefallenen Burger, etwa mit Garnelen oder mit Blauschimmelkäse, die frisch gemacht werden. Dazu erhält man ein Pieps-Vibrierding zum Abholen. Alkoholfreie Getränke kann man hier selbst zapfen, Alkoholisches kann man sich von der nahen Schaubar holen.

Schön war, dass wir um diese Zeit keine Probleme hatten, hier einen Platz zu finden! 🙂 Da es morgen früh aber wieder zeitig los zu einem Ausflug gehen sollte, machten wir uns im Anschluss nicht die Mühe noch einen Sitzplatz in einer Bar zu suchen, sondern steuerten die Kabine an.

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