Zum Abschluss beeindruckende Natur auf La Gomera

Letzter Stop auf unserer verregneten Kanarenkreuzfahrt. Nach Teneriffa gestern, der größten Insel, folgt heute La Gomera, das zweitkleinste Einland der Inselgruppe. Die Insel ist vom Tourismus weit weniger berührt als die größeren Inseln es sind. Das liegt von allem daran, dass La Gomera keinen Flughafen besitzt. Wer hier hin möchte, muss den Seeweg per Fähre nehmen. An der Schönheit der Insel liegt es jedenfalls nicht – faszinierende Felsfomationen und steile Schluchten sowie eine außergewöhnliche Vegetation machten diesen Stop zu einem echten Highlight für uns.

Sehr früh ging es heute los, denn wir würden eine komplette Inselrundfahrt mit mehreren Stops machen. Ursprünglich hatten wir eigentlich eine Fahrradtour geplant, mussten diese aber absagen, da Bastis aus der Heimat mitgebrachte Bronchitis bei dem kühlen Wetter nicht besser geworden war. Reflektierend war das sicher besser so – die zahlreichen Hügel wäre ich sicher nicht raufgekommen…

Vom kleine Hafen in San Sebastián, dem Hauptort der Insel, startete unsere Tour. Der Hafen liegt gleich am Ort, wer also nur eine Spaziergang machen möchte, hat es nicht weit. Es gibt jedoch nicht allzu viel zu sehen. Wir waren daher ganz froh, dass wir uns für die Inseltour entschieden hatten. Auf eigene Faust loszuziehen, dürfte hier etwas schwierig sein.

Von San Sebastián ging es erst einmal gut bergauf. Nach recht kurzer Zeit lohnte es sich bereits einen Stop zu machen, um die Höhenlage in Augenschein zu nehmen. Die war schon jetzt beachtlich.

Unsere Tour führte uns weiter durch das Tal bei Hermigua, das als der grünste Teil der Insel gilt und das größte Bananenanbaugebiet darstellt. Nachdem wir über die Anhöhe kamen und in das Tal hinabfuhren wurde es sichtlich etwas diesiger.

An der Küsten machten wir unseren nächsten Stop mit Blick auf das kleine Örtchen Agulo.

Von Agulo ging es wieder steil die engen Straßen hinauf. Die unberührte Natur hat hier eine Art Jurassic Park-Flair und man betet, dass zumindest der Busfahrer es schafft, die Augen auf der Straße zu behalten. Hier will man nicht vom rechten Weg abkommen.

Wir erreichten schließlich das Besucherzentrum des Nationalparks Garajonay, welcher 10 % der Insel umfasst und Teil des Weltnaturerbes der UNESCO ist. Der Nationalpark besteht weitgehend aus kanarischem Urwald. Bis auf 1500 m geht es hier rauf und der Legende nach nahm sich hier oben das Liebespaar bestehend aus Gara, einer Prinzessin der Insel und Jonay, einem Bauernsohn von der nahen Insel Teneriffa, als star crossed lovers das Leben, da ihre Liebe einer Prophezeiung zufolge großes Unheil bringen sollte. Der Berg und auch der Park sind nach ihnen benannt.

Im Besucherzentrum kann man sich ein paar interessante Ausstellungen ansehen und auch die Umgebung erkunden. Wir schlenderten erst durch den Garten und erklommen dann die nahe Anhöhe und genossen den Ausblick.

Als nächster Stop stand dann der Nebenwald „El Cedro“ auf dem Plan. Hierfür ging es noch etwas höher in die Berge und es wurde in der Tat recht neblig. Der Nebenwald besteht vornehmlich aus bemosten Lorbeerbäumen und wirkt in der Tat ein wenig beklemmend.

Hier gab es ein kleines Café und wir konnten uns etwas aufwärmen. Im Ausflug inkludiert war ein kanarischer Kaffee, ein Barraquito. Das ist ein starker Kaffee, der mit viel Milch in einem kleinen Glas serviert wird. Der Wirt empfahl zudem den lokalen Orangenschnaps „Mistela“, den wir auch probierten.

Über Umwege sollte es nun langsam zum Schiff zurückgehen. Dabei kamen wir jedoch noch an allerlei beeindruckenden Strukturen vorbei und machten noch diverse Fotostops am Rouque de Agando…

… am Naturmonument „Barranco del Cabrito“ mit Blick auf den Ort El Cabrito, welche nur vom Wasser aus zu erreichen ist und eine düstere Vergangenheit als Heimat einer Sekte besitzt…

… und schließlich mit Blick auf San Sebastián.

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Auf dem Schiff genossen wir noch einen ruhigen Nachmittag und ein letztes Abendessen im Atlantik. An der Waterkant Bar ließen wir unseren Urlaub dann bei einem letzten Cocktail ausklingen und fühlten uns tatsächlich sehr erholt, sodass wir entspannt am folgenden Tag die Rückreise nach Deutschland antreten konnten.

Unser Fazit zu unserer Reise mit der Mein Schiff 4? Wir haben uns wohlgefühlt, keine Frage – das ist ja auch schon im Konzept der TUI enthalten. Wir haben auch gut gegessen, kulinarisch ist die Mein Schiff der AIDA ordentlich voraus. Die Unterhaltung hat uns aber nicht überzeugt, da ist aus unserer Sicht noch Luft nach oben. Diese Einschätzung mag aber auch daraus begründet sein, dass wir (noch) nicht die Zielgruppe der TUI zu sein scheinen. Hier wird recht deutlich ein etwas gesetzteres Publikum angesprochen. Für eine entspannte Woche kommt die TUI aber für uns weiterhin in Betracht, denn der Erholungsfaktor ist definitiv hoch.

Wie seht ihr das, TUI? Oder was mit mehr Action? Schreibt uns gern, was ihr denkt! Wir werden weiterhin fröhlich alles ausprobieren, was uns in den Kalender und den Geldbeutel passt! 😉

In Kürze geht’s aber erst einmal mit der Norwegian Spirit auf Reise! Natürlich berichten wir, wie es war! 😉

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