Spiel, (kein) Sport und Spachteln am zweiten Seetag

Wir waren am vierten Tag wieder auf See, grobe Richtung Teneriffa. Das Meer war dankenswerterweise sehr ruhig, fast spiegelglatt, obwohl wir uns nun bereits auf dem Atlantik befanden. Die Bettruhe war also nicht gestört und wir waren gut ausgeruht an diesem Gammeltag auf See. Eine echte Erholung nach dem gestrigen Kilometermarsch! 😉

Der Tag präsentierte sich etwas grau. Es war recht bedeckt aber sonst merklich wärmer als noch in Barcelona.

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Meer

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Meer

Da wir uns entschlossen aufgrund der fortgeschrittenen Stunde direkt zum Mittagessen zu gehen, nahmen wir die Gelegenheit wahr, vorher einmal durch die Shops im Bauch des Schiffs zu schauen. Ein paar Sachen hatte ich leider zuhause vergessen – Bikini und Sportschuhe waren daheim geblieben, immerhin eine gute Entschuldigung vorerst auf Sport verzichten zu müssen! 😉 So etwas fand sich hier aber leider nicht. Nur Badehosen oder großflächige Badeanzüge zu welchen mir noch ein paar duzent Jahre auf dem Tacho und zahlreiche Kilos auf der Waage fehlen. Also Fehlanzeige. Wir schauten noch die restlichen Angebote an, wie auch auf der Norwegian Jade viel Schmuck und Uhren, ein wenig Bekleidung und Merchandise und viel Kosmetika und Pflegeprodukte – letztere durchaus zu attraktiven Preisen. Außerdem Guess-Handtaschen aber nix, was so richtig gefiel. Die Zeit bekamen wir aber so ganz gut rum und konnten dann direkt das Mittagessen angreifen.

An Seetagen kann man auch im Windows à la carte essen. Das ist mal eine ganz nette Abwechslung zum Buffet, wenngleich die Auswahl auch wieder sehr amerikanisch war. Es gibt kleine Vorspeisen wie Hummus mit Crackern oder Popcornshrimps, Suppen und Salate sowie normale Hauptgericht wie Fried Chicken mit Fries und Coleslaw oder Pasta und natürlich auch typisch amerikanisch Sandwiches oder Burger. Nachtisch auch. Hier eine Fotoauswahl:

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Popcornshrimps

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Atlantik-Chowder

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Chickensalat-Sandwich

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Bacon Burger

Der Service ging schnell und das Essen war gut. Es irritierte und aber, dass die kleinen Brotteller auf den Tischen stand, obwohl zum Mittag gar kein Brot gereicht wurde. Unnötig war auch, dass diese sauberen Teller mit den dreckigen abgeräumt wurden. Überflüssige Spülarbeit sollte man meinen…

Auf einen Nachtisch verzichteten wir uns setzten uns lieber eine Weile nach draußen und genehmigten uns einen Cocktail – einige davon sind schließlich wie ein Dessert, wie etwa BBC (Baileys Banana Colada), Bushwacker (ein Kaffee-Colada) oder etwa ein Mudslide (Irish Cream und Schokolade).

Der Nachmittag war beherrscht von Spielshows, eine amerikanische Leidenschaft. Das Programm ließ unter diesem Gesichtspunkt keine Wünsche offen. Wer klug plante konnte vom Bingo zum Deal or No Deal, wieder zurück zum Bingo und dann zum Quiz am Nachmittag und schließlich zum Quiz am Abend gehen. Die ersten beiden Programmpunkte hatten wir bereits durch das Mittagessen verpasst. Pünktlich zum Bingo saßen wir aber in der Galaxy of the Stars. Nein, nicht zum Spielen! Das ist nix für uns. Außerdem soll es nicht sehr billig sein. Wir haben gar nicht erst gefragt aber im Internet kursieren Preise um die $40 für 3 Karten. Dafür, dass alles nach einer guten Stunde gelaufen war und in jeder der 3 Runde ja nur einer gewinnen kann, ein stolzer Preis. Es gibt dann zwar auch relativ große Preisgelder, wir haben uns das Spektakel aber lediglich von unserem Stammplatz aus verfolgt. So sehr hat uns das Geld nicht gelockt. Andere wohl aber schon – Bingo war immer gut besucht.

Am Abend sahen wir uns nach dem Abendessen erst den Auftritt einer Gewinnerin der niederländischen Version von DSDS und danach den hübschen Mond auf dem Deck an…

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Deck bei Nacht

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Mond

… bevor wir uns in den Loungebereich des Maharini’s Nightclub begaben. Heute war nämlich ein guter Tag für alle Fußball-interessierten Herren (und sicherlich auch einige Damen, zu welchen ich nicht gehöre), denn die Champions League wurde auf dem Schiff flächendeckend übertragen. Auf NCL Schiffen muss man keinesfalls auf sein Sportprogramm verzichten. Es wird nahezu alles übertragen und das auch direkt an mehreren Stellen (u.a. in der Kabine). Im Biergarten war es bereits zu kalt zum Sitzen. Fernseher finden sich aber auch in der Shanghai Bar (was aber abends nervig ist, da ständig jemand durch das Bild läuft, wenn man keinen Platz an der Bar, sondern auf der anderen Seite des Gangs gekriegt hat) und im schließlich im noch ruhigen Nightclub. Die Bar hatte hier zwar noch nicht offen, am nahem Casino kann man sich aber auch gut versorgen.

Da wir eh grad da waren, statteten wir danach dem nahezu allabendlichen Karaoke Blast, der im Bereich der Tanzfläche des Maharini’s abgefeiert wurde, einen Besuch ab. Diese Veranstaltung war allerdings wesentliche dröger als erwartet. Offensichtlich hatten sich für die Reise bereits ein paar übliche Verdächtige gefunden, die die Party hier schmissen. Dabei wurde auch ein Klischee bedient, es waren nämlich auch recht viele Asiaten hier – die sollen ja Karaoke sehr mögen (Ausnahmen bestätigen die Regel – wir distanzieren uns von jeglichen Vorurteilen! 😉 ). Wir hörten 3, 4 Karaokeaspiranten zu und blätterten selbst ein wenig im Liederordner. Als die Reihenfolge der Sängerinnen und Sänger dann aber wieder von vorne losging und wir nun ja, auch nicht übermäßig viel Gesangstalent an allen Fronten erblicken konnten, räumten wir das Feld und verlegten uns für den restlichen Abend in die Galaxy of the Stars wo der Motown Abend mit der Showband stattfand. Die Musik war hier ( sehr wahrscheinlich recht objektiv betrachtet) viel besser und wir konnten wieder einmal zuschauen, wie unsere Mitreisenden eine heiße Sohle aufs Parkett legten.

2 Gedanken zu “Spiel, (kein) Sport und Spachteln am zweiten Seetag

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