Ausflug zu Europa’s höchster Steilklippe auf Madeira

Für Tag 7 unsere Kreuzfahrt hatten wir uns etwas Besonderes überlegt. Wir waren wieder einmal auf Madeira und fast alle Klassiker der Hauptstadt Funchal – wie die berühmte Korbschlittenfahrt – hatten wir beim letzten Mal abgeräumt (Das hat die Blumeninsel Madeira, Portugal zu bieten!). Es gibt aber noch mehr Highlights auf Madeira, ein ganz großes, im wortwörtlichen Sinne, ist die Steilklippe Cabo Girão mit der gläsernen Aussichtsplattform auf 580m über dem Meer. Das war unser heutiges Ziel!

Wir hatten uns vorher informiert, was wohl die beste Variante wäre, dorthin zu gelangen. Zunächst einmal bot NCL Busausflüge hierhin an, teilweise kombiniert mit anderen Events wie einer weiteren Rundfahrt oder einem Winetasting. Die Preise dafür begannen bei 50 EUR pP für 3 Stunden. Auch bot NCL Tickets für den Hop On Hop Off Bus von Yellowbus an, für 42 EUR. Komisch dachten wir, schaut man auf der Homepage von Yellowbus kosten die 3 Routen zusammen nur 18 EUR… Auch dieses NCL Angebot kam also nicht für uns in Betracht. Auf eigene Faust hieß es also. Wir verglichen hierbei die Möglichkeit mit dem lokalen Bus zum Aussichtspunkt zu gelangen mit dem Angebot von Yellowbus, welche für die benötigten 2 Routen (einmal Umsteigen in Câmara de Lobos) 16 EUR verlangten. Die lokale Buslinie 154 fährt in diese Richtung und wäre wahrscheinlich sehr viel billiger gewesen, der Onlinefahrplan war uns aber etwas undurchsichtig und in mediterranen Gegenden sind diese ja meist eh nur eine grobe Orientierung. Da wir wiederum bereits um 16 Uhr ablegen würden, mussten wir die Zeit im Auge behalten. Unsere Entscheidung fiel daher auf den Yellowbus – hier kriegt man per Kopfhöher auch noch ein paar mehr oder minder interessante fun facts mitgeteilt, z.B., dass 25 % der Insel Madeira über 1000m liegen.

Nach dem Frühstück verließen wir das Schiff. Da wir auf dem hinteren Anleger lagen, mussten wir uns etwas sputen, um den ersten Bus um 9:10 Uhr zu erreichen. Man geht etwa knappe 20 Minuten zum Abfahrtspunkt am Kreisel vor der Marina von Funchal. Der erste Bus fuhr uns planmäßig in etwas über einer halben Stunde nach Câmara de Lobos, einem kleinen pitoresken Hafenstädtchen. Nach 10 Minuten setzen wir unsere Reise von hier aus in einem kleineren Bus fort, hinauf zum Cabo Girão, dem Kap der Umkehr. Schon auf dem Weg hinauf bot sich der ein oder andere beeindruckende Ausblick. Dies war aber noch kein Vergleich zur Aussicht von der Glasplattform auf 580 m Höhe. Das war schon atemberaubend und der Nervenkitzel auf der Glasfläche zu stehen und die Steilküste und das Meer so viel weiter unten zu sehen war der Hammer! Fußfotos waren da absolut zwingend! 🙂

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Steilküste

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Blick auf Camara de Lobos

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Plattform von unten

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Steilküste

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Weitblick

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Weitblick

Der Weg hinab nach Câmara de Lobos war auch sehenswert. Die Terassenbauweise und auch die bunte Vegetation der Insel sind faszinierend.

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Blick aufs Meer

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Terassen

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Bananenplantagen

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Tal

In Câmara de Lobos hatten wir auf dem Rückweg eine gute halbe Stunde Zeit bis der Bus zurück nach Funchal kommen würde, diese nutzten wir für einen Rundgang um den Hafen und durch die kleine Markthalle.

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Câmara de Lobos

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Hafen

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Hafen

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Terassen

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Hafen

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Markthalle

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Blick über Câmara de Lobos

Zurück in Funchal besuchten wir die Markthalle, welche wir beim letzten Mal verpasst hatten. Nachdem wir ein paar Einkäufe getätigt hatten – dazu später – setzten wir uns in ein Café vor die Markthalle und aßen Baguettes mit Schwertfisch und in Wein mariniertem Schweinefleisch (Carne vinho e alhos), da wir das typische Gericht Bolo do caco (Süßkartoffelbrot, ggf. gefüllt) schon beim letzten Mal probiert hatten. Dazu habe den lokalen Schnaps Pancho, einmal mit Maracuja, einmal mit Limone.

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Markthalle

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Marktstand

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Innenhof

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Marktstand

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Baguettes und Pancho

Durch die schwer weihnachtlich geschmückte Innenstadt gingen wir zurück zum Yachthafen. Hier gibt es sogar einen richtigen Weihnachtsmarkt mit vielen Ständen und einer riesigen Krippe. Am Yachthafen ließen wir uns dann noch einmal nieder mit unseren Einkäufen aus der Markthalle. Da man ja nichts mit an Bord nehmen darf, genehmigten wir uns hier noch einmal einen – was wir nämlich bisher noch nicht probiert hatten, war Madeira-Wein und die kleinen Madeira Bananen, die man bei uns zuhause nicht kaufen kann, da sie nicht der EU-Norm entsprechen. Votum: Wein lecker, Bananen schmecken nach Bananen. Verrückt.

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Kathedrale

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Krippe

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Älterer Herr mit Bart

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Madeira-Bananen

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Madeira-Wein

Pünktlich kehrten wir zum Schiff zurück. Dort lockte uns das gute Wetter nach draußen und endlich kam mein neuer Billig-Bikini zum Einsatz. Seit Tagen schon hatten wir nämlich die 4 Hot Tubs am Pool beäugt. Bei strahlendem Sonnenschein und mit Blick auf Funchal schmissen wir uns also aus der Schale und ins warme Wasser, dazu einen Cocktail. So lässt es sich leben! Fotos davon ersparen wir euch! 😉

Da wir unsere Snacks weggeschwitzt hatten, gingen wir heute früh zum Essen. Wir wollten mal das Shogun, das asiatische Inklusivrestaurant ausprobieren. Wir hatten schon mehrfach versucht einen Tisch zu kriegen, uns waren aber immer Wartezeiten ab einer halben Stunde aufwärts genannt wurden. Bei der Auswahl war es uns das nicht wert. Es war zu Anfang im Programm ohnehin darauf hingewiesen worden, in den Restaurants Tische zu reservieren. Für 2 Personen sollte das aber eigentlich nicht nötig sein, beim Shogun wohl aber schon. Wir gingen jedenfalls gleich bei der Öffnung hin. Zum „feel free“ Motto, alles zu jeder Zeit, passt das aber nicht so ganz…

Das Essen war ganz okay. Wir trafen eine Auswahl mit Frühlingsrolle, Calamari, Suppen, Lemonshrimps, und Kalb in Orangensoße. Was mir fehlte war scharfe Soße, alles was man mir geben konnte war Chiliöl. Schade, im Buffetrestaurant gab es Sambal Oelek, hier wohl nicht.

Showtechnisch war heute der Magier dran. Das war ganz unterhaltsam, da man sich an vielen Stellen wirklich gefragt hat, wie er das gemacht hat. Der Gute war auch ein recht lustiger Typ und die knappe Stunde war sehr kurzweilig. Den gelungenen Tag ließen wir in Henry’s Pub ausklingen. Hier gab es heute Musik vom Sologitarristen und dazu eine große Bierkarte! 😉

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