Belfast und die Riesen – Unser Landausflug zum Giant’s Causeway in Nordirland

Schon am ersten Tag unserer Kreuzfahrt ging es gleich in die Vollen. Wir machten Halt in Belfast und würden eine Stadtrundfahrt und einen Ausflug zum Giant’s Causeway, einem Naturphänomen im Norden der irischen Insel machen. Vorher hatten wir aber noch eine exklusive Veranstaltung – aus unerfindlichen aber sehr erfreulichen Gründen waren wir mitsamt den Schwiegereltern als einige Wenige auf das Helipad des Schiffs eingeladen worden, um die Einfahrt in den Hafen von Belfast aus nächster Nähe zu beobachten! Ein richtig ereignisreicher Tag! 🙂

Leider war das Wetter nicht wirklich berauschend. Die Vorhersage für die gesamte Reise war nicht ganz so wie wir uns das vorgestellt hatten. Dass es keine Sonne-, Strand- und Palmenkreuzfahrt werden würde, war uns klar gewesen – das Wetter zeigte sich aber nicht grad von seiner besten Seite. Für heute war Regen angesagt – Dauerregen um genau zu sein und das bei frischen 11 Grad. Glücklicherweise waren wir aber gut ausgestattet mit dicken Mänteln und Regenjacken nach Irland gereist.

Auf dem Helipad hielt das Wetter glücklicherweise aber noch. Bei Sekt und heißer Schokolade konnte wir Titanic-Style Bilder am Bug des Schiffs schießen und erlebten wie unglaublich windig es so ganz vorne ist: Man kann an der Reeling kaum einatmen, so stark pustet es hier!

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Celebrity Eclipse up front

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Rückblick

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Königin der Welt

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Belfast aus der Ferne

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Irlands Küste

Den anschließenden Ausflug hatten wir über Celebrity gebucht, da dieser recht erschwinglich war und wir so erst etwas von Belfast sehen würden, bevor es mit dem Bus Richtung Norden zum Giant’s Causeway ging. Vor Ort gibt es aber auch andere Anbieter, wobei die Auswahl etwas begrenzt ist, wenn man wie wir erst recht spät anlegt. Wenn man sich also selbst umschaut, sollte man zusehen, einen Tourguide zu finden, der sich von vorneherein an den Anlegezeiten orientiert.

Während der gesamten Reise war der Treffpunkt an Bord für die Shore Excursions das Theater. Hier zeigt man seine Ausflugskarte vor und erhält einen bunten Aufkleber mit einer Zahl. Nach und nach werden so die verschiedenen Gruppen vom Schiff zu den unterschiedlichen Ausflugsbussen komplementiert. Das war mitunter etwas wirr, im Ergebnis hat sich aber alles gefunden und wir landeten immer im richtigen Bus.

In Belfast gab es dann zunächst eine Rundfahrt durch die City, vorbei am Titanic Museum

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Titanicmuseum

… an der Belfast City Hall

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Belfast City Hall

… dem Titanic Memorial auf welchen alle Namen der Verstorbenen zu lesen sind..

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Titanic Memorial

… und einigen Mauermalereien, sog. murals, wovon es in Belfast mehr als 300 geben soll. Die bunten Bilder beschäftigen sich zumeist mit politischen Botschaften und verarbeiten insbesondere auf der Peace Wall die bewegte Vergangheit Nordirlands, welche durch die Konflikte zwischen Nationalisten und Unionisten geprägt ist und von der IRA über Jahre durch blutige Straßenkämpfe und Terrorakte befeuert wurde. Es werden aber auch geschichtliche Ereignisse wie die großen Hungersnöte aufgegriffen oder Solidaritätserklärungen, etwa zu Katalonien abgegeben.

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Murals

Übers weiter Land fuhren wir gen Norden zu Küste und legten einen Fotostopp am Dunlace Castle ein…

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Dunlace Castle

… bevor wir am Giant’s Causeway ankamen. Dort erhielten wir zum einen die Möglichkeit das Besucherzentrum zu erkunden, wo man Infos zur Entstehung des Causeway kriegt, zum anderen kann man selbst zum Causeway hinterlaufen oder den Shuttlebus nehmen. Der Causeway – zu deutsch Dammstraße – besteht aus mehreren Basaltstein-Formationen. Hunderte von eng nebeneinanderliegenden hexagonalen Basaltsäulen – jahrtausende Jahre alte Lavasteine – ragen direkt an der Küste aus dem Boden und ergeben faszinierende Hügel und Türme, die viele Wagemütige zum Erklimmen einladen. So natürlich auch uns! 😉

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Weg zum Giant’s Causeway

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Küste

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Hands up

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Basaltsäulen

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Hohe Basaltsäulen

Der Name Giant’s Causeway kommt von der irischen Legende zur Entstehung. Wer nicht der Naturwissenschaft glauben möchte, der kann Sage ja vll. etwas abgewinnen. Danach wurde der Causeway vom irischen Riesen Fionn mac Cumhaill gebaut. Dieser wollte sich mit dem schottischen Riesen Benandonner duellieren. Als dieser aber über den Causeway von Schottland nach Irland kam, versteckte sich Fionn mac Cumhaill vor dem größeren Riesen, täuschte diesen aber durch eine Verkleidung als Baby wiederum über seine eigene Größe, sodass Benandonner verängstigt über den Causeway floh und diesen dabei einriss. Na, was haltet ihr davon? 😉

Über die grünen Hügel von Nordirland ging es zurück zum Schiff und dort später zu einem ersten Abendessen im Moonlight Sonata, dem Hauptrestaurant. Wir hatten unsere Buchung auf Select Dining geändert, d.h. wir dürften spontan im Zeitfenster von 17:15 bis 21 Uhr zum Restaurant kommen. Für den Fall, dass gerade kein Tisch verfügbar ist, bekommt man ein Pieps-Vibrierding und kann sich eine Bar für einen Aperitif suchen. Das kam bei uns aber nur 2x auf dieser Reise vor. Das fanden wir flexibler als die feste Essenszeit (18:15 Uhr), die wir ursprünglich bekommen hatten. An diesem Tag bekamen wir sofort einen Tisch, wir hatten aber auch noch keinen festen Kellner, sodass es einfacher war. Später wurde dann immer versucht, uns in den gleichen Bereich zu setzen, was wir wirklich gut fanden, da unser Kellner total super war! Good job, Samson! 🙂 Zum Essen an sich gibt es im Bericht zum kommenden Seetag dann ein paar weitere Infos!

Wir zogen nach dem Essen übers Schiff, um uns letztendlich in der Sky Lounge niederzulassen. Hier war heute Abend die CLA Totally 80s Dance Party und diese begann mit einer Game Show. Es wurden Lieder aus den 80ern eingespielt und wer als erstes das Lied und den Interpreten benennen konnte, musste fix auf die Tanzfläche laufen. Der Gewinner bekam eine CLA (CelebrityLife Activities) Karte, die man am Ende der Kreuzfahrt gegen Merchandisekram einlösen kann – desto mehr desto besser. Das ganze ging 15 Minuten und nach und nach füllte man so sehr klug die Tanzfläche. Sogar uns hielt es nicht auf den gemütlichen Stühlen, sodass ich zu späterer Stunden einmal kurz die Füße hochlegen musste und das bunte Treiben aus einiger Entfernung beobachtete! 😉

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