Islands hoher Norden – Unser Rundtrip um Akureyri

Akureyri ist mit gut 18.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Islands und das Zentrum des Nordens. Über Nacht waren wir über den Polarkreis weiter gen Norden gefahren und erreichten an diesem Morgen gegen 7 Uhr den Eyjafjörður, den 60 km langen Fjord, welchen wir nach Akureyri ins Inland herunterfahren würden. Um 10:30 Uhr würden wir dann in Akureyri anlegen und uns auf unseren Ausflug begeben, bis dahin verbrachten wir die Zeit dick eingemummelt auf dem Balkon und schauten uns die traumhaft schöne Landschaft an.

Wir hatten auch für diesen Morgen Frühstück aufs Zimmer bestellt, da wir ja den Plan hatten, die Einfahrt nach Akureyri zu genießen. Also machten wir einen zweiten Versuch, was die Roomservicebestellung angeht. Beim letzten Mal hatten wir bemerkt, dass man wohl noch etwas mehr bestellen kann, als es der Bestellzettel hergibt (Erste Essenserfahrungen und Entspannen auf der Eclipse) – das wollten wir heute ausprobieren! Bereits gestern Abend hatten wir also einen neuen Bestellzettel ausgefüllt und statt „scrambled eggs“ (Rührei) anzukreuzen,“over easy“ (umgedrehte Spiegeleier) hingeschrieben. Außerdem schrieben wir noch „sliced cheese“ und „french toast“ auf den Bestellzettel und waren gespannt, ob man uns das alles bringen würde, obwohl es eigentlich nicht aufgeführt war. Dazu noch 2 Kaffee und 2 Tee zum Warmhalten auf dem Balkon und pünktlich um 7 Uhr kam die Ankündigung per Telefon. Und, wer hätte es gedacht? Es war alles da, das ist Service! 🙂

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Frühstückstisch

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Frühstück!

Großartig war die Käseplatte, das hatten wir gar nicht erwartet! Wir waren sehr zufrieden und am Ende auch sehr satt und gestärkt für den Tag! 😉

Der Ausblick war auch atemberaubend. Die schneebedeckten Berge im Sonnenschein waren schon ein wirlich schöner Anblick. Dann kam uns auch noch ein Wal entgegen, der einmal kurz zur Begrüßung pustete, sich aber leider nicht noch einmal sehen ließ. So ist leider kein taugliches Foto als Beweis vorhanden…

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Einfahrt in den Fjord

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Schneebedeckte Hügel

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Fjord Eyjafjörður

Zum Einlaufen schossen wir dann auch noch ein paar Fotos vorm vorderen Deck des Schiffs auf die nordisländische Kleinstadt.

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Akureyri voraus

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Akureyri

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Deck der Celebrity Eclipse

Wir hatten für heute einen Ausflug über die Reederei gebucht, kein Schnapper aber vorab hatten wir leider online nichts anderes gefunden, das uns vom Preis-Leistungs-Verhältnis und vom Zeitfenster angemessen erschien. So hieß es also, Massenbespaßung. Da es schon in Belfast keine deutschsprachigen Ausflug gegeben hatte, blieben wir heute direkt bei den Schwiegereltern und machten den Ausflug zusammen. Eigentlich hatten wir gelesen, dass es in der Regel so viele Deutsche an Bord gibt, dass es auch Ausflüge in deutsch geben sollte, was für Bastis Eltern interessant gewesen wäre. Wir hatten aber nicht den Eindruck, dass auf unserer Reise derart viele Landsleute an Bord waren. Dennoch gab es alle Borddurchsagen auch immer noch ein mal in deutsch – sicherheitshalber.

In den guten 7 Stunden Liegezeit würden wir uns nun fast vollständig auf Reisen durch das Umland befinden. Für Akureyri blieb dabei nix übrig, wir waren aber zuversichtlich, dass unsere Rundtour recht umfänglich sein würde und uns entschädigt. Und so führte uns unser Ausflug zuerst zum Mückensee, dem Mývatn. 20 Minuten wurden uns zum Rumgucken zugestanden, es reichte aber ehrlicherweise auch, da es recht windig war und wir den See ohnehin noch aus mehreren Perspektiven sehen sollten.

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Wir am Myvatn

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Wanderwege am Myvatn

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Myvatn

Der nächste Stop war Dimmuborgir, die schwarze Stadt bestehend aus Vulkanstein, welche nach den Sagen der Einheimischen von Elfen und Trollen bevölkert wird. Auch hier gab es etwas Freizeit um Spazierengehen.

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Ansicht von oben

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Zwischen den Lavatürmen

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Dimmuborgir

Die nächsten beiden Stopps waren dann eine geruchstechnische Herausforderung. Wir besuchten das geothemische Feld Hverir, wo man qualmende Steinhaufen und blubbernde Matschtümpel bewundern kann und warfen einen Blick auf die Mývatn Nature Baths, eine Lagune beheizt aus einer heißem Quelle. Das alles war ganz nett zu sehen, unangenehm war aber der durchdringende Schwefelgeruch – faule Eier für alle, die sich unter Schwefel nichts vorstellen können. Auf der freien Fläche war das vll. noch zu tollerieren. Hätten wir aber bei dem Geruch in der Lagune sitzen müssen… Nunja, das wäre nicht so unseres gewesen aber vll. hat man ja auch da Glück mit der Windrichtung! 😉

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Matschloch

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rauchender Steinhaufen

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blubbernder Tümpel

Danach gab’s einen Snack zur Stärkung, wobei die Begeistung etwas verhalten ausfiel. Die Mischung war etwas gewöhnungsbedürftig und der Geschmack sogar sehr. Was es gab? Entweder Schokokuchen oder Möhrenkuchen – soweit so normal und gut – und dazu schwarzes Brot mit Räucherlachs. Wie gesagt, die Kombi war schon etwas seltsam, das Lachsbrot hatte es dazu aber auch in sich. Da war zum einen der Lachs, welcher wirklich schwer geräuchert war, die Finger rochen für Stunden danach. Zum anderen war da das Brot, welches einen hohen Sirupanteil hatte, sprich süß war und im Boden nahe einer heißem Quelle gebacken wird. Tja, kurz gesagt, es war nicht so unseres. Interessant, ja, aber eher im Sinne der kleinen Schwester… 😉

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Schokokuchen und Lachsbrot

Nach dieser Kostprobe isländischer Kullinarik machten wir uns dann auch schon wieder auf den Rückweg. Eine Haltestelle kam aber noch und diese war für uns das Highlight dieses Ausflugs: der Godafoss, Wasserfall der Götter. Um diesen rankt sich die Sage, dass dereinst hier die letzten heidnischen Reliquien hier versenkt worden sind, als die Isländer um das Jahr 1000 n.Chr. beschlossen hatten, das Christentum als Glaube zu übernehmen. Daher der Name – wieder was gelernt. Ansonsten lass ich die Bilder für sich sprechen!

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Basti vorm Godafoss

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Godafoss Wasserfall unten

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Godafoss Wasserfall oben

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Regenbogen

Nachdem wir das Schiff erreicht hatten, machten wir uns fix frisch und gingen umgehend zum Abendessen – der Snack zwischendurch war schließlich nicht sonderlich schmackhaft gewesen und nicht alle von uns hatten die Muße (oder den Heißhunger) gehabt, aufzuessen. Im Moonlight Sonata wurden wir aber wie immer gut versorgt und sicherten uns im Anschluss einen Tisch im Atrium auf Deck 3. Hier fand heute Abend die Theme Party: Reigning Rocks statt, bei welcher im Stil von Falco die Darsteller und Tänzerinnen und Tänzer des Essembles zu passender Musik (u.a. natürlich Rock me Amadeus) renaissance-mäßig abrockten, hochherrschaftliche Klamotten natürlich inklusive. Wir konnten von unseren Plätzen gut zuschauen und schmissen im Anschluss ein paar Karten, während sich der große Country Music Abend anschloss und wir zusehen konnten, wie die Amis an Bord zu ihrer Art Schlagermusik die Tanzfläche in bevölkerten.

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Spieleabend mit Show

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