Tempel, Tempel, Tempel, Bootsfahrt – so viel Bangkok geht an einem Tag!

Das Aufstehen fiel uns tatsächlich nicht allzu schwer – die 5-stündige Zeitverschiebung war letztendlich gar nicht so schlimm wie erwartet und wir waren gegen 5 Uhr morgens tatsächlich in der Lage aufzustehen. Geduscht und noch schnell eine Kleinigkeit im sehr früh geöffneten Marktrestaurant gegegessen, dösten wir im Bus einfach weiter. Wir hatten schließlich noch etwa 2 Stunden Fahrt, bis der Sightseeing-Marathon in Thailands Hauptstadt starten sollte – der Ausflug Bangkoks Höhepunkte erwartete uns u.a. mit zumindest dreien der rund 400 Tempeln der Stadt.

Schon die Einfahrt in die Stadt war interessant und uns wurde sofort bewusst, wie unterschiedlich die Stadt ist. Beeindruckende Hochhäuser und ärmliche Wellblechhütten sind gleichmaßen Teil der asiatischen Metropole.

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Wohnhäuser

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Fluss Chao Phraya

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Wellblechhütten

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Brücke Rama VIII

Erster Stop war der Tempel des Goldenen Buddha, Wat Traimit. Eine knappe halbe Stunde Aufenthalt reichte aus, um die nötigen Fotos zu schießen und ein bisschen was zur Geschichte der massiven Goldstatue zu erfahren. Lange Zeit, war die Statue soz. under cover unterwegs. Zu unterkannter Zeit, war der über 5 Tonnen schwere Buddha mit Gips überzogen worden, wahrscheinlich um seinen tatsächlichen Wert zu verschleiern. Ursprünglich wohl im aus dem Tempel Wat Mahathat der früheren Hauptstadt Sukhothai, war die Statue über mehrere Stationen zum heutigen Standort gelangt, einem damals bedeutungslosen Tempel in Bangkok. Erst bei Umbauarbeiten im Jahr 1955 riss der Gipmantel auf und man entdeckte die Goldstatue darunter. Seither ist der Tempel ein Anlaufpunkt für viele Gläubige und natürlich auch die Touristen.

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Tempel des Goldenen Buddha

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Nicht der goldene Buddha

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Goldener Buddha

 

Weiter ging es zum nächsten Stop, durch die betriebigen Straßen Bangkoks, die geprägt sind von vielen Motorrollern und Stromleitungen…

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Einkaufsstraße in Bangkok

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Straßenecke in Bangkok

… und erreichten dann den Großen Palast (auch Königspalast genannt), der vormals der Sitz der thailändischen Könige gewesen ist. Entstanden ist der Palast im 18 Jh. nachdem Bangkok zur Hauptstadt Siams, dem heutigen Thailand, erklärt wurde. Fast 200 Jahre residierten hier die Könige und die weitläufige Palastanlage ist entsprechend prunkvoll gestaltet. Grundsätzlich gibt es 4 Bereiche in dieser Palastanlage, welche sich aber jeweils wieder unterteilen. Inmitten findet man den Wat Phra Kaeo, de Tempel des Smaragd-Buddhas, welcher eigentlich aus Jade besteht und nicht fotografiert werden darf. Die Eingänge einiger wichtiger Tempel werden von großen Dämonenstatuen bewacht, den sog. Yaksha.

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Königspalast

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Pagoden

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Yaksha

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mehr Yaksha

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Parkanlage

Wichtig ist,  dass man sich für den Königspalast entsprechend kleidet. Hier muss man knöchellange Kleidung tragen und zumindest auch die Schultern bedecken. Bei der Hitze ist es aus unserer europäischen Sicht etwas ungewöhnlich, lange Kleidung zu tragen, hier kommt man aber nicht drumrum. Bereits im Vorfeld hatten wir uns entsprechende leichte Hosen und Shirts gekauft. Wer das vergessen hat, kann aber noch vor dem Eingang Tempelhosen (Printhosen mit Elefanten und so) und Tücher kaufen.

Den dritten und letzten Tempel, den Wat Pho, einen königlichen Tempel erster Klasse, welcher auch bekannt ist als der Tempel des liegenden Buddha, erreichten wir zu Fuß. Auch hier hatten wir Freizeit, um den Tempel und die Parkanlage selbst zu erkunden. In einem Rundkurs kann man um die riesige Figur herumgehen. Auch hier waren wieder viele Gläubige was man am häufigen Klingeln hören konnte, denn diese warfen in jede der zahlreichen Metallschalen eine Münze während sie die Statue umrundeten. Das war dann auch eine wesentliche Erkenntnis unseres Tage in Bangkok: die Tempel sind tatsächlich lebendiger Glaube, nicht bloß Überbleibsel der Vergangenheit. Viele Menschen kommen täglich hierher, um zu beten oder auch zu putzen, denn die Tempel sind Teil ihres alltäglichen Lebens. Der Glaube hat hier noch einen immensen Stellenwert.

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Parkanlage

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Pagoden

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Liegender Buddha

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Liegender Buddha

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Metallschalen für Spenden

Durch die Straßen der hektischen Stadt gingen wir zu einem Bootsanleger. An einer Garküche, bekamen wir Gelegenheit uns einen Snack oder Obst zu kaufen. Laut unserem Guide muss man als Tourist keine Bedenken haben, dass man von dem Essen krank wir. Alles ist frisch, denn auch die Einheimischen Essen hier oft, sodass der Umschlag groß ist. Man kann allerdings Verdauungsprobleme von der ungewohnten Würzung kriegen.

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Garküche

Es schloss sich also eine Fahrt über den Chao Phraya an, bei welcher wir den Königspalast noch einmal von der Flussseite bewundern konnten und Pagasius um recht dreckigen Wasser mit Weißbrot fütterten (wenn wir vorher schon keinen Pangasius gesessen haben, dann jetzt erst recht nicht! 😉 ). Auch hier war ein Denkmal für den damalige König,  Bhumibol Adulyadej, welcher inzwischen verstorben ist.

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Chao Phraya

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Boote

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Königspalast

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Denkmal für den König

In einem Restaurant am Wasser gab es dann ein etwas spätes Mittagessen. Wir konnten uns an einem recht großen Buffet bedienen, wussten allerdings leider nicht was wir genau aßen, denn es waren keine Beschreibungen dran. Während ich alles probierte, war Basti etwas vorsichtiger. Das meiste war ganz lecker und wir leben noch. Aber mit Geschmacksverstärkern kriegt man ja auch Katzenfutter lecker hin! 😉

Leider fiel aufgrund der fortgeschrittenen Zeit der Stop in der Schmuckfabrik auf dem Weg zurück zum Schiff aus (etwas, das wir auf keinen Fall bedauern – wir haben nix für Kaffeefahrten übrig). Etwas erschlagen erreichten wir dann am späten Nachmittag das Schiff und mussten uns im Prinzip sofort für die Seenotrettungsübung fertig machen.

Erst danach konnten wir uns zu unserem allerersten stimmungsvollen Sail Away in der Ocean Bar, der kleinen Bar am Heck des Schiffs im Außenbereich der Anytime Bar, zum 2 für 1 Aperol Spritz niederlassen und die Eindrücke das Tages rekapitulieren. Zur bekannten Musik von Enya (Orinoco Flow) ging es für uns also das erste Mal aufs weite Meer hinaus und wir waren schon ordentlich beeindruckt. Das AIDA-Feeling beim Sail Away ist für uns immer noch ungeschlagen, tatsächlich Gänsehautgefühl…

Später fand dann die Welcome Pool-Party statt, mit Welcome Sekt, Lasershow und viel Musik und Tanz – auf der AIDA feiert man sehr gern! Mit so manchen eingefleischten Kussmund-Flotten-Fan hat man da schon echt Mühe mitzuhalten! Wir haben gegen Mitternacht auf, denn morgen würden wir schon wieder um Koh Samui anlegen und natürlich auch hier auf Tour gehen.

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