So (enttäuschend) war unsere Inseltour am heiligen Abend auf Koh Samui!

Nach unserem Tempel-Marathon gestern in Bangkok, ging es heute gleich weiter mit dem Sightseeing, trotz des Feiertags. Es war noch einmal Thailand dran, denn wir lagen vor Koh Samui auf Reede. Unser erster Landausflug würde also gleich mit Tendern beginnen, heißt, vom Schiff auf ein Boot und damit dann in den kleinen Hafen der Insel. Wir waren gespannt – und wurden leider etwas von der mittlerweile sehr touristischen Insel enttäuscht. Unsere Ausflugswahl war dabei sicherlich nicht unschuldig, aber lest selbst…

Nach einem eher schnellen und wenig feierlichen Frühstück fanden wir uns also in der AIDA Bar ein, um von dort mit unserer Ausflugsgruppe ganz nach unten in den Bauch des Schiffs zu gehen. Dort angekommen, ging’s unter grauem Himmel auf ein lokales Boot, das recht ordentlich schaukelte:

An Land wurden wir dann sogleich in ein paar Jeeps umgepackt und ab ging’s auf die Inseltour. Erster Stop war Tierpark/Kautschukfarm/Kochschule. Hier wurde uns Verschiedenes prästentiert, erst eine Show mit dressierten Affen, die einen sub-glücklichen Eindruck machten, dann ein Crashkurs in der Kautschukgewinnung und schließlich ein Thai-Kochkurs, den wir auch selbst hätten geben können, so simpel war’s. Kurzum, wir waren von diesem Stop einigermaßen enttäuscht. Ob den Tieren das da so gefallen hat, bezweifelten wir irgendwie stark und es kam uns insgesamt alles auch sehr gestellt vor. Wir waren froh als es nach knapp 2 Stunden weiter ging im Programm, denn das war uns dann doch zu touristisch.

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Elefant

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Affe

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noch ein Affe

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Kautschuk

Zurück in den Jeeps machten wir eine kleine Rundfahrt und hielten an einem Aussichtspunkt an der Straße und schauten uns ein wenig um.

Am Straßenrand war ein Schrein aus mehreren Spirit Houses. An diesen bunt geschmückten Häuschen hinterlassen die Einheimischen Opfergaben für die Geister und Hüter der Erde. Mit dem buddhistischen Glauben haben diese Häuschen nichts zu tun, es handelt sich mehr um Zeichen der Verbundenheit mit der Natur, die man in Asien nahezu überall findet. Bei den Opfergaben handelt es sich zum Großteil um rote Fanta, da dies Blut symbolisieren soll, vielfach aber auch Reis und Obst. Als ein Zeichen des Respekts vor diesen heiligen Orten, hupen viele Autofahrer beim Vorbeifahren.

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Spirit Houses in Koh Samui

Von hier aus konnten wir auch die Steilküste über ein paar verwitterte Stufen herunterklettern und von den Felsen auf das weite Meer sehen.

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Treppenstufen

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am steinigen Ufer

Ein furchtbarer Stop stand dann an einer Kokosnussplantage an. Hier konnten wir einen an eine Metallstange geketteten Affen dabei beobachten, wie er Kokosnüsse sortierte (das Foto sparen wir uns hier). Ein sinnloser und erschütternder Halt aber wahrscheinlich leider ein sehr realistischer Einblick in den Alltag…

Von hier aus fuhren wir zu einem Restaurant am Strand, wo ein kleines Mittagessen anstand. Das Wetter war zwar auch nicht berauschend, wir hatten uns Koh Samui aber sehr viel schöner vorgestellt. Es war leider recht dreckig und immer wieder fanden sich Bauruinen und verlassene Häuser entlang des Strands. Wahrscheinlich ist es ganz schön in einem der teuren Ressorts, was wir bisher aber gesehen hatten, löste bei uns keine Begeisterungsstürme aus.

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Strand von Koh Samui

Erst zum Schluss machten wir dann noch einen recht schönen Stop. Am Wasserfall Na Mueang konnten wir mit dem Fußen ein bisschen ins kühle Wasser gehen und mal nur die verhältnismäßig unberührte Natur genießen. So sahen wir dann doch noch eine richtig schöne Ecke der Insel!

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Na Mueang Wasserfall

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Na Mueang Wasserfall

Damit endete unsere Inseltour. Wie bereits durchgeklungen ist, waren wir nicht begeistert. Bei einem erneuten Stop in Koh Samui würde wir wohl schauen, ob wir uns nicht auf eigene Faust bewegen, denn in Thailand kann man sich sehr gut und auch sehr billig Roller mieten. Damals, bei unserer ersten Reise, waren wir aber noch weit entfernt davon, uns das zu trauen. Heute sind wir da etwas schmerzfreier geworden! 😉

Zurück auf das Schiff getendert, wurde ein wahres Feuerwerk an Weihnachtsentertainment abgefeiert. Den Weihnachtsfilm hatten wir bereits verpasst aber im Laufe des Abends bekamen wir noch Gelegenheit, die Weihnachtslesung, die Kinderbescherung, die ökonomische Weihnachtsansprache per Videobotschaft und die große Weihnachtsgala im Theatrium zu sehen. Später gab es dann noch die Rocking around the Christmas Tree-Party. Es waren viele Familien auf dieser Reise an Bord und viele begingen diesen Abend auch sehr festlich. Die À-la-carte-Restaurants boten besondere Festtagsdinners an und auch in den Buffet-Restaurants ging es heute irgendwie besinnlicher zu und die Schlacht am Buffet war etwas entspannter! 😉 Auch wir hatten uns heute für Buffet entschieden und machten südtiroler Weihnachtsdinner im Bella Donna, dem italienisch inspirierten Restaurant bevor wir uns ins das Weihnachtsgetümmel schmissen. Den ersten und zweiten Weihnachtstag würden wir durchgehend auf See verbringen und konnten daher heute ausgiebigst feiern! 🙂

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