Letzte Station Vietnam – Mekong und Ho Chi Minh Stadt

Bevor es zurück nach Bangkok fuhr, brachten uns unser Schiffchen noch auf einen Abstecher nach Vietnam. Auch hier lagen wir wieder im Industriehafen, in Phu My. Bei der Ausflugswahl hatten wir hier so unsere Probleme. Ein Ausflug ins ehemalige Saigon war gesetzt aber sonst? Im Prinzip gab es als Alternative nur Trips durch das Mekong-Delta mit Kaffeefahrt-Charakter. Wir wählten daher eine Kajaktour – ob das eine gute Idee war? Lest selbst und erfahrt, wie unsere Reise zuende ging…

2 Tage lagen wir damals hier, heute liegen die AIDA Schiffe nur noch einen Tag und reflektierend hätte uns das auch Masse gereicht. Sich hier frei zu bewegen, ist recht schwierig, da man weit draußen liegt. Wir waren daher auch hier auf die AIDA Ausflüge angewiesen und das Angebot war recht gleichförmig. Tag 1 wollten wir daher mal etwas experimentell verbringen und machten eine nicht gerade billige Kajaktour. Passend zum brackigen Wasser des Mekongs war das aber ein Griff ins Klo, denn weder waren die Magrovenwälder am Mekong sonderlich sehenswert, noch konnte uns das Kajakfahren überzeugen!

Wir hatten erwartet, zumindest eine kleine Einweisung zu kriegen, das war aber nicht so. Nach einem kurzen Bootstransfer setzte man uns auf einem matschigen Erdhügel ab, auf welchem offentsichtlich eine Großfamilie in einer Holzbaracke und auf einem Boot wohnte und die Kajakboote verwahrte. Wir hatten Kekse und Wasser für den Ausflug erhalten und fast jeder der Gäste verschenkte beides an die Familie…

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Fischerboote und Kajakfahrer

Hier bekam außerdem jeder ein Boot und die simple Anweisung: „Da lang“. So viel zu einer Einweisung. Ohne eine blasse Ahnung, was ich genau zu tun hatte, schaffte ich es zwar mich fortzubewegen, schippte aber regelmäßig Wasser ins Boot. Im Nu saß ich also im Nassen! 😉

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Im Kajak durch die Mangroven

Hinter einem Guide hinterher, paddelten wir durch die Seitenärme des Mekong bis zu einem Anleger, wo wir ausstiegen, ein Salzfeld ansahen (wow Salz…) und dann wieder auf gleichem Weg zurückpaddelten. Wer wollte, konnte noch eine Runde drehen, die meisten Gäste fanden sich aber recht schnell wieder auf dem Boot ein, sodass der Ausflug auch eher endete als eigentlich geplant. Spaß hört sich anders an – einmal Kajaken und wahrscheinlich nie wieder, so zumindest Basti’s Haltung! 🙂

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Salzernte

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Salz

Am Abend sahen wir auf dem Schiff dann noch eine vietnamesische Show-Combo und später (zur nicht-jugendfreien Zeit) das lustige Programm der Dragqueen, gingen aber recht früh auf die Kabine, da wir am frühen Morgen schon um 6:30 Uhr nach Ho Chi Minh Stadt fahren wollten.

Der Transfer am nächsten Morgen dauerte eine gute Stunde, dann konnten wir uns 4 Stunden lang auf eigene Faust ist der vietnamesischen Großstadt bewegen. Herausgelassen wurden wir am Operhaus.

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Opernhaus

Erster Stop war dann die Central Post Office mit dem großen Bild von Ho Chi Minh, wo wir Geld wechselten. Zum ersten Mal im Leben waren wir dann Millionäre  – Dong-Millionäre. Mit unseren 50 EUR wurden wir sogar Multi-Millionäre…! Passend zu meinem heutige Geburtstag konnten wir es also richtig krachen lassen!

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Ho Chi Minh im Postamt

Vorbei an der Kathedrale Notre Dame von Saigon

… schlenderten wir ein wenig durch die Straßen und waren verwundert, wie kontrastreich das Bild hier ist. Neben glänzenden Hochhäusern fanden sich heruntergekommene Bruchbuden und auch später, also die teuren Läden öffneten, waren diese im Prinzip leer – doof, wenn die eigenen Bürger sich kaum etwas leisten können.

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Stadtimpressionen

Was natürlich auch auffällt, sind die vielen Roller. Man kann kaum eine Straße überqueren und auch an Fußgängerüberwegen machen die Rollerfahrer nicht halt.

Gut besucht war aber die Markthalle. Im inneren Bereich waren hier Lebensmittel, viel Fisch und auch Kröten (?!), außenrum Trödel und Andenken. Wir kauften ordentlich Mitbringel und Asiatand und wurden trotzdem nicht einmal die Hälfte unseres Geldes los…

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Fisch

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Kröten

Nach einer Starbucks-Tasse für die Sammlung, sahen wir also zu, wie wir unser Restgeld noch auf den Kopf hauen konnten. Und da fand sich was: Wiesel-Kaffee. Wer Kopi Luwak kennt, der weiß was ich meine. Beim Kopi Luwak werden die von Schleichkatzen gefressenen und wieder ausgeschiedenen Kaffeebohnen geröstet und gekocht. Hier war es die vietnamesische Variante mit Wieseln, die am Tisch gefilter wurde. Für Vietnam war dieser Kaffee dann echt richtig teuer und wir konnten mal richtig einen auf Millionär machen! Schmeckten tat die Brühe dann ganz okay – etwas schokoladig! 😉

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weasel-coffee

Am Abend hatten wir zur Feier meines Geburtags einen Tisch im Rossini reserviert. Hier gab es heute das Kochbuch-Menü, d.h. wir bekamen ein AIDA-Kochbuch dazu geschenkt. Wie auch schon im Steakhous merkten wir, dass die Qualität wirklich sehr viel besser war als im Buffetrestaurant, das uns spätenstens in der 2. Woche begonnen hatte zu langweilen. Viel Fleisch in Soße, Pommes und Nudeln… Da kamen uns die Spezialitätenrestaurants in der 2. Woche sehr gelegen! Besonders toll fanden wir den Brotkorb mit vielen kleinen speziell gebackenen Brötchen, dazu verschiedene Dips – tolle Idee!

Es verblieb damit nur noch ein letzter Tag auf See, zurück nach Bangkok. Wir relaxten an diesem Tag noch einmal ordentlich, köpften noch meine Flasche Sekt aus dem Voice of the Ocean Gewinn und lösten auch den Sushi-Gutschein ein. All-you-can eat war das und gut dazu. Sogar mit einem süßen Nachtisch! Natürlich nahmen wir auch den Farewell-Sekt auf dem Pooldeck mit und genossen die letzte Poolparty bevor es dann wieder zurück nach Deutschland ging.

Ich denke, es verwundert nicht, dass wir seit dieser Reise total Feuer und Flamme sind, was Kreuzfahrten anbetrifft. Wir haben sooo viel gesehen und uns trotzdem zuhause gefühlt – unsere Art zu reisen hatten wir nun gefunden! AIDA hat uns grundsätzlich auch gut gefallen, das Essen war aber nicht immer optimal. 2 Wochen lang nur Buffet war uns zu monoton, wir hatten ja aber erfolgreich gegengesteuert. Trotzdem haben wir uns seither noch 3 weitere Reedereien angeschaut und alle haben etwas für sich. Die AIDAsol wird aber immer unsere erste bleiben, und das erste Mal vergisst man nicht! 😉

Danke AIDA, für eine tolle Hochzeitsreise!

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