AIDAnova, das erste Schiff der Helios Klasse – Auf dem Weg zu mehr Umweltschutz in der Kreuzfahrtbranche

AIDAnova – der Name steht für mehr als nur ein ’neues‘ Schiff in der AIDA-Flotte. Viel mehr bedeutet das ’nova‘ im Namen, denn das Schiff läutet den ersten Schritt zu einer dringend erforderlichen Umweltwende im Kreuzfahrtbusiness ein. Erstmals kann ein Schiff ausschließlich über das umweltfreundlichere LNG (Flüssig-Erdgas) betrieben werden. Sicher, das Nonplusultra in Sachen Klimaschutz ist damit noch nicht erreicht, denn auch LNG ist nicht völlig unschädlich für die Umwelt. Ein Abschied vom Schweröl wird dadurch aber erstmals in der Schifffahrt realistisch – nicht morgen, aber perspektivisch.

Eine Bestandsaufnahme haben wir bereits vor einer Weile gemacht (lest hier: Kreuzfahrten – Traumurlaub oder Umweltalptraum? Eine Bestandsaufnahme). Bereits damals haben wir mit Hoffung auf die AIDAnova geschaut, das erste Schiff der neuen umweltfreundlicheren Helios Klasse, das die Carnival Corporation ausgerechnet der Tochtergesellschaft AIDA Cruises zugestanden hat. Das freut den umweltbewussten Deutschen! 😉 Insgesamt 9 Schiffe sollen aktuell geordert sein. Davon wir AIDA wohl noch 2 weitere erhalten. Es wird aber auch die Tochtergesellschaft Costa Crociere bedacht – die erste Reise der Costa Smeralda ab dem 20.10.2019 ab Hamburg kann man bereits buchen. Weitere Schiffe gehen an P&O Cruises (Iona) und die Carnival Cruise Line.

Die Vorteile für die Umwelt gegenüber den bisherigen Treibstoffen lassen sich sehen: der Ausstoß von Feinstaub, Schwefel und Schwermetallen wird massiv, d.h. nahezu komplett vermieden, Stickoxide deutlich reduziert. Natürlich, das Flüssiggas muss auch irgendwie gewonnen, zum Hafen transportiert und dort vertankt werden. Die  CO2– Bilanz ist damit sicherlich nicht neutral aber – und das ist der nötige Anstoß – besser, merklich besser. Die Diskussion entspricht damit der der Elektroautos, bei denen auch oftmals vergessen wird, dass die Akkus irgendwie hergestellt werden müssen – auch dies verursacht CO2-Emissionen.

Dass die Carnival Corporation bereits so viele Schiffe bestellt hat, kann man als ein gutes Zeichen bewerten, denn dies kann potentiell einen Dominoeffekt auslösen. Während die AIDAnova aktuell in der Wahl ihres Fahrtgebietes noch stark beschränkt ist, da sie eine LNG-Tanksinfrastruktur benötigt und daher vorerst auf den Kanaren tourt, kann gehofft werden, dass weitere Häfen nachziehen und an dieser Front aufrüsten. Mit mehr geeigneten Häfen wird der Treibstoff für weitere Reedereien attraktiv. Und währenddessen können weitere Entwicklungen fortschreiten, um die Schifffahrt Schritt für Schritt sauberer zu machen. Langsam, zugegeben. Aber es geht voran.

Am 31.08.2018 fand die Taufe der AIDAnova statt, heute am 08.10.2018 wurde die Emsüberführung begonnen. Ab Ende November steht das Schiff für sog. Vorpremieren zur Verfügung, ab Dezember fährt das Schiff wöchentliche Touren auf den Kanaren mit Zustiegen auf Teneriffa und Gran Canaria.

Wir schauen uns die AIDAnova im Dezember auf der ersten Kanarenkreuzfahrt einmal an. Größer ist sie, ungefähr 80m länger und 10m breiter als die beliebte Sphinx Klasse der AIDA. Ob dem geneigten AIDA-Fahrer das zu groß ist wird sich zeigen – auch wir waren noch nicht auf einem Schiff, das mehr als 5.000 Gäste fasst!

Ob die Geschichte der Helios Schiffe eine Erfolgsgeschichte wird, wird sich also noch zeigen.Die Ausgangslage ist aber vielversprechend und richtungsweisend. Wir halten euch auf dem Laufenden!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s