Tour de Bar(i)!

Bari, die Hauptstadt der italienischen Region Apulien, war der nächste Stop auf unserer Adriakreuzfahrt mit der AIDAblu am vierten Tag. Um 10 Uhr sollten wir anlegen und auch hier hatten wir einen Stadtrundgang auf eigene Faust geplant. Für den Abend hatten wir allerdings auch noch Pläne an Bord – wir hatten uns für die Tour de Bar, das AIDA-Bar-Hopping, angemeldet. Ob sich ein Stadtrundgang durch Bari lohnt, wie viel man für sein Geld bei der Tour de Bar kriegt und warum wir Bari gleich mehrfach an nur einem einzigen Tag besucht haben, das erfahrt ihr unten! 🙂

Für die Einfahrt nach Bari lag unsere Kabine strategisch leider schlecht. Wir waren auf der falschen Seite und so stapfte ich am frühen Morgen hoch auf Deck 12 zur noch geschlossenen Anytime Bar. Hier war der Ausblick schon ganz gut, man konnte Bari in der Ferne sehen und auch die Mein Schiff 2 (künftig die Mein Schiff Herz), die bereits im Hafen lag.

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Anytime Bar der AIDAblu

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Blick aufs Meer von der Anytime Bar

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Bari und die Mein Schiff 2 aus der Ferne

Von Bord gingen wir auch hier zu Fuß. Man liegt im Prinzip recht nah an der Altstadt, die aus vielen schmalen und sehr verwirrenden Gassen besteht. Unsere erste Aufgabe war es zunächst, hier nicht den Überblick zu verlieren. Straßennamen sucht man hier in den verwinkelten Eckchen vergebens und selbst wenn, der Reiseführer war so genau nun auch nicht und am Hafen gab es hier ausnahmsweise mal keinen Stadtplan. Es war also gut, dass wir uns in Europa befanden, Ortungsdienst an und los ging’s! 😉

 

Wir erreichten zuerst die Basilica di San Nicola, die um diese Zeit gut besucht war. Das lag nicht nur an den Kreuzfahrttouristen, sondern auch an einer kompletten Hochzeitsgesellschaft, denn hier wurde gerade geheiratet – mit vielen fremden Zuschauern. Diese verhielten sich zwar alle ruhig und der Pastore ließ sich nicht beirren, uns war das aber schon ein bisschen unangenehm, sodass wir nur einmal kurz durch das opulente Kirchenschiff und Gruft im Keller schlenderten und das fast 1000 Jahre alte Gebäude (Baubeginn 1087) wieder verließen.

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Basilica di San Nicola

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Basilica di San Nicola

Das nächste Gotteshaus war die Cattedrale di San Sabino, die an einer kleinen Piazza gelegen ist. Auch diese Kirche ist schon einiges alt, denn sie stammt bereits aus dem 11. Jh. und ist wie die Basilica di San Nicola im Stil der Romantik erbaut.

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Cattedrale di San Sabino

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Cattedrale di San Sabino

Die Altstadt verließen wir nun temporär und passierten erst den kleinen Hafen beim zdel Ferrarese wo sich der leider geschlossene Fischmarkt befindet…

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kleiner Hafen

… und liefen vorbei am Teatro Margherita die Straße Corso Cavour hinunter, wo man recht gut shoppen kann, wenn man denn in Laune ist. Hier findet sich auch das Opernhaus, das Teatro Petruzzelli.

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Teatro Margherita

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Teatro Petruzzelli

Am Piazza Umberto I entlang und wendeten uns dann wieder gen Norden, um über die Einkaufsstraße Via Sparano da Bari wieder zurück in Richtung Altstadt zu gelangen. Bei Gucci, Hermes und Co. kann man hier sein Urlaubsbudget leeren.

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Piazza Umberto I

Die Nudelgasse, die Arco Basso hatten wir uns tatsächlich etwas betriebiger vorgestellt aber vll. waren wir auch zur falschen Zeit da. 3 Damen saßen an kleinen Tischen und formten mit flinken, geübten Bewegungen die berühmten Orecchiette Nudeln, die dem Namen entsprechend wie kleine Öhrchen aussehen. Diese konnte man auch kaufen. Wir planten aber eine spätere Kostprobe und schauten daher nur ein bisschen zu und wandten uns dann dem Castello Svevo zu.

 

Das Castello Svevo kostete uns 9 EUR pP Eintritt – und die haben sich für uns leider nicht gelohnt… Mal abgesehen davon, dass man die Türme nicht besteigen konnte, auch die Ausstellungen waren nicht von Interesse für uns: es gab einmal was zu Vögeln und eher unbekannte italienische Maler, was mit Stuck- und Reliefteilen, eine Ausgrabungsstelle und ansonsten mehrere leere Räume. Kein 20 Minuten waren wir hier… Tipp: von außen anschauen reicht! 😉

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Castello Svevo

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Im Castello Svevo

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Hof des Castello Svevo

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Stuck- und Reliefausstellung

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Ausgrabungsstelle

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Einer der leeren Räume

Als Entschädigung kehrten wir zum Abschluss in die Altstadt zum Piazza Mercantile zurück und trösteten uns mit einem späten Mittagessen.

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Piazza Mercantile

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Tagliatelle frutti di mare

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Orecchiette mit Burrata

An der Promenade entlang spazierten wir dann zurück zum Schiff.

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Promenade in Bari

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Brandung

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Promenade von Bari

Um 18 Uhr legten wir dann wieder ab mit Ziel Dubrovnik. Da man im Prinzip nur einmal quer über die Adria fährt, war der Weg nicht weit und der Kapitän plante, recht langsam hinüber zu fahren. Alles sah zunächst ganz gut aus, die Gäste waren pünktlich an Bord und wir konnten den Hafen noch vor der Mein Schiff 2 verlassen. Nach sehr kurzer Zeit meldete sich der Kapitän aber erneut und erklärte, warum das Schiff nun doch wieder stoppen musste: Es gab einen medizinischen Notfall an Bord. Unsere AIDAblu machte also Halt und die Mein Schiff 2 zog im Lichte der untergehenden Sonne  an uns vorbei, während wir auf den Lotsen warteten, der den erkrankten Gast abholte. Unseren Weg setzten wir nach etwa einer Stunde fort – vorerst.

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Mein Schiff 2 vor Bari

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Sonnenuntergang vor Bari

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Die Fernsehcrew bei der Arbeit

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Pooldeck der AIDAblu beim Sonnenuntergang

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Pooldeck der AIDAblu beim Sonnenuntergang

Wir gingen derweil entspannt zu zweit im ‚East‘ Essen und stärkten uns für die Tour de Bar. Leider konnten wir so die ‚Wer wird Millionär‘ Show nicht sehen aber die Tour war halt gebucht… 2 der ursprünglich 5 angemeldeten Gäste sprangen aber dennoch spontan ab, sodass die Truppe kurioserweise allein aus Basti, meinem Bruder und mir bestand! 🙂 Als wir die Tour de Bar in der Karibik gemacht hatten, waren es um die 12 Personen und wir fanden es gut, neue Leute kennenzulernen. Tja, Gäste lernten wir hier nun nicht kennen, dafür aber den Chef der Anytime Bar, der unsere Führung machte und uns Champagner, Lynchburg Lemonade, Rum, einen Hellfire Shot, einen antialkoholischen Shot und 2 von den Barkeepern der Anytime Bar selbstkreierte Cocktails servierte.

 

Beim dritten Drink wechselten wir von Deutsch zu Englisch und auch small talk mit unserem indischen Barchef war etwas entspannter. Die 2 Stunden vergingen wie im Flug und was sich anfangs als ein etwas lamer Abend androhte, wurde wirklich lustig! Auch hier konnten wir wieder feststellen, wie viel Einsatz viele Crewmitglieder hinter den Kulissen zeigen. Wir bedanken uns ganz herzlich für einen super Abend! 🙂

Nach dieser Tour war unsere Geschäftsfähigkeit mindestens zweifelhaft. Dennoch (oder gerade deshalb?) tigerten wir zur Late-Night Kunstauktion und baten zum ersten Mal ordentlich bei den Blind Dates mit. Die Hemmschwelle war aber anscheinend auch bei anderen gesenkt, ganz knapp wurden wir immer wieder überboten! Nachdem die Bilder enthüllt wurden, fanden wir das aber nicht mehr schlimm… 😉 Wir gehen also wieder leer aus.

Inzwischen befand sich unser Schiff aber tatsächlich schon wieder auf dem Rückweg nach Bari! Erneut war ein medizischer Notfall der Grund, sodass wir um Mitternacht nach einem dringend erforderlichen Burger im California Grill wieder Fotos vom nächtlichen Pooldeck und Bari machen konnten! Tja, das hatte der Kapitän auch anders geplant… Als Gast auf jeden Fall schön zu wissen, was die Crew so auf sich nimmt! Wir nahmen es nun mit der Koje auf… 😉

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Pooldeck der AIDAblu bei Nacht

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AIDAblu im nächtlichen Hafen von Bari

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