Meeresklänge und historisches Flair im kroatischen Zadar

Unsere Adriakreuzfahrt neigte sich an Tag 6 langsam dem Ende. An diesem Tag legten wir im kroatischen Zadar an, der letzte Stop bevor wir wieder nach Venedig zurückkehren würden. Zadar kannten wir noch nicht und so entschieden wir uns auch hier dafür, vor Ort zu bleiben und keinen Ausflug zu buchen. Die Wasserfälle im Nationalpark Krka sollen sehr schön sein, diese sind aber genauso gut von Split zu erreichen, sodass wir uns dieses Highlight für die nächste Adriatour aufgehoben haben. Heute hieß es daher ‚Altstadttour‘ inklusive der weltweit einzigartigen Meeresorgel!

Die Küste Kroatiens wird gesäumt von über 1000 mehr oder weniger kleinen Inseln, viele davon liegen vor Zadar. Um nach Zadar zu gelangen, müssen Schiffe daher die Fahrrinne von Norden nehmen. Man fährt damit vor dem Anlegen genau vor der Altstadt entlang, um zum neuen Kreuzfahrtanleger im Süden zu kommen. Das bot gleich am Morgen ein paar schöne Bilder des historischen Teils der Stadt und auch wieder von der Seabourn Odyssey.

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Inseln vor Zadar

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Inseln vor Zadar

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Altstadt von Zadar mit Seabourn Odyssey und Meeresorgel

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Altstadt von Zadar

Die Altstadt ist vom Kreuzfahrthafen nicht fußläufig erreichbar. Wir frühstückten daher erst und verließen heute zusammen mit den Eltern und meinem Bruder das Schiff, um den AIDA Shuttlebus (Kostenpunkt 9,99 EUR pP für Erwachsene, 6,99 EUR pP für Kinder) zu nehmen. Hier soll es auch eine Bushaltestelle geben – wo das sein sollte, fanden wir aber nicht. Auch Taxis waren keine am doch ziemlich abgelegenen Hafen.

Der Shuttlebus brachte uns direkt zur Spitze der Altstadt, wo die Seabourn lag. Hier befindet sich auch das Kunstwerk ‚Gruß an die Sonne‘ eine kreisrunde, in den Boden eingelassene Lichtinstallation sowie die Meeresorgel. Letztere erkennt man mit dem Auge nur durch ein paar Schlitze zwischen den Treppenstufen. Hören kann man sie hingegen recht gut, denn die Wellen des Meeres spielen unterhalb der Treppenstufen auf der Orgel und erzeugen Töne, die mal melodisch, mal sehr dissonant klingen.

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Seabourn Odyssey in Zadar

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Gruß an die Sonne

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Meeresorgel

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Stufen der Meeresorgel

Während wir an der Promenade hinunterschlenderte, passierte die MSC Sinfonia die Altstadt. Das Schiff sollte sich genau gegenüber von unserer AIDAblu am Kai einfinden.

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MSC Sinfonia

Wir erkundeten derweil das Rimki Forum, das römische Forum Zadars, einst gegründet vom Kaiser Augustus. Damals eine antike Version eines zweistöckigen Shoppingcenters, zeugen heute nur noch einige Säulen von diesem Prunkbau. Um diesen Platz herum sind verschiedene Kirchen angeordnet, sitzen kann man hier gut in verschiedenen Cafés und einen Stop einlegen.

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Rimki Forum

Die Klosterkirche der heiligen Maria befindet sich auf der rechten Seite des Platzes und wurde im 11 Jh. gegründet.

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Klosterkirche der Heiligen Maria

Die Kirche des Heiligen Donat ist eine antike Rundkirche in zylindrischer Bauweise und stammt aus dem 15 Jh.. Wegen der besonderen Akustik finden hier oft Konzerte statt.

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Kirche des Heiligen Donat

Genau daneben steht die Katedrala Sveta Stošije, die bereits auf einen Bau aus dem 4. Jh. zurückgeht. Den 56m hohen Kirchturm kann man besteigen und den Ausblick auf die Altstadt und auch in die fernen Berge genießen – so wie wir es gemacht haben.

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Katedrala Sveta Stošije

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Blick nach Süden von der Katedrala Sveta Stošije

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Blick nach Osten von der Katedrala Sveta Stošije

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Blick nach Norden von der Katedrala Sveta Stošije

Vom Forum aus kann man die EinkaufsstraßeŠiroka ul.‘ herunterlaufen. Shoppen kann man hier recht anständig oder man belässt es halt beim Schlendern mit einem Eis in der Hand (Eisdielen gibt es eine Menge). Nach ein paar hundert Metern gelangt man zum Narodni Trg, dem Volksplatz, der ebenfalls umgeben ist eine Reihe historischer Gebäude, wie der Stadtwache und der Stadt Loggia.

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Stadt Loggia Zadar

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Stadtwache Loggia

Ein Stück weiter passiert man die Kirche Crkva sv. Šime bevor man zum Trg 5 Bunara, dem Platz der 5 Brunnen, gelangt. Dahinter liegt der Park Perivoj kraljice Jelene Madijevke, vom welchem aus man das Stadttor Kopnena vrata bewundern kann.

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Kirche Crkva sv. Šime

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Platz der 5 Brunnen

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Stadttor Kopnena vrata

Von hier aus traten wir den Rückweg nach Norden an und wählten die Promenade auf der Stadtmauer an der Landseite. Zwischen der Altstadt und der restlichen Stadt ist ein langgezogener Yachthafen, die Fußgängerbrücke ‚Gradski most‘ verbindet beide Stadtteile.

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Yachthafen von Zadar

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Yachthafen von Zadar

Von der Stadtmauer aus entdeckten wir dann auch den Markt ‚Gradska tržnica‘, dessen Öffnungszeiten (täglich außer Sonntag von 7 bis 15 Uhr) wir leider verpasst hatten.

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Markt von Zadar

Wir kehrten durch das Stadttor Morska vrata in die Altsstadt zurück und machten noch einen kurzen Stop in einem Café, um den örtlichen Maraschinolikör zu probieren…

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Stadttor Morska vrata

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Maraschino Likör

… bevor wir einen Shuttlebus zürück zum Hafen nahmen.

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MSC Sinfonia in Zadar

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AIDAblu in Zadar

Das Sail Away schauten wir bei einem Glas Wein und einer kleinen Vorspeise hinten im Bella Donna Restaurant

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Absteigen des Lotsen

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Altstadt von Zadar in der untergehenden Sonne

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Sonnenuntergang über kroatischen Bergen

… bevor wir ins Brauhaus umzogen und heute mal einen so richtig deutschen Abend machten, mit Bier und Riesenschnitzel! 🙂 Leider hatte man unsere Schnitzelbestellung verschludert und als nach einer knappen Stunde immer noch nichts zu Essen gekommen war, brachte man uns unaufgefordert als Entschädigung eine Runde Bier aufs Haus! Das nahmen wir natürlich gern an und die Schnitzel dann natürlich auch! 😉

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Riesenschnitzel im Brauhaus

Der weitere Abend war dann für uns eher unspektakulärer Natur. Die 70er Show ‚Can You Feel It‘ hatten wir verpasst, diese hätte uns aber wahrscheinlich eh nicht allzu sehr interessiert – ebenso wenig wie die Disco Fever Poolparty. Bei der dritten und letzten Kunstauktion gingen wir dann wiederum leer aus, da die Gäste auf dieser Reise außerordentlich bietfreudig waren. Schließlich schauten wir noch kurz beim Karaoke im Brauhaus rein, das war aber ausgesprochen Stimmungsmusik-lastig. Den Discofox-Marathon in der AIDA Bar sparten wir uns gleich und entschieden uns stattdessen für einen ruhigen Abschluss des Abends mit einem letzten Drink an der Ocean Bar! Irgend was findet man ja immer! 😉

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