Venedig, auf eigene Faust und für kleines Geld!

Der letzte Tag unserer Reise startete früh. Wir hatten auf die Durchsage vom Kapitän geachtet, wann wir wohl am Markusplatz vorbeifahren würden und uns einen Wecker gestellt. Wie schon mehrfach auf dieser Reise brauchten wir ihn aber letztlich nicht, denn punktlich zum ersten Morgenrot über dem Meer war ich wach und kuschelte mich mit der Kamera und meiner Decke in die Hängematte. Auch Basti rollte kurz darauf aus der Koje und wir genossen erst eine spektakuläre Einfahrt in den Hafen von Venedig und später dann einen wunderbaren letzten Tag in der Lagunenstadt!

Wir waren noch einige Seemeilen vor Venedig, als die ersten Sonnenstrahlen über dem Horizont hervorkrochen…

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Erste Sonnenstrahlen am Horizont vor Venedig

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Roter Horizont vor Venedig

… so richtig raus kam die Sonne dann bei den ersten Landausläufern…

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Sonnenaufgang vor Venedig

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Rote Sonne über Venedig

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Sonnenaufgang bei der Einfahrt nach Venedig

… und tauchte die Stadt in warmes Morgenlicht. Wir passierten den noch verschlafenen Markusplatz gegen halb 7 Uhr morgens und trotz der frühen Zeit waren die Kanäle schon gut befahren.

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Erster Blick auf die Lagunenstadt

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Canale della Guidecca im Morgenlicht

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Markusplatz nach Sonnenaufgang

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Dogana da Mar an der Gabelung zum Canale Grande im Morgenlicht

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Promenade am Canale della Guidecca

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Kanal im Morgenlicht

Weiter den Canale della Guidecca hinab passierten wir die teureren Luxusschiffe Silver Muse, Azamara Quest und den 4-Master Star Flyer.

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Silver Muse, Azamara Quest und Star Flyer

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Star Flyer

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Silver Muse

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Azamara Quest

Das Schiff verließen wir dann aber nicht sonderlich zeitig, wir hatten einen anderen Plan. Im Hafen sollten sich heute immerhin insgesamt 10 Schiffe einfinden! Wir wollten daher die betriebige Mittagszeit im Herzen der Stadt auslassen und gingen mit Absicht erst nach dem Mittag von Bord, in der Hoffnung, dass viele Kreuzfahrturlauber am frühen Nachmittag bereits den Rücktritt antreten würden. Wir hatten als AIDA-Reisende nämlich einen entscheidenden Vorteil: Wir würden hier noch über Nacht liegen, fast alle anderen sollten den Hafen zwischen 16 und 18 Uhr verlassen.

Wir gingen also im Marktrestaurant Mittagessen und im Anschluss zu Fuß zum Hafenausgang. Den Bootsanleger zwischen den Kreuzfahrtschiffen ließen wir links liegen. Der AIDA Transfer in die Stadt war zu diesem Zeitpunkt bereits eingestellt – von 9 Uhr bis 12 Uhr hätte man eines der Boote zum Markusplatz nehmen können. Man hätte sich in Vorfeld allerdings für eine Uhrzeit zur Hinfahrt entscheiden müssen und der Rücktransfer musste bis 19:30 Uhr angetreten werden. Das war uns zum einen zu früh – wir lagen ja schließlich über Nacht – und zum wollten wir es heute so günstig wie möglich versuchen und 14,99 EUR waren uns zu viel.

Auch die Wasserbusse kamen für uns aus den gleichen Gründen nicht in Betracht: Eine einfache Tour kostet hier 8 EUR, inkl. Rückfahrt 15 EUR pP.. Auch hier ist die Rückfahrt nur bis 19 Uhr möglich, da der Hafen später nicht mehr angelaufen wird, was logisch ist, da nur sehr wenige Kreuzfahrtschiffe hier über Nacht liegen.

Wir nahmen stattdessen den People Mover, eine Bahn, die den Hafen mit dem Piazzale Roma verbindet und vom Schiff etwa 5 Minuten entfernt ist. Das kostet pro Fahrt gerade einmal 1,50 EUR und von hier aus kommt man prima zu Fuß weiter.

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AIDAblu und MSC Musica

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Station des People Movers

Entlang vieler kleiner Kanäle erkundeten wir also zuerst den Stadtteil Dorsoduro. Dieser ist ruhiger und biete viele schöne Fotomöglichkeiten. Zudem findet man hier recht gut einen Platz zum rasten. Am Platz Campo Santa Margherita gibt es beispielsweise viele Cafés und Restaurants, wir merkten uns dies schon einmal für das Abendessen vor.

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Kanal im Stadtteil Dorsoduro

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Kanal im Stadtteil Dorsoduro

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Kanal im Stadtteil Dorsoduro

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Chiesa di San Barnaba

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Campo Santa Margherita

Neben der der Chiesa di San Trovaso findet man hier auch noch einen der wenigen alten Gondelbauer, die Bootswerft Squero di San Trovaso.

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Bootswerft Squero di San Trovaso

Von hier aus erreichten wir den großen Canale della Guidecca und konnte beobachten, wie es aussieht, wenn sich ein Kreuzfahrtschiff hier hindurchschiebt – in diesem Fall die Vision of the Seas von Royal Caribbean, eine alten bekannte die mit uns schon vor Santorini gelegen hat.

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Vision of the Seas

Wir schlenderten an der Promenade des großen Kanals bis zur Spitze, dort wo der Canale Grande in den Canale della Guidecca mündet. Wir passierten dabei die Chiesa di Santa Maria del Rosario und konnten auch die Gebäude auf der anderen Seite des Kanals bewundern. Am Dogona da Mar, dem ehemaligen Zollamt angekommen, bot sich ein klasse Blick auf den Markusplatz.

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Chiesa di Santa Maria del Rosario

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Gebäude auf der anderen Seite des Canale della Guidecca

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Dogana da Mar

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Blick auf den Markusplatz

Unser nächstes Ziel war der Stadtteil San Marco, dort wo sich der Markusplatz befindet. Insgesamt gibt es nur 4 Brücken, um den Canale Grande zu überqueren, die uns nächste war die Ponte dell‘ Accademia. Darauf steuerten wir nun also zu und kamen dabei an der Basilica di Santa Maria della Salute vorbei, bevor wir den regen Verkehr auf dem berühmten Kanal zum ersten Mal mit eigenen Augen beobachten konnten.

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Basilica di Santa Maria della Salute

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Ponte dell‘ Accademia

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Blick von der Ponte dell‘ Accademia

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Blick von der Ponte dell‘ Accademia

San Marco war dann gleich sehr viel wuseliger. Die Gassen sind enger und  hier sind viel mehr Leute unterwegs, besonders zwischen den beiden Hauptsehenswürdigkeiten Markusplatz und Rialto-Brücke. An der Chiesa di San Vidal vorbei und über den Platz Campo Santo Stefano steuerten wir zuerst die Rialto-Brücke an. Man schlängelt sich hier durch schmale Gassen und kann immer wieder einen Blick in recht enge und dunkle Kanäle werfen. Links und rechts des Wegs befinden sich haufenweise Läden, in denen man im Wesentlichen venzianische Masken und Muranoglas als Mitbringsel erwerben kann – stellenweise gibt es aber auch teure Botiquen. Daneben die obligatische Eisdiele und jede Menge kleine Cafés. Und natürlich findet man auch hier an jeder Ecke eine Kirche! 😉

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Chiesa di San Vidal

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Kanal mit Gondeln

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Chiesa di Santa Maria del Giglio

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teuer Einkaufsstraße

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Chiesa di San Maurizio

An der Rialto-Brücke war noch recht viel los am bereits fortgeschrittenen Nachmittag, es ging aber eigentlich. Zumindest kriegten wir es hin, ein Foto auf der Brücke ohne großes Gedränge zu schießen! 😉

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Canale Grande

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Rialto-Brücke

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Blick von der Rialto-Brücke

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Rialto-Brücke

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Blick von der Rialto-Brücke

Bevor wir nun den Markusplatz ansteuerten, legten wir noch einmal einen Boxenstop ein und gönnten uns einen Spritz Venetiano, der hier stilecht mit einer Olive kommt – den gibt es übrigens schon ab 3,50 EUR to go in ganz vielen Cafés!

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Der Markusplatz, der Piazza San Marco war dann gegen 6 Uhr abends schon gut geleert. Die goldenen Verzierungen der Basilica di San Marco, uns bekannt als Markusdom, leuchteten in der Abendsonne und der bekannte venzianische Turm Campanile di San Marco ragte in einen wolkenloses Abendhimmel. Ganz in Ruhe konnten wir nun den Platz erkunden und Fotos von der Biblioteca Nazionale Marciana,  dem Palazzo Ducale (Dogenpalast) und der Chiesa di San Giorgio Maggiore mit dem kleinen Campanile auf der anderen Seite des Canale della Guidecca machen.

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Companile di San Marco

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Markusdom

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Biblioteca Nazionale Marciana und Companile di San Marco

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Dogenpalast

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Chiesa di San Giorgio Maggiore und MSC Musica

 

Wir traten von hier aus nun den Rückweg an, kehrten aber wie geplant auf dem Campo Santa Margherita noch zum Abendessen ein. Nach einer guten echt intalienischen Pizza für kleines Geld, konnten wir noch ein paar Abendfotos von Venedig machen und investierten dann ab dem Piazzale Roma noch einmal 1,50 EUR und waren im Nu zurück am Schiff – der ganze Ausflug hatte uns damit pro Person inkl. Verpflegung keine 20 EUR gekostet, Ziel erreicht! 🙂

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Sonnenuntergang in den Kanälen von Venedig

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Vendig nach Sonnenuntergang

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AIDAblu bei Nacht

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Ablegen der Star Flyer und Vision of the Seas bei Nacht

Auf dem Schiff gab es noch einen Last-Minute Nachtisch bevor die Restaurants schlossen, einen Farewell Sekt und eine Stippvisite bei der Silent Disco auf dem Pooldeck (im Hafen von Venedig darf keine Musik gespielt werden). Wir holten uns dann zum Abschluss noch einen Whiskey-chino von unserem Lieblings-Barkeeper und schlossen diesen anstregenden Tag ab, denn am nächsten Tag ging es wieder heim.

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Die Heimreise verlief aber weitgehend unproblematisch, obwohl auch dieses Mal nahezu der gesamte Tag drauf ging. Wir hatten ja aber eine sehr schöne Reise gehabt uns das entschädigte doch sehr! Das Wetter war wirklich gut zu uns und wir haben tolle Orte gesehen! Auch die AIDAblu hat uns gut gefallen, ganz besonders der Einsatz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wir haben uns sehr gut aufgehoben und besonders verpflegt gefühlt! 😉 Einzig das Entertainment hat noch Potential… 😉 So ist das aber und jede Reise ist halt ein klein wenig anders.

Wir freuen uns jetzt schon auf die nächste Reise. In 35 Tagen geht es auf die neue AIDAnova und wir sind schon ganz gespannt!!!

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