So stellt man sich den Orient vor! Unsere Tour durch Muscat im Oman

Ach, so schnell geht die Zeit rum! Über die Hälfte der Kreuzfahrt war nun schon wieder rum, eine Woche ist halt nichts… Ein paar tolle Sachen sollten aber noch kommen! In den vergangenen Tagen hatten wir die moderne Seite des Orients kennengelernt. Den Bauboom im Qatar, die immer abgefahreneren Highlights von Dubai. Nur auf den Souqs hatten wir ein bisschen orientalischen Flair in den bunten Tüchern und den farbenfrohen Glasornamenten erspäht und die Gerüche aus weit-weit-weg in der Nase gehabt; Rosenblüten, Tee, Weihrauch, Kadarmom. Heute im Oman sollten wir sehr viel mehr von diesem ‚echten Orient‘ sehen… Und euch nehmen wir natürlich gern mit durch unseren typisch orientalischen Tag in Muscat! 😉

Wir hatten für heute einen Ausflug mit Moschee, Souq und Königspalast über AIDA gebucht und schon am frühen Morgen war es daher eine Notwendigkeit den Dresscode umzusetzen: Handgelenke und Fußknöchel mussten bedeckt sein, keine durchsichtigten Stoffe, keine Tiermuster, nichts Weißes und nichts Enges. Dazu ein Kopftuch – sonst kann man die Große Moschee nur von Draußen betrachten…

Achtet wirklich drauf, wie ihr euch anzieht. Bei der Einlasskontrolle wird tatsächlich sehr streng geschaut!

Ein sehr frühes Frühstück, dann ging es schon zu den Bussen im langen Kleid mit 2 verschiedenen Strickjacken und einem schwarzen Kopftuch im Gepäck. Während wir abfuhren, kam jemand anders gerade auf einem Dromedar an – es war mittlerweile der 23.12. und der Weihnachtsmann war auf der Zielgeraden vom Nordpol. Begrüßt von den 4 AIDA Maskottchen konnten wir den guten Herren nur noch aus dem Augenwinkel sehen. Gebracht hat er uns aber trotzdem was, dazu aber dann morgen mehr! 😉

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Der Weihnachtsmann im Orient

Wir fuhren quer durch Muscat, vorbei an mehreren Moscheen

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… zur Hauptmoschee des Oman, der Sultan Qaboos Moschee.

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Sultan Qaboos Moschee

Die Moschee wurde 2001 fertiggestellt. Zu diesem Zeitpunkt befand sich hier der größte Teppich der Welt (über 3 Jahre geknüpft über 20 Tonnen schwer) und der größte Swarovsky-Kronleuchter. Beides wurde nur kurz darauf von der Sheyk Zayed Moschee in Abu Dhabi übertroffen.

Bei der Einlasskontrolle war es tatsächlich gut, dass ich 2 Strickjacken mitgebracht hatte. Die erste war dem Kontrolleur zu durchsichtig. Trotz der deutlichen Hinweise zusammen mit den Tourticket, war eine Reihe der mitreisenden Damen nicht angemessen angezogen, 3/4 Hose, Spaghettiträgertops, keine Kopftücher… Sorry, aber das kam uns doch irgendwie reichlich bräsig vor. Und sich dann noch über die Regeln zu beschweren – wenn man andere Kulturen besucht, muss man sich wohl auch ein wenig danach richten. Diejenigen, die die Moschee dann dich noch von Innen sehen wollten, konnten sich am Eingang Umhänge und Kopftücher leihen, wohl so für umgerechnet 5 EUR.

Auf dem Geländer der Moschee kann man sich dann frei bewegen. Es gibt einen hübschen Park und schicke Außenanlagen

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Parkanlage Sultan Qaboos Moschee

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Parkanlage Sultan Qaboos Moschee

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Sultan Qaboos Moschee von Außen

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Sultan Qaboos Moschee von Außen

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Sultan Qaboos Moschee von Außen

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Minarett der Sultan Qaboos Moschee

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Minarett der  Sultan Qaboos Moschee

 

… einen kleinen Frauengebetsraum

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Frauengebetsraum der Sultan Qaboos Moschee

… und einen großen Männergebetsraum mit dem berühmten Teppich und dem imposanten Kronleuchter.

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Teppich der Sultan Qaboos Moschee

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Kronleuchter der Sultan Qaboos Moschee

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Swarovsky-Kronleuchter in der  Sultan Qaboos Moschee

 

Die Gebetsräume dürfen nicht mit Schuhe betreten werden – das sollte man bei der Sockenauswahl oder dem Zustand des Nagellacks beachten! 😉 Insgesamt hatten wir etwa eine 3/4 Stunde Zeit und das reichte auch zur Erkundung der Moschee und der Anlage völlig aus.

Weiter ging es von hier aus zurück zum Hafen, dort findet sich nämlich ein wichtiger Souq des Oman, der traditionelle Souq von Muttrah. Dieser ist auch zu Fuß vom Schiff aus zu erreichen.

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Muscat

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Corniche von Muttrah

Da es am Morgen geregnet hatte, war der Besuch allerdings etwas problematisch: der Souq stand unter Wasser!

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Überschwemmter Souq von Muttrah

Im Nu hatte ich also nasse Füße in  meinen Sandälchen aber so ging es auch den Einheimische, die das nicht weiter zu stören schien. Männer mit Besen versuchten derweil, dass Wasser Richtung Ausgang zu schieben. DIe kleinen Seitengassen waren glücklicherweise weitgehend trocken und so stöberten wir dort ein wenig.

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kleine Seitengasse auf dem Souq von Muttrah

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Gold Souq von Muttrah

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Socken, Taschen, Tücher…

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Kleinkram und Ramsch

 

Wir handelten hier auch sehr erfolgreich – zu unserer Freude und auch der des Händlers, der sich sogar dafür bedankte, wie gut wir ihn rutergehandelt hatten! Das gehört hier halt einfach zur Kultur, auch wenn es uns doch irgendwie etwas komisch vorkommt so ausgiebig zu feilschen.

Tipp: Seht zu, dass ihr den Umrechnungskurs kennt. Ihr könnt auch in EUR zahlen, an vielen Sachen sind aber Preise in Rial aufgeklebt. So wisst ihr direkt, ob ihr über den Tisch gezogen werdet! 😉

Die lustige Reise ging von hier aus weiter zu einer Art Austellung zum Leben im Oman – es gab historische Kleidung, Waffen und Schmuck zu sehen, sowie ein nachgebildetes Beduinendorf…

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Nachbildung einer omanischen Stadt

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Omanisches Haus

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Flusslauf

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Boote

… und von dort zum Al Alam Palast, dem Königspalast, der ungewohnt bunt daherkommt, verglichen mit den üblichen Sandsteinfarben im Oman.

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Al Alam Palast

Links und rechts vom Königspalast befinden sich die Forts Al Mirani und Al Jalali, die noch aus der portugiesischen Besatzungszeit im 16 Jahrhundert stammen.

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Palastgarten

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Al Jalali Fort

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Al Alam Palast mit Al Mirani Fort

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Al Mirani Fort

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Palastanlage

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Palastanlage mit Al Alam Palast

Der Al Alam Palast war unser letzter Stop gewesen. Ganz nebenbei hatten wir auch sehr viel über Leben und Kultur erfahren.

Unser Führer berichtete uns zum Beispiel, dass der Islam Staatsreligion ist, es sei aber verboten andere Religionen infragezustellen. Insoweit herrscht zumindest eine gewisse Religionsfreiheit.

Das Bildungssystem wurde unter dem aktuellen Sultan Qaboos massiv verbessert, innerhalb von etwa 30 Jahren wurde nahezu die gesamte Bevölkerung alphabetisiert. Heutzutage gehen viele nach der Schule auf die Universität, davon gibt es im Oman nur eine einzige staatliche, daneben noch ein paar weitere private. Wie bei unserem Führer gebe es zudem auch weitreichende Möglichkeiten im Ausland zu studieren.

Zwangsheiraten gebe es nicht, viele junge Leute lernen sich auf der Universität kennen und können ihren Partner dann frei wählen. Wie im Islam möglich, kann es auch bis zu 4 Frauen geben, da sei heutzutage aber sehr selten – ist halt schon eine Geldfrage, denn die Damen muss man sich auch erst einmal leisten können! 😉

Interessant war dann auch, dass Kriminalität nahezu inexistent ist. Die Polizei nimmt als Ersatz dafür daher auch Verwaltungsaufgaben wahr, wie etwas Pässe ausstellen oder verlängern.

Es ging für uns also zurück auf unser Schiffchen

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AIDAprima in Muscat

… und zur Lanai Bar. Wir bekamen einen schönen Platz an der Reeling und vertrieben uns die Zeit bis zum Sonnenuntergang und zum Ablegen.

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Im Hafen von Muscat

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An der Lanai Bar

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Das Fort von Muttrah im Hafen von Muscat

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Beim Ablegen an der Lanai Bar

Am Abend gingen wir in der Tapas Bar essen. Hier kann man auf einer kleinen Karten ankreuzen, was man haben möchte. Die Getränke kosten dann aber extra. Einige Kleinigkeiten gab es dann leider nicht, das war aber nicht so wild, alles in allem hat es uns gut geschmeckt! Nur die Lage an der AIDA Plaza fanden wir jetzt nicht so toll.

 

Leider wurde das Programm geändert, ohne, dass wir das mitgekriegt hatten. Die Show verpassten wir ir leider, kamen aber rechtzeitig zum Weihnachtssingen.

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Den Abschluss fand unser Abend letztlich im Nightfly bei der Show Rock Love. Hier hatten wir für 10 EUR p.P. einen guten Platz und ein Glas Champagner erhalten. Der geringe Einsatz lohnt sich auch wirklich, Champagner brauchen wir zwar nicht unbedingt aber die Show, zur Abwechslung man in kleiner Runde, gefiehl uns richtig gut! Das machen wir sicherlich mal wieder! 😉

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4 Gedanken zu “So stellt man sich den Orient vor! Unsere Tour durch Muscat im Oman

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