FAQ: Kreuzfahrthafen Dubrovnik, Kroatien

Dubrovnik ist ein klassischer Anlegehafen bei Kreuzfahrten auf der Adria. Das liegt nicht zuletzt an der strategisch praktischen Lage an der kroatischen Küste. Bis zu 7 Schiffe lagen in der Vergangenheit dort an so manchem Tag im Hafen oder auf Reede vor der Stadt, was jüngst dazu geführt hat, dass mögliche Beschränkung durch die Stadtverwaltung erwogen werden. Nur noch die Häfte an Kreuzfahrttouristen soll es ab diesem Jahr hier geben, wenn es so kommt wie angekündigt. Die Routen vieler Reedereien sind allerdings schon seit Jahren vorgeplant, es wird sich im Sommer also noch zeigen, wer die berühmte historische Altstadt und die umliegenden Sehenswürdigkeiten weiterhin besuchen kann.


FAQ:

  • Land: Kroatien
  • Sprache: Kroatisch
  • Währung: Kroatische Kuna
  • Einwohnerzahl: über 40.000
  • Klima:
    • Sommer: 21 bis 28 Grad
    • Winter: 6 bis 12 Grad
  • Kreuzfahrtreisezeit:
    • Sommerreisen auf der Adria

In Dubrovnik legen Kreuzfahrtschiffe primär am großen Anleger beim Yachthafen an. Dieser ist knapp 4 km von der Altstadt entfernt, zu Fuß benötigt man etwa eine 3/4 Stunde. Direkt vor dem Anleger hält allerdings auch der günstige Stadtbus (12 Kuna am Kiosk, 15 Kuna im Bus = knapp 2 EUR), bei dem man aber Wartezeiten einplanen muss. Wer auf Nummer Sicher gehen will, nimmt entweder ein Taxi oder den Shuttlebus der jeweiligen Reederei, sofern einer angeboten wird. AIDA nimmt für den Service 9,99 EUR (Stand 2018). 

Alternativ können Schiffe auch vor der Altstadt auf Reede liegen. Mit Rettungsbotten tendert man dann direkt in den kleinen Yachthafen der Altstadt und spart sich den Fußweg oder eine Bustour. 


Vor Ort

Das naheliegenste Ausflugsziel vor Ort ist natürlich die Altstadt von Dubrovnik (Adriakreuzfahrt 2016). Tausende von Besuchern pilgern hier täglich durch die engen Gassen, besuchen den kleinen Yachthafen oder umrunden die Stadt auf der breiten Stadtmauer. Man muss sich hier leider auf eine Menge Menschen gefasst machen. Der Tourismus hat in den letzten Jahren hier sehr stark zugenommen und auch die Bewohner kriegen das zu spüren. Obwohl die Touristen sicherlich die Wirtschaft ankurbeln, hat dies auch dazu geführt, dass die Immobilienpreise für die Einheimischen ins Astronomische gestiegen sind. Noch sieht man aber die ein oder andere authentische Wäscheleine – noch.

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Seitenstraßen von Dubrovnik

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Altstadt von oben

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alte Festung (the Red Keep!!)

An der breiten Prachtstraße direkt hinter dem Stadttor finden sich bereits einige Läden, in den Gassen findet man aber noch viele mehr. Dazu gibt es eine reiche Auswahl an Cafés und Restaurants, besonders am kleinen Yachthafen. Auch ohne ein Kulturfreund zu sein, kann man hier also einiges an Zeit totschlagen.

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Hauptstraße und Rektorenpalast

Kulturliebhaber sind hier aber ebenfalls sehr gut aufgehoben. Es gibt viele Kirchen und erwürdige Gebäude wie den Rektorenpalast, die besichtigt werden können. Eine Stadtführung ist für Interessierte daher sicher kein Fehlgriff.

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St. Ignatius Kirche

Ein Highlight für alle mobilen Besucher ist letztlich die bereits erwähnte Stadtmauer. Diese kann man an verschiedenen Stellen besteigen und dort auch jeweils Tickets erwerben. Für Erwachsene kosten diese 150 Kuna, für Kinder 50 Kuna (etwa gut 20 EUR bzw. knapp 7 EUR, Stand 2018). Vorab kann man diese aber auch schon online kaufen und sich das Anstehen sparen. Barrierefrei ist dieses Erlebnis allerdings nicht – es geht ordentlich treppauf und treppab. Der Ausblick über die Dächer der Stadt entschädigt dann aber eindeutig! Auf der Meerseite bietet sich außerdem ein atemberaubender Blick auf die kroatische Adria. Hier finden sich dann auch ein paar Bars und wer mag, kann eine Rast einlegen. Für den kompletten Rundgang sollte man etwa 1 1/2 Stunden einplanen.

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Stadtmauer rechts

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Stadtmauer links

Nicht von der Stadtmauer aus zu erreichen, sind die Bars an der Steilküste vor der Altstadt. Um diese zu finden, muss man an der Meerseite die Durchgänge in der Stadtmauer suchen. Auch dann bietet sich eine spektakuläre Sicht aufs Meer, besonders beim Sonnenuntergang haben wir uns sagen lassen!

Wer für eine Führung mit denselben Sehenswürdigkeiten ein bisschen tiefer in die Tasche greifen möchte, der bucht eine Game of Thrones-Führung. Hier sieht man im Grunde nichts anderes, darf aber gern ein paar Euro mehr da lassen, nur für den Titel! 😉

Wer die Altstadt schon kennt, kann sich alternativ von weiter oben einen sehenswerten Überblick verschaffen. Mit der Seilbahn kann man auf den Hausberg ‚Srđ‘ hinauffahren und den Ausblick auf die Stadt, das Meer und die vorgelagerte Insel Lokrum bei einem Kaffee genießen. Die Fahrt hinauf und hinab kostet ebenfalls 150 Kuna (Kinder 60 Kuna). Die Wartezeiten sind sehr vom jeweiligen Besucheransturm abhängig.

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Yachthafen der Altstadt von dem Hausberg Srđ mit Seilbahm


Sehenswertes um Dobrovnik

Direkt vor der Altstadt von Dubrovnik liegt die grüne Insel Lokrum (Adriakreuzfahrt 2018). Diese ist per Boot entweder mit einer vorab gebuchten Tour direkt vom Kreuzfahrtanleger zu erreichen oder vom Yachthafen der Altstadt. Etwas günstiger – je nach Angebot – sind die Fahrten ab den Yachthafen, hier muss man aber mit Wartezeiten rechnen – und man muss erst einmal zur Altstadt fahren. Auf Lokrum kann man das Kloster besichtigen, das Tote Meer suchen, den Botanischen Garten besuchen oder einfach einen Spaziergang hinaus zum Fort Royal machen, das einen tollen Ausblick auf die Altstadt von Dubrovnik bietet.

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Hafen von Lokrum

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Totes Meer

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Kloster auf Lokrum

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Ausblick auf Dubrovnik

Die Inselgruppe der Elaphiten liegt nördlich von Dubrovnik und ist ebenfalls mit Bootstouren vom Hafen aus zu erreichen. Viele Ausflüge gehen nach Koločep, es gibt aber auch Angebote zum Inselhopping als Tagestour. Diese Inseln sind aber auch per Fähre zu erreichen. Selbstredend steht hier die idyllische Küstenlandschaft Kroatiens im Vordergrund und es geht sehr viel ruhiger zu als in der Altstadt von Dubrovnik.

Etwas weiter weg im Norden liegen die Halbinsel Pelješac und die Insel Korčula sowie die Insel Mljet, die grünste Insel des Mittelmeers, auch bekannt als Odysseus-Insel. 

Wer alles in der direktem Umgebung schon kennt, der kann einen Abstecher nach Montenegro machen. Mit Mietwagen ist das allerdings schwierig, da mal die Grenze nicht überqueren darf. Es gibt allerdings geführte Touren.

Ebenso gibt es Touren nach Bosnien und Herzegowina zu den Wasserfällen von Kravica oder nach Mostar.


Ausflüge der Reedereien

Alle Reedereien, ob Deutsche oder andere, bieten natürlich Touren durch die Altstadt von Dubrovnik an. Praktisch ist, dass man so gleich einen Transfer zur Altstadt hat, man schiebt sich allerdings auch in einer recht großen Gruppe durch die engen Gassen. Außerdem sind diese Kosten nicht unbedingt nötig, wenn man einen guten Reiseführer im Gepäck hat. Die Altstadt geht halt einfach super auf eigene Faust.

Sinnvoll sind Reedereiausflüge etwa im Hinblick auf Fahrrad- oder Pedelectouren. Bei Bootstouren kommt es auf den Startpunkt und das verfügbare Zeitfenster an, amerikanische Reedereien liegen mitunter recht kurz im Hafen.


Ausflüge auf eigene Faust

Wie gesagt, die Altstadt geht super auf eigene Faust und ist zu Fuß, per Taxi oder mit dem Bus zu erreichen. So gelangt man auch zur Seilbahn über Dubrovnik. Mietwagen sind auch möglich, haben aber den Haken, dass man in aller Regel die Grenzen nach Montenegro oder Bosnien und Herzegowina nicht passieren darf. Man ist damit etwas beschränkt. Externe Anbieter verfügen über eine breite Auswahl an Bootstouren und Game of Thrones Motte-Touren.


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