FAQ Kreuzfahrthafen: Reykjavik, Island

Nordlandkreuzfahrten sind schon immer beliebt, wer kennt auch nicht den Vorreiter der modernen Kreuzfahrt, die Hurtigruten in Norwegen? Norwegen ist aber nicht die einzige nordlische Destination, die durchaus sehenswert ist. Immer mehr Kreuzfahrtschiffe halten auf Island zu, entweder im Rahmen einer Irland/England/Island-Tour oder als Transreise über Grönland in die USA. Reykjavik ist da im Prinzip gesetzt, neben 1, 2 oder 3 weiteren Stops auf Island. Gerade die isländische Hauptstadt lohnt sich nämlich besonders. Warum, das haben wir in unseren Kreuzfahrthafen-FAQ’s zu Reykjavik einmal zusammengefasst.


FAQ:

  • Land: Island
  • Sprache: Isländisch
  • Währung: Isländische Kronen
  • Einwohnerzahl: gut 120.000
  • Klima:
    • Sommer: 6 bis 15 Grad
    • Winter: – 3 bis 3 Grad
  • Kreuzfahrtreisezeit:
    • Sommerreisen nach Norden
    • Transreise von/in die USA im Frühjahr oder Herbst

In Reykjavik liegt man mit dem Schiff im Industriehafen etwa 5 km von der Innenstadt entfernt. Man kann da sicherlich zu Fuß hingehen, es gibt auf dem Weg aber nicht viel zu sehen und bei uns war das Wetter auch nicht beständig genug – alle halbe Stunde hat es Sintflutartig geregnet, dann war wieder blauer Himmel. Zur Innenstadt bietet sich also ein Taxi an, das liegt etwa bei 20 EUR (Island ist nicht billig). Natürlich kann man alternativ auch das Umland erkunden, das ist sogar sehr beliebt, aber lasst uns das einmal Schritt für Schritt aufrollen – wir haben beides auf unseren Stop im Sommer 2018 mit der Celebrity Eclipse gemacht und können euch einiges bereits aus erster Hand berichten (Golden Circle auf eigene Faust – Tag 1 in Reykjavík und So abwechslungsreich ist Reykjavík!):


Vor Ort:

Reykjaviks Innenstadt ist durch pittoreske kleine Häuschen und viele niedliche Läden geprägt. Daneben gibt es aber wahre Prachtbauten wie die imposante Hallgrimskirche, das Konzerthaus Harpa oder den stilischen Bau des Warmwasserspeichers Perlan von dessen Glaskuppel aus man auf die Stadt schauen kann. Das alles ist fußläufig erreichbar, wenngleich man so schon echt Meter macht.

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Sitz des Premierministers

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Harpa Konzerthaus

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Hallgrimmskirche

Entlang des Weges kann man viel an isländischer Lebensart sehen – etwa wenn man in eines der vielen kleinen Cafés oder Restaurants einkehrt. Es geht hier sehr entspannt aber auch außerordentlich freundlich zu! Ins Auge fallen immer wieder die Wandgemälde, die sich überall in der Stadt finden.

Das Wahrzeichen der Stadt findet man an der Promenade, die Installation Sun Voyager, die oft für ein Wikingerschiff gehalten wird.

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Sun Voyager

Etwas  informativer wird es sicherlich im Nationalmuseum, das ebenfalls im Bereich der Innenstadt liegt und mehrere permanente Ausstellungen, etwa zur Geschichte und Vergangenheit des Landes zeigt. Eintritt ist mit 2000 ISK (knapp 15 EUR) nicht allzu preiswert. Ein Stück außerhalb der Innenstadt kann man sich im Árbaer Freilichtmuseum eine weitere Protion Geschichte abholen. Hier erfährt man außerdem viel zur Architektur Islands und kann die nachgebauten Häusern auf dem Gelände besichtigen. Der Eintritt kostet aktuell 1650 ISK (ca. 12 EUR – Stand 2019).


Sehenswertes um Reykjavik

Im Süden von Reykjavik liegt die Blue Lagoon, ein Geothermal Spa mit echten heißen Quellen. Tagestickets gibt es ab 50 EUR, allerdings nur für den Abend. Wenn es sich wirklich lohnen soll, muss man aktuell 86 EUR investieren und erhält dafür Eintritt sowie das erste Getränk. Den Besuch kann man noch mit ein wenig Sightseeing verbinden, der Kleifarvat-See soll sehenswert sein und im Hochtemperaturgebiet Krýsuvík kann man sich von der vulkanischen Aktivität auf Island anhand der Solfatare (Auströmungen von Gas aus dem Boden) und Schlammtöpfe überzeugen. An der Brücke zwischen den Kontinenten kann man dann noch mit eigenen Augen sehen, dass sich die Kontinentalplatten tatsächlich bewegen.

Die wohl bekannteste Rundtour Islands geht aber nach Osten ins Landesinnere. Der sog. Golden Circle führt mit einer Strecke von ca. 230 km vorbei an 3 der schönsten Highlights von Island: Thingvellir, der historischen Stätte der Volksversammlung und einem heutige Nationalpark, dem Geothermalgebiet Haukadalur mit dem berühmten Großen Geysir und dem noch sehr aktiven Geysir Strokkur und dem Wasserfall Gullfoss.

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Thingvellirvatn

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der Große Geysir

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der Geysir Strukkur

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Gullfoss-Wasserfall

Die reine Fahrtzeit beträgt etwa 3 1/2 Stunden, wenn man keine organisierte Tour macht, sollte man pro Stop zusätzlich mindestens je eine halbe Stunde einplanen. Auf den Geysir Strokkur muss man nämlich auch etwas warten, er bricht zwar etwa alle 10 Minuten aus, dieses spontane Ereignis muss man aber auch erst einmal einfangen können! 😉

Noch ein Stückchen weiter über die Strecke des Golden Circle hinaus liegt der zweitgrößte Gletscher Islands, der Langjökull. Diese ganzjährige Eislandschaft kann man per Schneemobiltour entdecken oder sich die Eistunnel ansehen. Nicht weit entfernt, befindet sich ein weiterer großer Wasserfall, der Barnafoss.

Die Liste der Wasserfälle und heißen Quellen ist allerdings keinesfalls abschließend, Island bietet ein ganzes Arsenal. Wer die bekannten schon alle besucht hat, der sollte noch einmal etwas genauer schauen, schön sind diese Naturwunder nämlich alle!


Ausflüge der Reedereien

Selbstredend haben die Reedereien Ausflüge zum Golden Circle oder zur Blue Lagoon im Angebot. Das große ‚Aber‘ ist hier allerdings der Preis. Beide Ausflüge sind keinesfalls unter 100 EUR, in aller Regel auch kaum unter 200 EUR zu haben. Man muss also etwas tiefer in die Tasche greifen. Auch eine einfache Stadtrundfahrt ist in Island nicht so preiswert wie anderswo. Dies dürfte zumindest auch den lokalen Anbietern geschuldet sein. Was sicherlich mit den Reedereien wie immer sehr gut geht, sind Fahrrad- oder Pedelectouren. Zudem gibt es organisierte Touren zur Walbeobachtung oder Ausritte mit Islandpferden.


Ausflüge auf eigene Faust

Innerhalb von Reykjavik geht es gut mit dem Taxi – natürlich ist das Taxifahren aber auch hier etwas teurer. Wer weiter weg möchte, der kann sich einen Mietwagen nehmen, das geht ganz einfach mit dem deutschen Führerschein ohne weitere Probleme. Direkt am Hafen gibt es Anbieter, die sind aber etwas teuer und nehmen einen ordentlichen Aufpreis für die Abgabe des Autos nach den Geschäftszeiten. In den Gewerbegebieten etwas weiter weg (ca. 1 1/2 Kilomenter) gibt es günstigere Anbieter. Für einen Mietwagen muss man für den Tag mit um die 75 EUR kalkulieren (+Benzin). Dann ist man aber flexibel und kann die unterschiedlichen Ziele bequem anfahren und den Massen an Bustouristen ausweichen. Vorteil an Island ist dabei, dass man hier das europäische Internet hat und damit jederzeit guten Zugriff auf einschlägige Routenplaner. Wer aber nicht selbst fahren möchte, für den gibt es auch vorbuchbare Bustouren mit lokalen Anbietern, diese sind online etwas billiger als von den Reedereien. Wie immer wird man aber auf die Liegezeiten der Schiffe sehr genau achte müssen.

Wir wünschen auf jeden Fall tolle Erlebnisse in Island!


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2 Gedanken zu “FAQ Kreuzfahrthafen: Reykjavik, Island

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