Karibik hautnah – Ein Tag auf St. Vincent

Tag 2 unserer Karibikkreuzfahrt startete früh, der Jet Lag war noch nicht verarbeitet und so war ich schon um halb 6 Uhr morgens nahezu allein auf Deck um Fotos vom Sonnenaufgang vor St. Vincent zu machen. Die ersten Tage starteten allesamt so bis wir die Zeitverschiebung etwas weggesteckt hatten. Eilig hatten wir es an diesem ersten Morgen aber auch nicht. Ein Ausflug war nicht geplant, wir wollten uns nicht schon am ersten Tag stressen. Stattdessen würden wir selbst von Bord gehen und ein wenig die Insel erkunden, heute noch allein, denn meine dieses Mal ohne Anhang mitgereiste Mama nahm sich den Tag zum Akklimatisieren. Und wir wollten gleich zu Beginn hoch hinaus…

Erst noch völlig allein im Morgengrauen, kamen mit der Sonne zum Einlaufen auch so einige Gäste heraus. Man konnte das Schiff regelrecht beim Aufwachen beobachten, während sich die Sonne über den Horizont schob. Bei einem Kaffee aus dem nahen Beachclub ließ sich das entspannt beobachten.

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Pooldeck im Morgengrauen

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Pooldeck im Morgengrauen

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Beachclub am frühen Morgen

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Morgenkaffee mit Blick auf St. Vincent

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Sonnenaufgang zur Einfahrt nach St. Vincent

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Sonnenaufgang zur Einfahrt nach St. Vincent

Erst noch ein dunkler Streifen am Horizont, überraschte uns St. Vincent eine Stunde später mit mehr Bergen als wir es erwartet hatten. Ganz unseren Erwartungen entsprachen allerdings die vielen, wild verstreuten bunten Häuschen. Die abenteuerlichen Straßen durch entlangt der Hänge sollten wir später noch kennenlernen und dabei eine der ursprünglichsten Inseln auf unserer Reise entdecken. St. Vincent wird von vielen der großen amerikanischen Reedereien nämlich gar nicht angelaufen. Hier findet man keine amerikanischen Cocktailbar-ketten oder vollgestopfte Souvenirläden. Stattdessen kriegt man eine ordentliche Schippe Lokalkolorit.

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St. Vincent

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Kingstown, St. Vincent

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Fort Chalotte

Nach einer kleinen Sporteinheit (die ich im Nachhinein nicht gebraucht hätte) und einem ersten Frühstück im Marktrestaurant verließen wir das Schiff und erkundeteten die Stadt. Entlang der Hauptstraße findet man viele Straßenhändler, die frisches Obst und Gemüse verkaufen (leider verpackt in sehr viel Plastik, das man in den Büschen wiederfindet). Außerdem findet man hier ein paar kleinere Restaurants und Bars aber nicht in dem Maße wie wir es auf anderen Inseln noch sehen sollten. Wir passierten die Polizei und die Markthalle und besichtigten im Anschluss die historischen Kirchen der kleinen Stadt.

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Hauptstraße von Kingstown

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Straßenhändler

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Markthalle von St. Vincent

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Markthalle von Innen

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Markt in Kingstown

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Kingstown Anglican Church

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Kingstown Anglican Church von Innen

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Kingstown Anglican Church und Assumption Cathedral

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Kingstown Anglican Church und Assumption Cathedral

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Assumption Cathedral von Innen

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Innenhof der Assumption Cathedral

Von hier aus ging es zum ersten Mal bergauf Richtung botanischem Garten. Dieser ist einer der ältesten in der Karibik und wurde im Jahr 1765 gegründet. Er beherbergt neben zahlreichen lokalen Pflanzen auch Gewächse aus aller Welt und beheimatet den National-Papagei. Der Eintritt kosten EC$ 10 (East Caribbean Dollar) oder US$3, womit ein Rundgang erschwinglich daherkommt.

 

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Botanischer Garden von St. Vincent

Von hier aus kehrten wir erst ins Tal zurück und überquerten den Friedhof auf welchem gerade eine Beerdigung stattfand. Im Gegensatz zu unseren deutschen Erfahrungen war das eine sehr lebhafte Veranstaltung. Es gab Essen und es wurde laut und vor allem Fröhliches gesungen. Wir schlichen uns aber dennoch still an der Ansammlung vorbei in Richtung des Fort Charlotte, das sich etwa 4km weit vom Hafenanleger entfernt auf einer Anhöhe über dem Meer befindet.

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Friedhof von St. Vincent

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Blick auf die AIDAperla

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Ausblick auf das Fort Charlotte

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Aussicht in die Bucht

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AIDAperla von oben

Die Straße schlängelt sich ohne Gehweg in die Berge hinauf. Man muss hier ein wenig aufpassen, denn die Autos und Kleinbusse fahren recht halsbrecherisch und nah an einem vorbei, ab und zu mussten wir auf dem Grünstreifen ausweichen. Der Marsch ist aber nicht langweilig, immer wieder gibt es einen schönen Blick aufs Meer und man kann ein wenig sehen, wie hier gelebt wird. Die Häuser links und rechts unterscheiden sich allerdings recht stark, es ist im Prinzip alles dabei von Villen über Bruchbuden bis hin zu Ruinen.

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Nach ungefähr einer 3/4 Stunden haben wir dann aber das Fort erreicht, das selbst nicht so richtig beeindruckend daherkommt. Hier gab es aber ein kühles Bier für kleines Geld und einen Hammerausblick auf die Bucht von Kingstown.

Tipp: Natürlich kann man auch ein Taxi nehmen, wenn man nicht gut zu Fuß oder mit Kinder unterwegs ist. Laut Preisliste am Hafen kostet ein Taxi US$ 20.

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Blick von der Festung

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Fort Charlotte

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Fort Charlotte

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Ausblick nach Norden

Nach einer ausgiebigen Pause kehrten wir zurück in den Ort und statteten erst dem kleinen Strandstreifen vor der Stadt einen Besuch ab…

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kleiner Strandstreifen vor Kingstown

… und entdeckten dann auf dem Weg zurück zum Schiff, was die Einheimischen so an einem Freitag Nachmittag machen: Auf einem größeren zentralen Platz trafen wir auf eine wilde Ansammlung von mehr oder weniger dauerhaften Ständen vor denen reihenweise Kühlschränke und Gefriergeräte aufgestellt waren. Aus diesen heraus wurden Getränke verkauft, Sitzgelegenheiten und Tische waren aus alten Paletten zusammengeschustert. An einigen Ständen gab es auch Essen zu kaufen, gegrillt wurde in aufgeschnittenen Gasflaschen, die zu Grills umgebaut worden waren. Aus den Lautsprechern im nahen Hafen schallte dazu laute Musik, die wir später noch auf dem Schiff hören konnten.

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Wie fast immer auf unserer Reise fand das Sail Away um 18 Uhr statt, passend zum Sonnenuntergang. Unser erster Ablegen bei dieser wunderbaren Abendstimmung war reflektierend auch eines der schönsten.

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Ablegen von St. Vincent

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Kingstown in der Abendsonne

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Sonnenuntergang vor St. Vincent

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Sonnenuntergang vor St. Vincent

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Karibischer Sonnenuntergang

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Lexy im Sonnenuntergang

Da der Tag unerwartet fordernd gewesen waren, ging dieser 2. Abend in der Karibik für uns nicht allzu lang. Wir schauten die Viva 90s Show, eine Tanzshow mit 90er Musik, die wir recht gut fanden uns aber fragten, warum die Gesangsparts nicht ebenfalls live gesungen wurden.

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Im Anschluss lernten wir dann unseren Kapitän kennen, Falk Bleckert. In der Prime Time, der Bord Talk Show erzählte dieser unserem Entertainment Manager von seinem Alltag. Das war insgesamt ganz interessant und er hat einen sympatischen Eindruck gemacht. Bis er auf Curaçao in seinem wohlverdienten Urlaub verschwand, schipperte er uns sicher durch die Gewässer und versorgte uns dazu mit vielen Infos. Wir waren sehr zufrieden!

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Prime Time mit dem Kapitän

Wir gingen im Anschluss noch Essen im Bella Donna Restaurant und ließen sowohl das Voice of the Ocean Casting wie auch die Late Night Kunstauktion heute aus. Wir waren einfach zu fertig. Schade war, dass dies das einzige Casting für Voice of the Ocean für uns war. Die Gäste ab La Romana hatten in der Vorwoche schon eine Gelegenheit gehabt, das wussten wir aber nicht und bekamen leider keine weitere, sodass ich dieses Mal keine Chance hatte, mich für die Gesangsshow zu qualifizieren. Im Nachhinein eigentlich schade…Vll. bei einer nächsten AIDA-Kreuzfahrt wieder – irgendwann.


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