Eine Insel mit 2 Bergen – Unsere Tour auf St. Lucia

Auch Tag 3 brach früh an. Der Jet Lag schmiss mich wiederum vor 6 Uhr aus dem Bett und es ergab sich eine neue Gelegenheit, den Sonnenaufgang, dieses Mal vor St. Lucia zu beobachten. Heute hätten wir aber ohnehin zeitig rausgemusst, es stand ein Ausflug mit AIDA über die Insel an und der sollte uns auch zum Highlight des karibischen Eilands führen: Den Pitons, 2 nebeneinander liegenden Bergen, die – natürlich – durch vulkanische Aktivität entstanden sind. Und bergig würde es heute generell werden – wer Angst von steilen Hängen, engen Straßen und ausländischen Fahrkünsten hat, der sollte sich gut festhalten bei einer Inseltour über St. Lucia! 🙂

Im Morgengrauen hielten wir auf St. Lucia zu und wurden dabei begleitet von einer alten Bekannten: die Marella Explorer, welche 9 Jahre lang unter dem Namen Mein Schiff 1 für Tui Cruises gefahren ist. Uns hat die gute vor 2 Jahren sicher von Mallorca nach Hamburg gefahren (Auf nach Malle, zur Mein Schiff 1!). Bekanntlich gibt es nun aber die Neue Mein Schiff 1 und die testen wir im Juni auf einer Kurzkreuzfahrt nach Oslo und Kopenhagen. Vorfreude ist die schönste Freude!

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Marella Explorer

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Sonnenaufgang vor St. Lucia

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Sonnenaufgang vor St. Lucia

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Hafen von Castries, St. Lucia

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Einfahrt nach St. Lucia

Nach dem Anlegen in der Hauptstadt Castries und einem kleinen Frühstück ging es für uns direkt von Bord. Wir hatten uns für diesen Tag für einen AIDA-Ausflug entschieden, da dieser mit knapp 60 EUR zumindest nicht teurer war, als die übrigen Anbieter, die man so im Internet findet. In einschlägigen Facebookgruppen werden verschiedene deutsche Auswanderer gehandelt, die das sehr gut machen sollen. Die Preise sind aber ähnlich und als wir die Ausflüge herausgesucht haben, waren auch schon alle Touren ausgebucht. Das ist nämlich der wesentliche Vorteil dieser Anbieter, man hat idR kleinere Gruppen. Allerdings auch nur idR, denn auch wir wurden in kleine Gruppen auf Minibusse verteilt (größere Busse gehen bei den Straßenverhältnissen gar nicht) und waren letztendlich mit einer Gruppe von 15 Leuten unterwegs. Das war völlig okay.

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AIDAperla im Hafen von Castries

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Marella Explorer im Hafen von St. Lucia

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Kreuzfahrtanleger St. Lucia

Während die Marella Explorer genau an der Stadt festgemacht hatte, lagen wir am Kreuzfahrtanleger Point Seraphine, der sich auf der anderen Seite dieser natürlichen Bucht befindet. Zur Stadt und zum Markt braucht man zu Fuß daher rund 20 Minuten. Vorteilhaft ist allerdings der kleine Mallbereich am Anleger. Sowas kennen wir schon aus anderen Orten in der Karibik: für alle Amis, die es nicht weiter schaffen, gibt es hier Andenken, Cocktails, Duty Free Rum und gaaaanz viel Schmuck.

Am echten Markt fuhren wir auf unserem Weg aus der Stadt vorbei. Wer sich dafür begeistern kann, wird hier sicher belohnt: Es gibt eine Markthalle, ein lokales Einkaufszentrum und in den Straßen stehen Samstag morgens jede Menge weitere Händler.

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lokales Einkaufszentrum

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Straßenhändler in Castries

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Straßenhändler in Castries

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Derek Walcott Square

Raus aus der Stadt ging es direkt in die Berge, wo wir aber noch einmal einen Pitstop auf dem Mourne Fortune einlegten. Unterhalb des Hauses des Governors befindet sich ein Aussichtspunkt, von dem man auf den Hafen von Castries hinabschauen kann, Pflichtprogramm für das obligatorische Schiffsfoto.

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AIDAperla in der Bucht von Castries

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AIDAperla und Marella Explorer im Hafen von Castries

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Haus des Governors

Unsere Tour führte uns von hier aus Richtung Süden mit dem Ziel Soufriere. Dabei  passierten wir Bananenplantagen, durchdringend grüne Täler und idyllische Buchten. Die Straßen waren dabei dann und wann doch recht eng und steil. Wir saßen ganz hinten im Bus und haben irgendwann aufgehört zu zählen, wie oft der Bus aufgesetzt hat… Das schien aber normal zu sein! 😉

Während der Tour erfuhren wir von unserer unterhaltsamen englisch-sprachigen Führerin allerlei Wissenswertes zur Insel und zum Leben hier. Wir fuhren beispielsweise an der Universität vorbei, an der es eine ganze Reihe unterschiedlicher Studiengänge gibt und die jedem offensteht. Nicht offen steht den Bewohnern von St. Lucia aber eine unbehelligte Reise in die USA. Während man aufgrund der Nähe zu Großbritannien dorthin ohne Visum reisen kann, ist dies in die Vereinigten Staaten schwieriger und erfordert mindestens eine Reise zum Amt nach Barbados.

Zur Vegetation erfuhren wir zudem, dass die Bananen hier in blaue Müllsäcke gewickelt werden, damit sie noch an der Staude reifen. Nachdem eine Staude einmal Bananen getragen hat, muss sie abgeschlagen werden. Auch lernten wir die Kalabash-Frucht kennen, die nicht essbar ist aber deren Schale so hart ist, dass daraus Schalen und Souvenirs gemacht werden.

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grünes St. Lucia

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Bananenplantage

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Kalabash-Baum

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grüne Wiesen auf St. Lucia

In Anse La Raye machten wir einen Stop in der süßen pitoresken Bucht. Das sah schon einmal sehr nach Karibik aus! Natürlich konnte man aber auch hier Souvenirs kaufen. Groß Werbung machte unsere Führerin für Bananenketchup, das war aber nichts für uns…

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Strand von Anse La Raye

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Strand Anse La Raye

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Strand von Anse La Raye

Kurz vor Soufriere stoppten wir an einem botanischen Garten, der einen Eindruck von der Dichte des Regenwaldes auf der Insel gab. Den echten Regenwald soll man allerdings nicht ohne Führer betreten, denn man kann sich leicht verlaufen. Außerdem gibt es 4 Arten von Schlangen, von denen mindestens eine giftig ist.

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Dschungelfeeling auf St. Lucia

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Botanischer Garten St. Lucia

Der vorletzte Stop auf unserer Tour war der Toraille-Wasserfall. Etwa aus 15m stürzt hier das Wasser in einen seichten Pool hinab und lädt zur Erfrischung ein. Leider waren dieser Einladung schon zahlreiche andere Besucher, höchstwahrscheinlich vom anderen Schiff im Hafen gefolgt. Wer hier baden wollte, musste anstehen. Mit einem entspanten Bad, hatte das leider wenig zu tun – wir verzichteten… Wenn weniger los ist, kann das aber bestimmt ganz nett sein. Es gibt sogar Umkleidekabinen und Toiletten.

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Am Toraille-Wasserfall auf St. Lucia

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Kabinen und Toiletten am Toraille-Wasserfall

Der letzte Stop an einem Restaurant bot uns dann den erhofften Blick auf die beiden berümten Berge, die Pitons, die dem darunterliegenden Ort Soufriere den Namen gegeben haben. Dieser kommt nämlich aus dem Französischen und bedeutet frei übersetzt „Schwefel in der Luft“. Man kann die Berge auch erwandern, Gros Piton relativ entspannt, Petit Piton recht anspruchsvoll – beides aber nicht ohne Guide. Für uns musste eine Fotosession genügen.

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Die Pitons von St. Lucia

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Blick auf die Pitons

Zurück am Schiff, entschieden wir uns für einen kurzen Trip durch die Mall am Anleger. Der Markt in der Stadt war bereits zuende, sodass sich der Fußweg nicht mehr lohnte. Hier gibt es aber auch ein paar ganz nette Bars mit annehmbaren Preisen und wir entdeckten den Wassertaxianleger, von welchem aus man für $5 in die Stadt übersetzen kann.

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AIDAperla im Hafen von Castries, St. Lucia

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Am Anleger der Wassertaxis

Unser Abend verlief nach dem anstrengenden Tag dann sehr entspannt. Ein wunderbarer Sonnenuntergang zum Ablegen wurde gefolgt von einem Abendessen im Marktrestaurant. Der weitere Abend hatte dann die Beatles Show, den Spieleabend im Brauhaus, das Late Night Kino mit Fluch der Karibik (leider nicht unter freiem Himmel wie auf der AIDAluna, sondern im Four Elements) oder etwa die Silentparty im Beachclub im Angebot, um nur ein paar Angebote zu nennen. Na, was dabei? 😉

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Sonnenuntergang auf St. Lucia


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