Französischer Tag in der Karibik – Die Schmetterlingsinsel Guadeloupe

Weiter ging es an Tag 4 mit der 3. Insel in Folge: Guadeloupe, die einzige Insel auf unserer Route, die als Überseedepartement von Frankreich offiziell zur EU gehört. Und was heißt das im heutigen Zeitalter? Genau! Die deutschen Handykonditionen gelten. Für einen Tag konnte man also ungestört telefonieren und surfen. Was heutzutage so wichtig ist, nicht wahr? 😉

Wir haben den Tag deshalb aber nicht etwa ausschließlich am Handy verbracht, wir haben auch hier einen Ausflug mit AIDA gemacht. Denn leider lagen wir hier auf einem Sonntag und wir hatten bereits im Vorfeld gehört, dass im Hafenort Pointe-à-Pitre so gut wie alles geschlossen sein soll. Selbst Mietwagen sollen schwierig zu kriegen gewesen sein und wir wollten am Hafen nicht doof dastehen, falls auch die Taxifahrer ihren freien Sonntag genießen.

Nach einem wiederum netten Sonnenaufgang und einer idyllischen Einfahrt in den Hafen

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Der Lotse vor Guadeloupe

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Sonnenaufgang vor Guadeloupe

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Sonnenuntergang und AIDAperla

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Einfahrt in den Hafen von Pointe-à-Pitre

… gingen wir also von Bord. Mit dem AIDA Ausflug hatten wir eine ganz gute Kombi abgegriffen, denn wir sollten beide der großen Hauptinseln sehen. Guadeloupe besteht nämlich neben weiteren kleineren Inseln aus dem südlichen grünen Basse-Terre und dem nördlichen trockeneren Grande-Terre – beide Inseln werden durch eine Brücke über die Meerenge Rivière Salée miteinander verbunden. Tatsächlich ist die letztere trotz des Namens aber nicht größer sondern kleiner und zusammen ergeben die beiden Inseln optisch 2 Flügel eines Schmetterlings, daher der Spitzname der Inselgruppe.

Zuerst war der saftig grüne Süden, die vulkanische Insel Basse-Terre, dran. Man fühlte sich fast geschrumpft und auf dem Fensterbrett abgesetzt, so unwirklich waren die beeindruckend hohen Bäume und dichten Büsche mit ihren riesigen Blättern. Als wäre der eigene Gummibaum in die Höhe geschossen und hätte den Blumentopf gesprengt.

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die Pitons von Guadeloupe

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Die Vegetation von Basse-Terre

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grüne Insel Basse-Terre

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Urwaldflair auf Guadeloupe

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Regenwald auf Basse-Terre

Wir fuhren zum Krebswasserfall Cascade aux Ecrevisses, einem recht kleinen Wasserfall, der einen klaren Bach speist. Wir erreichten diesen nach einem kleinen Fußmarsch durch den Urwald. Auch hier hätte man sich erfrischen können, Umkleidekabinen und Toiletten wie auf St. Lucia gibt es hier aber nicht. Wie man sieht, war der Ort aber dennoch gut besucht und ein schöner Spot ist es allemal; wo es schön sind, sind halt leider auch oft andere Menschen…

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Krebswasserfall Cascade aux Ecrevisses

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Flusslauf am Krebswasserfall

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Krebswasserfall und die Touristen

Nach einem kurzen Aufenthalt, fuhren wir weiter nach Grande-Terre im Norden, welches weitgehend aus Kalkstein und Korallenriffstrukturen besteht. Unser 2. Ziel war der eigentümliche Friedhof in Morne-à-l’Eau. Dieser besteht – wie man gut sieht – aus vielen kleinen und großen schwarz-weiß gefliesten Mausoleen. Wie uns unser Guide erzählte, wurde dies einmals begonnen, um die Farben der Trauer sowohl der europäischen Kolonialisten (schwarz) als auch der afrikanischen Sklaven (weiß) zu würdigen. Dekoriert wird mit bunten Palstikblumen, um Mücken zu vermeiden. Herauskommen dann tolle Bilder im Black&White Style mit bunten Farbtupfern.

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Straßenansicht des Friedhofs in Morne-à-l’Eau

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Friedhofvon Morne-à-l’Eau

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Plastikblumen auf dem Friedhof in Morne-à-l’Eau

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Friedhof in Morne-à-l’Eau

Eine kleine Strand-Stipvisite machten wir am Anse à la Gourde, einem schmalen Strandabschnitt im Nord-Osten von Grand-Terre. Der Strand war recht leer und gehört eher nicht zu den schönsten auf unserer Reise… An einem nahen Restaurant probierten wir allerdings die Lokalspezialität, Ti‘ Punch. Das ist ganz simpel weißer Rum, Limette und Zuckersirup – im Prinzip wie ein harter Caipi ohne Eis! 🙂

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Anse à la Gourde

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Spuren im Sand am Anse à la Gourde

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Anse à la Gourde

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Guadeloups Ti‘ Punch

Es ging von hier aus weiter Richtung Osten, vorbei an einem historischen Kolonialanwesen

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historisches Kolonialgebäude auf Guadeloupe

 

… bis zur äußersten Ostspitze der Insel, dem Pointe des Châteaux. Dort kann man erleben, wie der raue Atlantik auf die Insel trifft. Im Gegensatz zum Karibischen Meer an der Westseite der Insel ist der Atlantik deutlich kühler und rauer. Die zerklüftete Küste zeugt von genau dieser Kraft des Meeres. Die lebendigen Wellen waren für uns tatsächlich eine willkommene Abwechlung zum ruhigen türkisen Karibikgewässer!

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Atlantikküste von Guadeloupe

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Blick auf das Kreuz am Pointe des Châteaux

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Anse des Châteaux

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Die Wellen am Pointe des Châteaux

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Lexy am Pointe des Châteaux

Nachdem uns der Wind genug die Haare zerzaust hatte, fuhren wir weiter zu unserem letzten Stop nach Sainte-Anne und spazierten noch erst ein wenig am gut besuchten Strand entlang…

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Surfer am Strand von Sainte-Anne 

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Strand von Sainte-Anne

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Strand von Sainte-Anne

… und stöberten dann ein wenig an den kleinen Ständen des nahen Marktes. Wie eigentlich auf allen Inseln der kleinen Antillen lag ein Schwerpunkt auf Gewürzen und frischem Obst und Gemüse.

Nach guten 5 Stunden und einem sehr guten Eindruck von der Insel kehrten wir dann zum Schiff zurück. Nur zur Vollständigkeit machten wir noch einen kleinen Rundgang durch Pointe-à-Pitre (übrigens nicht die Hauptstadt – das ist Basse-Terre, die gleichnamige Stadt zur südlichen Insel). Pointe-à-Pitre ist nicht wirklich sehenswert, diese Info unseres Guides können wir bestätigen. Hinzu kam, dass tatsächlich fast alles geschlossen war. Nach runden 20 Minuten fanden wir uns daher am Schiff wieder und nahmen lieber ein Kaltgetränk in der Lanai Bar als weiter durch eine Menschenleere Stadt zu irren. Von hier aus konnten wir der MSC Preziosa winken, die wir im letzten Jahr in Kiel besichtigt hatten (Schnuppertag auf der MSC Preziosa – Unsere erste Schiffsbesichtigung)! 🙂

 

 

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Pointe-à-Pitre von oben

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Die leeren Straßen von Pointe-à-Pitre

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der geschlossene Gewürzmarkt in Pointe-à-Pitre

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Die AIDAperla in Pointe-à-Pitre

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MSC Preziosa in Guadeloupe

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Rückansicht der MSC Preziosa

Das Ablegen um 18 Uhr bot dann abermals einen wunderbaren Sonnenuntergang über den Bergen von Basse-Terre. Man könnte meinen, dass wir Laufe der Reise irgendwann die Schnauze voll gekriegt hätten von diesem Anblick – aber nö. Das geht immer! 😉

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Yachthafen von Pointe-à-Pitre im Sonnenunterngang

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MSC Preziosa im Sonnenuntergang

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Basse-Terre im Sonnenuntergang

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Sonnenuntergang über den Bergen von Basse-Terre

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Sonnenuntergang beim Ablegen von Guadeloupe

Nach einer durchschnittlich lustigen Comedy-Show eines Gastkünstlers gingen wir zu einem späten Abendessen, entsprechend dem Tagesmotto heute im French Kiss, der französischen Brasserie an Bord. Auf der AIDAprima im Orient hatten wir dort schon einmal gegessen.  Damals hat uns das Essen „so semi“ gefallen. Hier war es aus unserer Sicht wirklich besser. Die Menükarte war aber auch 4 Monate später dieselbe, auch wenn die einzelnen Gerichte dieses Mal solider gemacht waren, hätten wir uns über was Neues gefreut. Genau dieser Punkt – die kulinarische Auswahl an Bord – sollte für uns auf der weiteren Reise aber ohnehin zu einem der zentralen Kritikpunkte an der AIDAperla werden… Dazu später aber mehr.

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Essen im French Kiss

Wir schauten nach dem Essen noch kurz bei der Late-Night Kunstauktion rein, die weiteren Angebote, Love Songs mit der Live Band im Beach Club, Irish Pub im Brauhaus oder die etwa Avengers 3 auf der Großleinwand im Four Elements ließen wir dann aber lieber aus und bereiteten uns mit dem Kopf auf dem Kissen lieber auf Dominica, die nächste Insel, vor.


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