Kleiner Einblick auf der AIDAcara – Unsere Selection-Schiffsbesichtung

Na, ist es aufgefallen? Wir haben den Samstags-Post diese Woche ausgelassen und euch noch nichts zur schönen Insel Dominica berichtet. Schande auf unser Haupt aber wir haben auch einen recht guten Grund: Wir sind unterwegs und haben an diesem Wochenende die AIDAcara in Kiel besucht. Davon wollten wir euch gern mal zwischendurch berichten und pausieren eine Woche in unsere Karibik-Berichterstattung. Stattdessen gibt es viele Fotos zur Schiffsbesichtigung auf dem Selection-Schiff AIDAcara. Wir hoffen, das ist Entschädigung genug! 😉

Die Selection Schiffsbesichtigung findet logischerweise nur auf den Selection-Schiffen von AIDA statt, d.h. den kleinen Schiffen der Flotte, die die kleinen Häfen anfahren und ein etwas individuelleres Angebot bieten. Namentlich sind die Selection Schiffe die AIDAvita, AIDAaura und wie in unserem Fall AIDAcara, die alte Lady der AIDA Flotte. 1996 begann die AIDA-Saga mit diesem Schiff, dass ursprünglich den schlichten Namen AIDA trug – AIDA – Das Clubschiff.

An Bord haben wir schon mehrfach die Erfolgsdoku von AIDA gesehen, die besonders auch die Anfänge der mittlerweile sehr erfolgreichen Reederei darstellt. Kurz zusammengefasst begann es wie bei jeder guten Geschichte – mit einem Traum. Eine Kreuzfahrt als Clubreise für die Deutschen, weniger steif ohne Smoking und Captainsdinner, stattdessen als legeres Gemeinschaftserlebnis. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten, die schon nach einem Jahr im Verkauf der AIDA mündeten, nahm das Konzept dann doch Fahrt auf, die AIDA konnte zurückgekauft werden und in der Carnival Familie hat sich die deutsche Marke seither zu einem der Pfeiler weiterentwickelt. Gerade bei den Deutschen ist AIDA die beliebteste Reederei, gefolgt von MSC und TUI Cruises (Stand 2018).


Bevors an die Besichtigung geht, zuerst einmal ein paar facts zum Schiff:

  • Indienststellung: 1996
  • Passagieranzahl: etwa 1300
  • Besatzung: ca. 370
  • Decks: 11 (9 Passagierdecks)
  • Länge: 193,34m – Breite: 27,60m

Diesen Diskurs vorangeschickt, nehmen wir euch einmal mit über das Schiff:

Die Schiffsbesichtigung begann für uns morgens um 10 Uhr in Kiel am Ostseekai. 69 EUR kostete uns diese Variante der Schiffsführung für insgesamt 4 Stunden. 20 EUR mehr als die klassische Schiffsführung, weil wir ein Mittagessen im Selection Restaurant an Bord bekommen sollten – da ist das Á la carte-Restaurant des Schiffs und das Pendant zum Rossini auf den größeren Schiffen von AIDA.

Geführt wurden wir von einem Mitarbeiter eines Dienstleisters von AIDA, der für die Flotte die Schiffsbesichtigungen durchführt. Im Gegensatz zu MSC, machen die Führungen also nicht die eigenen Mitarbeiter, sondern Externe, die so gut als möglich über ein Schiff informiert werden, auf welchen sie selbst ev. nie unterwegs waren. Unser Guide war wirklich sehr freundlich, er war stellenweise aber einfach nicht sprachfähig wenn es um Details ging. Wir waren mit 2 Paaren auf dem Schiff unterwegs, die beide noch nie eine Kreuzfahrt gemacht hatten, da ergaben sich zwangsläufig ganz grundlegende Fragen nach dem Wellengang, den Essenszeiten, den Sonderkosten an Bord usw. Es wäre da schön gewesen, hätte jemand darauf antworten können, der die Antworten aus ersten Hand weiß – also jemand außer uns… 😉

Zuerst tingelten wir mit einer Liste durch die Kabinendecks 5, 6 und 7 und suchten nach Show-Kabinen. Zwar hatte unser Guide eine Liste, die Suche gestaltete sich aber etwas schwierig. Am Ende konnten wir aber im Grunde alles sehen:

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Innenkabine mit 2 Einzelbetten auf der AIDAcara

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Innenkabine mit Doppelbett auf der AIDAcara

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Meerblickkabine mit Doppelbett auf der AIDAcara

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Meerblickkabine mit 2 Einzelbetten auf der AIDAcara

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Balkonkabine mit Doppelbett auf der AIDAcara

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Standardbad in Innen-, Meerblick- und Balkonkabinen auf der AIDAcara

Die Innenkabinen sind uns wirklich zu eng. Ein paar Spiegel würden da vll. helfen, das aktuelle Designkonzept sieht diese aber nicht vor. Auch die Meerblickkabine und die klassische Balkonkabine erstrahlen trotz der kürzlichen Renovierung des Schiffs noch im alten Look und Möbeln im Rattanstyle. Von der Größe her können wir uns mit der Meerblickkabine und der Balkonkabine (34 Stück) aber sicherlich schon etwas mehr anfreunden. Sauber war auf alle Fälle alles.

Neu erstrahlen seit der Renovierung die Suiten.

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Juniorsuite auf der AIDAcara

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Premiumsuite auf der AIDAcara

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Sonnendeck der Premiumsuite

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Suitenbad auf der AIDAcara

Ob Premiumsuite mit Sonnendeck (4 Stück) oder Juniorsuite (12 Stück), das Design wurde farbtechnisch eindeutig entschärft und modenisiert. Erschwinglich ist das aber nun nicht unbedingt, da es auch nicht allzu viele Kabinen in dieser Kategorie gibt. Eine Premiumsuite kostet knapp 3x so viel wie eine Innenkabine, eine Juniorsuite gut 2x. Zwischen Juniorsuite und Balkon ist der Preisunterschied aber anscheinend nicht so deutlich, sodass man sich fragen kann, ob man nicht gleich in die moderne Variante investiert….

Der Rundgang über das Schiff führte uns im Anschluss erst zum Theater ganz vorn auf Deck 8 und 9. Dieses ist kein zentrales Theatrium (Kombination aus Theater und Atrium), wie man es von der Sphinx-Klasse oder der noch neueren AIDAprima und AIDAperla kennt, sondern ein klassisches Theater. Der gemütliche Flair der neueren Schiffe fehlte uns hier ein wenig.

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Theater auf der AIDAcara

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Theater auf der AIDAcara

Durch die AIDA Bar, die einen neuen Teppich verpasst gekriegt hat…

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AIDA Bar auf der AIDAcara

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AIDA Bar auf der AIDAcara

schlenderten wir einmal durch das Marktrestaurant. Das kommt daher, wie auch auf allen anderen Schiffe, Marktstände, künstliche Hecken, runde Gruppentische.

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Marktstände im Marktrestaurant auf der AIDAcara

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Marktrestaurant auf der AIDAcara

Ein Deck drüber findet sich das Calypso Restaurant, das zweite Buffetrestaurant an Bord in welchem der Fokus auf landestypischer Küche liegt. Darin liegt ja der Reiz der Selection Reise: man kriegt auch was aus der Urlaubsregion serviert. Vom Stil her ist das Calypso etwas dezenter als das Marktrestaurant und bietet auch einige wenige Außensitzplätze.

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Calypso-Restaurant auf der AIDAcara

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Calypso-Restaurant auf der AIDAcara

In der Schiffsmitte auf Deck 9 liegt der neu gestaltete Bereich der Lambada Bar, an der man auch Essen kann.

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Sitzbereich der Lambada Bar auf der AIDAcara

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Lambada Bar AIDAcara

Aufgehübscht wurde auch der Sportbereich, den wir als sehr großzügig und geräumig empfunden haben. Gefallen haben uns vor allem die großen Fenster, der Minigolfbereich und die große Freifläche. Auf der AIDAprima und AIDAperla ist in Sachen Aussicht leider ein Rückschritt gemacht worden. Das Fitnessstudio der AIDAcara ist da definitiv vorn.

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Fitnessstudio AIDAcara

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Minigold und Fitnessfläche auf der AIDAcara

Ein Deck drüber fanden wir uns dann schon auf dem Außendeck wieder und waren überrascht wie weiträumig auch dieses war. Hier gibt es einiges an Liegefläche, die allerdings und wohlgemerkt zugleich die Sportfläche ist. Ein gesondertes Sportdeck gibt es nicht.

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Außendeck AIDAcara

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Blick aufs Pooldeck AIDAcara

Ganz vorn im Schiff entdeckten wir noch den neu durchgestylten Wellnessbereich mit Loungeliegen und toller Aussicht. Das war schon ein Highlight für uns, nicht sonderlich groß aber schon richtig gut geworden!

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Wellnessbereich AIDAcara

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Wellnessbereich AIDAcara

Ganz hoch hinaus ging es dann noch zur Mini-Anytime Bar. Ob hier abends die Luzie abgeht, können wir nicht sagen – sie hat aber nicht wirklich viel Platz dafür. Was auf den Sphinx-Schiffen die Disco ist, gibt sich hier eher als Exklusiv-Club aus. Cool gemacht aber Party macht man hier mangels Platz wohl eher nicht. Eine Reiseberaterin richtet hier ein paar Worte an uns, zeigte uns einen kurzen Film und schon gingen wir weiter zum Essen.

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Anytime Bar auf der AIDAcara

Das Essen sollte eigentlich das Highlight dieser Besichtigung sein – wie gesagt kostete die Tour ja 20 EUR mehr als eine normale Führung bei der man „nur“ ein Essen im Buffetrestaurant kriegt. Sooo unbeschreiblich gut war es nun aber leider nicht, nicht im Sinne der erwarteten Visitenkarte der Selectionreisen

Vom Stil her ist das Selection Restaurant sehr schön geworden, in etwa entsprechend dem Design des Rossini auf den anderen Schiffen. Kredenzt wurde uns dann ein 3-Gänge Menü, zuerst eine heiße und leckere Möhrensuppe, dann eine etwas weiche und blasse Version Spargel mit Wiener Schnitzel und eine solide Crème Brûlée. Landes- und saisontypisch war das zwar, vom Rossini kennen wir das aber schon etwas ordentlichere Qualität. Außerdem fehlte mir ein wenig die tolle Brotauswahl, die es in den á la carte Restaurants der anderen Schiffe gibt… Tja, kurzum, davon hatten wir etwas mehr erwartet. Gerade im Vergleich zur Besichtigung der MSC Preziosa müssen wir feststellen, dass kulinarisch dort mehr geboten wurde.

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Weinkühlschrank Selection Restaurant

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Selection Restaurant AIDAcara

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Selection Menü AIDAcara

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Möhrensuppe

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Spargel mit Wiener Schnitzel

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Crème Brûlée

Mit dem Essen endete die Schiffsbesichtigung und wir kommen zu unserem Fazit: AIDAcara? Hmm, nun ja… Das kleine Schiff hat seinen Charme aber das Alter sieht man halt doch – das kann man mögen oder halt auch weniger. Wir haben uns im vorhinein auch gefürchtet, dass uns auf dem Schiff langweilig werden könnte und so ganz sind wir diese Angst nicht losgeworden. Einen eigenen Balkon würden wir uns hier wohl nicht leisten. Damit ist man an Seetagen auf die öffentlichen Bereiche verwiesen und die sind doch recht begrenzt. Das wunderbare Theatrium fehlt uns besonders…

Ob man uns auf der AIDAcara also mal antreffen wird? Das kommt sicherlich auch auf die Route an. Die Norwegischen Fjorde reizen uns und die würden wir schon lieber mit einem kleinen Schiff machen. Ob das die AIDAcara wird, hängt dann nicht zuletzt am Angebot und den Alternativen.

Wir hoffen, dass wir euch einen kleinen Einblick geben konnten und vll. auch eine Entscheidungshilfe! 🙂



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