Unberührte Natur pur – Urwald und schwarzer Sand auf Dominica

Der Morgen des 5. Reisetages brach kurz vor Roseau, der Hauptstadt von Dominica an. Über den hohen Bergen der Insel konnten wir die Sonne aufgehen sehen. Genau diese Berge würden wir heute noch bei einer Inseltour mit einem lokalen Anbieter ganz aus der Nähe entdecken, tiefe Schluchten ohne Leitplanken inklusive. Die fehlenden Leitplanken an vielen Stellen sind eines von noch recht vielen Spuren, die der Hurricane Maria im Herbst 2017 dort hinterlassen hat. Dominica wurde direkt getroffen und die Auswirkungen waren für die kleine Insel verheerend: Ungefähr 85% der Gebäude wurden beschädigt und es wird von 65 Todesopfern ausgegangen. Die Insel hat sich gut 1 1/2 Jahre später aber wieder aufgerappelt und wir zeigen euch gern, was ist dort so vorfindet!

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Sonnenaufgang vor Roseau

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Sonnenaufgang über Roseau

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Sonnenaufgang über den Bergen von Dominica

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Einfahrt nach Roseau

Nach 2 Tagen mit frühen AIDA-Ausflügen ließen wir es heute wieder etwas ruhiger angehen. Ein spätes Frühstück im Bella Donna und wir gingen zu dritt von Bord, um uns einen Guide zu angeln. Und das klappte überraschend gut, denn die AIDAperla war das einzige Schiff im Hafen und wir fanden schnell Anschluss an eine kleine Gruppe von Ausflugswilligen. 11 Personen waren wir schließlich und stapelten uns in einen Minibus für eine etwa 5-stündige Inselrundfahrt zum Preis von $30 US.

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AIDAperla im Hafen von Roseau

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vAIDAperla im Hafen von Roseau

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Die Hauptstadt von Dominica, Roseau

Vom Hafen ging es direkt hinauf in die Berge. Enge Straßen und steile Anhänge, teilweise sogar mit einer halb abgerutschten Fahrtbahn trieben der Mama ein wenig das kalte Grausen ins Gesicht bis es nach einer Weile an einem Aussichtspunkt erst einmal einen Fotostop mit Blick ins Tal gab.

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Urwald auf Dominica

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Palmen von Dominica

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Grüne Insel Dominica

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Berge und Täler auf Dominica

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Blick über Dominica

Noch ein Stück weiter rauf in die Berge hielten wir an der Ti Tou Gorge Schlucht. Dies ist eine natürlich Schlucht an deren Ende sich ein kleiner Wasserfall befindet. Diesen kann man nur schwimmend erreichen.  Für $2 US muss man sich eine Schwimmweste leihen, mit dieser kann man sich dann in die Felsspalte vorarbeiten. Man sollte Wasserschuhe dabei haben, der Einstieg ist etwas steinig. Nach ein paar Metern wird es dann aber zu tief zum Stehen. Faszinierend ist das grüne Urwalddach über dem kühlen Wasser. Ab und an durchbricht ein Sonnenstrahl die Blätter und beleuchtet die moosbewachsenen glatten Felswände. Vor dem Wasserfall herrscht dann eine recht ordentliche Strömung, sodass man sich ein wenig anstrengen muss, um tatsächlich in das Becken unter den Wasserfall zu gelangen. Gerne würden wir euch davon Fotos zeigen, die Unterwasserkamera hatten wir für diesen Ausflug aber nicht eingeplant und sicher im Kabinensafe verwahrt… 😦

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Im Urwald von Dominica

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Wilde Landschaft von Dominica

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Ti Tou Gorge Schlucht

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Eingang zur Ti Tou Gorge Schlucht

Vorbei an den Trafalger Falls, die wir nur aus der Ferne betrachteten, da diese gesonderten Eintritt kosten…

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Trafalger Falls aus der Ferne

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Trafalger Falls

… fuhren wir zu den heißen Schwefelquellen. Hier kann man auch Anwendungen machen, die Anlage zeugt aber leider auch noch von den Schäden des Hurricane. Der Geruch nach faulen Eiern ist schon wirklich durchdringend…

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Bäder bei den heißen Quellen

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zerstörte Hütten bei den heißen Quellen

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Schwefel-Quelle

Aus den Bergen ging es dann wieder hinab zum Kontrastprogramm: erst ein wenig über die Insel…

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Die Straßen von Dominica

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Street view auf Dominica

… und dann zum Abschluss zum Strand. Dominica ist eher nicht berühmt für seine Strände, sondern eher die wilde Natur, die wir in den Bergen nun schon bewundern dürften. Der schwarze Sand am Mero Beach war aber doch sehenswert. Auch hier raten wir aber dringend zu Schuhwerk, der Sand wird heiß!!

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Mero Beach

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Am schwarzen Sandstrand

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Mero Beach von oben

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Strandfeeling auf Dominica

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Dominicanisches Bier

Zurück in Roseau stand noch der übliche Stadtrundgang an. Das ist hier auch recht schnell erledigt, allzu viel gibt es nicht zu sehen. Das alte Fort wird mittlerweile als Hotel genutzt, sodass man es nicht mehr besichtigen kann. Die Kirchen der Stadt haben derweil schon bessere Zeiten gesehen, besonders von der Our Lady of Fair Haven Cathedral hatten wir in einem Reiseführer gesehen und waren erschüttert über die Schäden. Vor 2 Jahren war das noch ein wirklich gepflegtes Gotteshaus… Wie schade. Ironischerweise gibt es im Botanischen Garten von Roseau immer noch ein Relikt des Hurricanes David im Jahr 1979 zu sehen: Ein Schulbus, auf den seinerzeit ein Baum gefallen ist.

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Roseau von oben

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Kollonialhaus auf Dominica

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Hotel um das ehemalige Fort Young

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Our Lady of Fair Haven Cathedral

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Saint George Anglican Church

 

Am Hafen bot sich dann noch eine schöne Schiffskulisse für ein paar Fotos bevor wir uns zur Nachmittags-Entspannung zurückzogen.

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Blick auf die AIDAperla

Fit waren wir dann wieder zum Auslaufen – genau, pünktlich zu Sonnenuntergang. Wir lassen da einmal mehr die Bilder für sich sprechen.

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Ausblick auf Dominica

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Dominica beim Ablegen

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Sonnenuntergang vor Dominica

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Sonnenuntergang auf See

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Karibischer Sonnenuntergang

Zum Abendessen probierten wir dann heute das East Restaurant aus. Wie auch schon auf der AIDAprima fanden wir aber sehr schade, wie klein die Auswahl geworden ist gegenüber den Sphinx-Schiffen. Man kann sich zwar was braten lassen, das dauert aber wirklich lange. Nett ist die Suppenstation, an der man sich eine Mie-Nudelsuppe machen lassen kann. Satt macht das aber nicht so richtig und so zogen wir weiter ins Bella Donna Restaurant.

Dort merkten wir zum ersten Mal, dass die Bandbreit der AIDAperla nicht die umfänglichste ist, wenn es um die Essensvielfalt geht; es gab im Wesentlichen wieder dasselbe Essen wie vor 3 Tagen (und in 5 Tagen und in 7 Tagen…) an den Buffetständen: Caprese, Vitello Tonato, Carpaccio, Lasagne, Spirelli aglio olio, Safranrisotto, Penne mit Tomatensoße und Muscheln, Hähnchensaltimbocca und Gnocchi waren das Kernangebot des Restaurants während der gesamten Reise. Zusätzlich gab es geschätzt 2 bis 3 weitere wechselnde Gerichte. Sicher, verhungern tut man da nicht, bei einer 2 Wochen-Reise fanden wir das aber schon irgendwie recht monoton…

Im Anschluss schauten wir dann noch die Show Fabelhafte Freunde und waren gelinde gesagt ratlos, ob und was sich jemand dabei wohl gedacht haben könnte. Die Handlung fanden wir einigermaßen wirr und zusammenhangslos und es kam uns eher so vor also ob man einfach ein paar Lieder aneinanderreihen wollte aber halt nicht ganz ohne roten Faden. Wo der allerdings war zwischen den liebestollen Tierchen, tja? Und was der Junge mit der Mütze zwischen den ganzen Fellnasen da machte? Und ob da nicht ein paar verschreibungspflichtige Medikamente im Pedigree gewesen sind? Nunja, Meinungen und Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden aber diese Show war für uns wie der sprichwörtliche Autounfall… Sorry AIDA, aber alles wirklich alles andere bisher fanden wir tatsächlich um Klassen besser! Eins können wir aber sagen, auch wenn es wahrscheinlich unfreiwillig komisch war, wir hatten unseren Spaß und einen lustigen Abschluss dieses wieder einmal erlebnisreichen Tages! 😉

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Show Fabelhafte Freunde


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