Auf den Spuren von Kolumbus – Ein Ausflug nach Santo Domingo

Halbzeit! Nach 1 Woche waren wir in La Romana angekommen und in der DomRep war Wechseltag angesagt – etwa die Hälfte der gut genährten und gebräunten Gäste wurden gegen frische ausgetauscht. Das hieß für uns, dass das Schiff hier heute lange lag. Wir waren schon einmal in La Romana und wussten das der Ort nicht allzu viel hergibt. Was macht man dann also? Da hätten wir ein paar Vorschläge!

Die DomRep ist ja ein beliebtes Reiseziel aber ratet, was ist der Schwerpunkt? Klar, der Badeurlaub und so gab es auch eine Vielzahl an Badeausflügen im Angebot, ganz vorne dabei Trips zu den Inseln Isla Catalina und Isla Saona. Hier gibt es weißen Sand, Strandliegen unter Palmen und Kristall-klares Wasser. So ganz billig sind die Ausflüge dorthin aber nicht, mindestens knapp 70 EUR verlangt AIDA dafür aktuell. Da man Strand auf dieser Reise auch sehr viel billiger haben kann und wir bekanntlich nicht die ultimative Sonnensucht haben, hatten wir uns anderweitig entschieden. Ob das klug war, reflektivend – öhm, naja…

Was wir uns ausgesucht hatten, war ein Trip nach Santo Domingo. Die älteste Stadt der Welt wollten wir gern näher erkunden, hatten aber echt die Wege und Entfernungen unterschätzt  – und die leider sehr kurze Aufenthaltszeit. Da die Fahrtzeit schon pro Route fast 2 Stunden betrug, waren wir schlussendlich nur gute 2 Stunden dort. Eigentlich sinnlos, wo das Schiff doch wegen dem Zustieg so lange in La Romana lag aber am besten einmal der Reihe nach…

Früh ging es los in La Romana

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AIDAPerla in La Romana

Von Bord ging es direkt zu den Bussen und sodann eine recht ordentliche Zeit durch die im Vergleich zu den kleinen Antillen etwas trostlosere Landschaft der Dominikanischen Republik. Schön waren die vielen Erläuterungen zu Geschichten und Kultur unseres örtlichen Führers. Dass das ganze auf Deutsch erfolgte, war praktisch für die Mama, die uns heute wieder begleitete.

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Landschaft der Dominikanischen Republik

In La Romana angekommen, trafen wir zu allererst auf die Mein Schiff 6 und es kam ein wenig Ernüchterung auf. Toll, die hält hier?? Dann hätten wir uns diesen Ritt doch irgendwie sparen können… Tja, leider nicht zu ändern. Die TUI haben wir für eine Karibikreise einfach noch nie in Betracht gezogen, da dort gut und gern ein glatter 1000er mehr an Reisekosten anfällt als bei AIDA und ob das All Inclusive das wirklich rechtfertigt… das muss halt jeder selbst entscheiden.

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Mein Schiff 6 in Santo Domingo

Man ließ uns am Rande der Innenstadt raus, von hier sollte es zu Fuß weitergehen. Der erste Stop war nur ein paar Schritte entfernt – das Kolumbus Haus (Alcázar de Colón). Aber Obacht, nicht Christoph, sondern Diego, der Sohn. 1510 wurde das Gebäude bereits errichtet und wer ein bisschen in der Geschichte bewandert ist, der weiß, dass nur 18 Jahre vorher diese schöne neue Welt überhaupt entdeckt wurde. Es handelt sich also um eines der ersten und ältesten Gebäude nach der Entdeckung Amerikas. Heute ist es Weltkulturerbe und beherbergt eine Ausstellung zum damaligen Leben mit recht geschichtsrealistischer Einrichtung. Diese kann man sich ansehen (muss das aber auch nicht). Tut man dies, erhält man einen Kopfhörer und ein Radiogerät, das einem Erläuterungen zu den Räumlichkeiten und Exponaten vorspielt.

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Kolumbus Haus (Alcázar de Colón)

 

Schön ist in jedem Fall aber der Ausblick von Oberschoss auf den Plaza de la Hispanidad.

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Plaza de la Hispanidad

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Plaza de la Hispanidad und Kulumbus Haus

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Das Kolumbus Haus

Nach diesem historisch wertvollen Rundgang wurde es sehr kaffeefahrtartig fragwürdig. Wir wurden zu einem Kolonialmarkt geführt, natürlich nur, um die Toiletten nutzen zu können. Wer mag, darf aber gern was kaufen, hieß es von unserem Führer. Und so standen direkt hinter dem Eingang schon eine Horde an Verkäufern mit Einkaufskörben, die wir nach Möglichkeit prall füllen sollten mit teurem Rum, Nippes aus Asien oder Zigarren. 20 Minuten Aufenthalt, die im Grunde ordentlich für den Eimer waren. Umso schlimmer bei der eh schon beschränkten Zeit. Himmel, wie wir sowas hassen…

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Kaffeefahrt-Spot in Santo Domingo

Weiter schlenderten wir gemeinsam Richtung Innenstadt vor die Kathedrale. Hier wurde uns nun verkündet, was wir eine halbe Stunde die Shoppingmeile erkunden konnten. Wir haben da eine Vermutung, warum man uns das nicht schon 20 Minuten eher gesagt hatte…

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Innenstadt Santo Domingo

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Innenstadt Santo Domingo

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Innenstadt Santo Domingo

Wer wollte konnte die halbe Stunde auch auf eine volle ausdehnen und auf die Innenansicht der Kathedrale verzichten. Wir finden das aber eigentlich immer ganz interessant und hatten nach einer halben Stunde im Grunde auch genug gesehen. Es lohnte sich hat einfach nicht irgendwo reinzugehen und so kehrten wir pünktlich für die sakrale Besichtigung zur Kathedrale zurück.

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Basilica Cathedral of Santa María la Menor und Kulumbus Denkmal

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Das Taubendenkmal

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Basilica Cathedral of Santa María la Menor

 

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Innenraum der Kathedrale

Baubeginn der Kathedrale war ebenfalls frühzeitig nach Entdeckung der neuen Welt, exakt gesagt im Jahr 1512. Bezahlt wurde das Gotteshaus von den führenden und reichsten 12 Familien der Stadt. Jede bekam dafür eine Seitenkapelle, welche nach eigenem Geschmack gestaltet werden konnte, diese sehen daher sehr unterschiedlich aus. Ob die Knochen von Christoph Kulumbus hier beigesetzt sind, da streiten sich die Geister ein wenig. Es wird zumindest behauptet aber das tun auch andere! 😉

Ein kurzer Fußweg vorbei am Museo de la Catedral

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Museo de la Catedral

… und wir waren wieder am Bus. Mit einem kleinen Lunchpaket bestehend aus einem etwas faden Wrap drehten wir noch eine Runde am riesigen kreuzförmigen Bau des Faro a Colon, dem Leuchtturm von Kolumbus, einem dem Entdecker gewidmeten Denkmal aus dem 20 Jh.. Von dort ging es aber dann tatsächlich schon wieder zurück Richtung Schiff. Und wer nun meint, wie das war’s von Santo Domingo? Jupp, da müssen wir euch zustimmen. Wir hätten auch gerne mehr gesehen. Vll. beim nächsten Mal.

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Faro a Colon – der Kulumbus Leuchtturm

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Faro a Colon – der Kulumbus Leuchtturm

Im Hafen shoppten wir uns noch ein bisschen durch die Duty Free Läden und erwarben noch 2 Flaschen guten Rum (wir konnten wir auch viel probieren, da fiel die Wahl etwas leichter! 😉 ).

So richtig viel war an diesem halben Anreisetag an Bord dann aber nicht los. Der Ausblick vom Balkon vertrieb uns daher den Nachmittag…

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Blick auf den Hafen von La Romana

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Ausblick von der AIDAperla

… und ein heute zugegebenermaßen sehr solides Abendessen in der Weiten Welt brachte uns durch die frühen Abendstunden bevor wir zur 2. Seenotrettungsübung auf dieser Reise antreten mussten. Alte Bekannte sahen wir dann am späteren Abend zum Sail Away Sekt im Beach Club: die Live Band hatten gewechselt und die neuen kannten und mochten wir schon von der AIDAprima im Orient! Wir beendeten den Abend daher musikalisch ohne Stress mit Aussicht auf Seetag No. 2 Richtung ABC-Inseln.

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