Das A in den ABC-Inseln – Ein Tag auf Aruba

Nach dem gestrigen Seetag erreichten wir Aruba schon in der darauffolgenden Nacht. Ein medizinischer Notfall hatte den Kapitän auf die Tube drücken lassen und so warf ich um 3 Uhr morgens schon den ersten Blick auf die beleuchtete Promenade von Oranjestad, der Hauptstadt von Aruba. Da wir mit offener Tür schliefen, hatte mich das Anlegemaneuver geweckt aber so konnte ich ein paar Bilder vom dezenten Nacht-Lightkonzept machen bevor ich mich noch einmal hinlegte – noch ein wenig Ruhe vor einem warmen Tag auf der ersten der ABC-Inseln.

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Oranjestad bei Nacht

Bei Tageslicht präsentierte sich uns Aruba von unserer Balkonkabine zunächst einmal völlig anders, als die Inseln der kleinen Antillen. Fast keine Berge, wenig Grün und auch sehr viel kleiner – nicht mal 10 Kilometer breit ist das Eiland, sodass man das andere Ende in der Ferne schon fast ahnen kann.

Tatsächlich sind die ABC-Inseln im direkten Vergleich wesentlich trister. Hier gibt es keinen üppigen Regenwald oder Wasserfälle, stattdessen jede Menge Kakteen und eine sehr viel trockenere Wärme. Auf der Plusseite wartet aber gerade Aruba mit mitunter sehr viel weitläufigeren Puderstränden auf als so manche der Inseln, die wir bisher auf der Reise besucht hatten. Einen davon wollten wir heute besuchen: den Eagle Beach, angeblich einer der schönsten Strände der Karibik.

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Blick auf Oranjestad

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Blick auf Oranjestad

Mit diesen lustigen bunten Bussen kann man z.B. Inselrundfahrten machen…

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Busse zur Inselrundfahrt

… wenn man sich nicht einfach ein Taxi zum Strand nimmt. Zum Eagle Beach kostete uns das 15 Dollar/3 Dollar pP, da wir uns die Fahrt mit einem anderen Ehepaar teilten. Die lokalen Sehenswürdigkeiten reizten uns einfach nicht so. Standardmäßig wird man auf Aruba zur im Jahre 2005 eingestürzten Natural Bridge gefahren, meist weiter zum California Lighthouse und zu einer Kapelle an der Felsküste. Mit drin in diesen Touren sind auch oft die Ayo- und Casibari-Felsenformationen, wo Zeichnungen der Ureinwohner zu finden sind. Das alles reichte uns eigentlich schon auf den zahlreichen Bildern, die wir uns vorab bei der Tourrecherche angeschaut hatten und so entschieden wir uns schlicht für einen der schönsten Strände der Karibik:

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Eagle Beach Bar Coco Loco

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Divi Divi Bäume am Eagle Beach

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weitläufiger Eagle Beach

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weitläufiger Eagle Beach

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Sonnenschirme am Eagle Beach

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Coco Loco Beach Bar mit Dusche

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Einfahrt der MS Zuiderdam

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Die Küstenwache mit der MS Zuiderdam

Weitläufig ist der Strand auf alle Fälle und unter den vielen schiefen Divi Divi Bäumen findet man super ein schattiges Plätzchen ohne viel Geld in Sonnenschirm und Liege investieren zu müssen. Das Geld sollte man sich in Aruba ohnehin eher für die Flüssigverpflegung aufheben, denn auf dieser Reise waren die Getränke hier deutlich am teuersten. Ein lokales Bier hat hier schon 6 Dollar gekostet, doppelt so viel wie auf den meisten Inseln bisher.

Ob es nun unbedingt einer der schönsten Strände der Karibik war, naja. Ehrlich gesagt hat uns der Dickenson Bay Beach auf Antigua besser gefallen und auf Curaçao sollten wir morgen noch unseren absoluten Favoriten entdecken. Von der Infrastruktur her, war es aber schon gut. Überall Bars und auch Duschen und jede Menge Platz.

Gegen Nachmittag kehrten wir zum Schiff zurück und stellten fest, dass wir Gesellschaft von der MS Zuiderdam gekriegt hatten. Das bedeutete leider, dass die Stadt mit einem Mal viel voller war. Tausende von Amerikanern schoben sich mittlerweile durch die Straßen von Oranjestad.

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MS Zuiderdam

In den USA sind die ABC-Inseln ein beliebtes Reiseziel, was man nicht zuletzt an der Auswahl an Shops in Oranjestad sieht. Teure Schmuckläden, Cocktailbars und einen Starbucks findet man beispielsweise in den holländisch gestalteten pastelfarbenen Häuschen. Eine Erkundungstour quer durch die Stadt war im Ergebnis beschaulich, die Bars luden uns aufgrund der doch horrenden Preise (Cocktails um die 13 Dollar) nicht zum Verweilen ein. So blieb es diesen Nachmittag für uns bei einer gemütlichen Fototour.

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Straßen von Oranjestad

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Einkaufszentrum in Oranjestad

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Der berühmte ARUBA-Schriftzug

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Holländische Häuserfronten

 

 

 

Aufgrund der Menschenmassen und der (Achtung: Vorurteil!) absolut fußfaulen Amis, bekamen wir leider keinen Platz in der niedlichen Bimmelbahn, die einen durch den Ort fährt…

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Bimmelbahn in Oranjestad auf Aruba

… und liefen alles halt ganz old school zu Fuß ab. Das ein oder andere nette Schiffsmotiv entdeckten wir aber dabei quasi als Entschädigung!

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AIDAperla auf Aruba

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AIDAperla auf Aruba

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AIDAperla auf Aruba

Etwas ernüchtert verzogen wir uns deshalb nach einem recht kurzen Trip an die Lanai Bar und trösteten uns hier mit einem günstigeren Getränk ohne viel Trubel. Das war uns doch etwas zu touristisch gewesen nach all den recht einsamen idyllischen Inseln auf der ersten Reisehälfte. Auf der positiven Seite war Aruba aber deutlich gepflegter und sauberer als die kleinen Antillen-Inseln. Da kann man halt knobeln, was einem lieber ist! 😉

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MS Zuiderdam auf Aruba

Nach einem vergleichbar schönen Sonnenuntergang…

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Sonnenuntergang auf Aruba

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Das Ablegen von Aruba

… und der Option auf einen Millionen-, äh in diesem Fall Karibikkreuzfahrt-Gewinn…

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Wer wird Millionär auf Aruba

… gingen wir zu einem späten Abendessen im Ristorante Casa Nova. Wir hatten vorab schon online reserviert, denn auf der AIDAprima war Laufkundschaft mangels Kapazitäten nicht mehr angenommen worden. Komisch kam uns allerdings vor, dass man uns um 20:30 Uhr gleich damit begrüßte, dass wir nur 3 Gängen wählen dürfen. Eigentlich kann man theoretisch 5 Gängen wählen. Warum das nicht gewünscht wurde, das wurde uns leider nicht erklärt, sondern die Ansage vom Kellner stumpf wiederholt, wobei man das Dessert nicht als Gang zählen würde. Nun gut, dann wählten wir halt nur 3 Gerichte plus Dessert…

Schade fanden wir an der Karte, dass sich dort so einiges findet, das man genauso auch im Buffetrestaurant kriegt, wie etwa die Antipasti, das Carpaccio oder das Tiramisu. Gerade, wo man doch hier die Chance in der Küche hat, Gerichte à la minute auf den Tisch zu bringen, würden einem doch einige typisch italienische Gerichte einfallen, die ein wenig mehr Abwechslung (ich weiß, unser Lieblingsthema auf dieser Reise) auf den Tisch gebracht hätten. Das muss ja gar nichts Kompliziertes sein, ein paar Bruschetta, Melone mit Schinken, Parmesanaubergine oder ein paar inspiriertere Antipasti sind ebenso leicht zusammenzuschmeißen. Gleiches gilt für den Nachtisch. Warum kein Tartufo oder Zabaglione? Das kennt ja eigentlich jeder vom Italiener um die Ecke.

Irgendwie wäre da mehr Potential, die inzwischen leicht geänderte Karte nutzt das unserer Meinung nach aber auch nur bedingt…

Naja, bis auf Basti wurden wir zumindest einigermaßen satt! 🙂

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Antipasti

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Carpaccio

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Venezianische Minestrone mit Pasta

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Spaghetti mit Scampi

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Rigattoni mit gegrillter Salami

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Fisch mit schwarzen Nudeln

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Kalbsleberragout

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Knusperröllchen

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Tiramisu

Unser Abend klang später dann im Beachclub bei der 80er und 90er Party aus, leider nur vom Band, denn Live Musik gab es heute allenfalls von der Sängerin im Brauhaus. Und das ist leider nix für uns! 😉


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